Der Bahnhof Warburg, ein Inselbahnhof in der Hansestadt

Ortstermin

„Sehr geehrte Fahrgäste, Sie erreichen Warburg in Westfalen, bitte umsteigen in Richtung Kassel, Paderborn und Sauerland.“

Der Bahnhof Warburg, ein Inselbahnhof in der Hansestadt

→ Ein Ortstermin im Kreis Höxter im Osten von Nordrhein-Westfalen.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Warburg wurde 1851 eröffnet und wuchs bis 1890 auf vier Strecken an. Weil eine davon südlich der übrigen endete, entstand ein seltener Inselbahnhof, wie es ihn in Westfalen kaum ein zweites Mal gab.

Warburg ist eine Hansestadt in Ostwestfalen, und ihr Bahnhof ist eine kleine Besonderheit.

Hier trafen einmal vier Strecken zusammen, eine davon von der falschen Seite.

So wurde aus dem Bahnhof ein sogenannter Inselbahnhof.

Warburg vom Desenberg
Foto: SebastianKA, Public domain, via Wikimedia Commons

Ein Inselbahnhof in Ostwestfalen

Der Bahnhof Warburg (Westfalen) liegt am nordöstlichen Rand der Kernstadt.

Er gehört zur Hansestadt Warburg im Kreis Höxter.

Der Bahnhof war lange, neben dem Bahnhof Minden, einer der letzten erhaltenen Inselbahnhöfe aus der frühen Eisenbahngeschichte Westfalens.

Bei einem Inselbahnhof liegen die Bahnsteige zwischen den Gleisen, die von beiden Seiten heranführen.

Bahnhof Warburg
Foto: Stefan Flöper, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vier Strecken in vierzig Jahren

1851 bekam Warburg mit der Bahnstrecke Kassel–Warburg seinen ersten Anschluss.

1853 wurde die Strecke von Hamm über Paderborn und Altenbeken bis Warburg verlängert.

1873 kam eine Strecke aus Bestwig im Sauerland hinzu.

1890 folgte schließlich noch eine Verbindung in Richtung Arolsen.

In gut vierzig Jahren war aus dem Dorfbahnhof ein Knoten geworden.

Bahnhof Warburg 2
Foto: Stefan Flöper, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Warburg (Westfalen) wurde 1851 mit der Strecke Kassel–Warburg eröffnet und wuchs bis 1890 auf vier Strecken an.

Weil eine Strecke südlich der übrigen endete, entstand ein Inselbahnhof; das Empfangsgebäude von 1852/53 stammt von Julius Eugen Ruhl.

Heute hat der Bahnhof drei Bahnsteiggleise, und westlich davon besteht ein Bereich für den Güterverkehr.

Warum es ein Inselbahnhof wurde

Die Strecke aus Bestwig wurde von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn gebaut.

Sie endete südlich des bestehenden Bahnhofs der Königlich-Westfälischen Eisenbahn-Gesellschaft.

Weil die Gleise so von zwei Seiten heranführten, entstand ein Inselbahnhof.

Diese Bauform war schon damals selten und ist es bis heute geblieben.

Bahnhof Warburg Altstadt
Foto: Köf3, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Empfangsgebäude von 1852

Das Empfangsgebäude stammt aus den Jahren 1852 und 1853.

Es wurde von Julius Eugen Ruhl im Rundbogenstil mit neugotischen Elementen entworfen.

Sogar ein eigenes Fürstenzimmer gehörte einst dazu.

Ende 2011 wurde das denkmalgeschützte Gebäude für einen symbolischen Euro an eine örtliche Ärztin verkauft und danach umgebaut.

Bahnsteig Bahnhof Warburg Altstadt
Foto: Köf3, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Was heute fährt

1970 wurde die Strecke von Altenbeken nach Kassel elektrifiziert.

Der Personenverkehr in Richtung Arolsen endete dagegen schon 1967.

Der südliche Bahnhofsteil ist inzwischen abgebaut, der nördliche auf drei Bahnsteiggleise reduziert.

Westlich des Bahnhofs besteht bis heute ein Bereich für den Güterverkehr.

928 675 Warburg
Foto: Köf3, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Hansestadt an der Diemel

Warburg wurde um das Jahr 1010 erstmals schriftlich erwähnt.

Im Mittelalter gehörte die Stadt zur westfälischen Hanse.

Seit dem 19. März 2012 darf Warburg den Zusatz Hansestadt führen.

Die Stadt ist die größte in der fruchtbaren Warburger Börde.

Warburg Panorama von Fuegeler Kanone
Foto: Tuxyso, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Altstadt und Neustadt auf dem Bergrücken

Warburg bestand lange aus zwei Städten, der Altstadt und der Neustadt.

Die Altstadt liegt im Tal der Diemel, die Neustadt in Höhenlage darüber.

Das Stadtbild ist von historischen Bauten sowie Stein- und Fachwerkhäusern geprägt.

Vieles davon zieht sich malerisch über einen Bergrücken.

Bahnhof Warburg (Westf) 2013 09
Foto: Wilhelm Thomas Fiege, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Desenberg über der Börde

Über der Warburger Börde erhebt sich der Desenberg, ein alter Basaltkegel.

Auf seinem Gipfel stehen die Ruinen einer Burg.

Von weitem ist der Berg das Wahrzeichen der Gegend.

Wer ihn besteigt, blickt weit über die Felder ringsum.

Radweg Warburg Altstadt Bahnhof
Foto: Feuermond16, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Warburg

Wer in Warburg ankommt, steht an einem der letzten Inselbahnhöfe Westfalens.

Vom Bahnhof am Stadtrand führt der Weg hinunter in die Altstadt an der Diemel.

Dort warten Fachwerkgassen, alte Kirchen und der Blick hinauf zur Neustadt.

Am Horizont grüßt der Desenberg mit seiner Burgruine.

Radweg Warburg B 7 Abzweig Bahnhof
Foto: Feuermond16, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Häufige Fragen

Wann bekam Warburg seinen Bahnanschluss?
1851, mit der Bahnstrecke Kassel–Warburg. Bis 1890 kamen drei weitere Strecken hinzu.
Was ist ein Inselbahnhof?
Ein Bahnhof, dessen Bahnsteige zwischen Gleisen liegen, die von beiden Seiten heranführen. In Warburg entstand er, weil eine Strecke südlich der übrigen endete.
Wer baute das Empfangsgebäude?
Julius Eugen Ruhl entwarf es 1852/53 im Rundbogenstil mit neugotischen Elementen. Ende 2011 wurde es für einen symbolischen Euro verkauft und danach umgebaut.
Welche Strecken fahren heute?
Vor allem die elektrifizierte Strecke von Altenbeken nach Kassel. Die Verbindung nach Arolsen wurde 1967 im Personenverkehr eingestellt.
Was kann man in Warburg sehen?
Die Altstadt an der Diemel und die höher gelegene Neustadt mit Fachwerk, dazu den Desenberg mit seiner Burgruine über der Börde.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Paderborn Hauptbahnhof – die Domstadt hinter dem Eggegebirge

→ Ortstermin: Der Bahnhof Paderborn – die große Stadt am Anfang der Strecke von 1851

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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