Ortstermin
„Willkommen in Udine, bitte umsteigen zu den Zügen nach Venedig, Triest und über die Alpen nach Österreich.“
Der Bahnhof Udine, Knoten zwischen Venedig und den Alpen
→ Ein Ortstermin im Friaul.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Udine wurde am 21. Juli 1860 an der Strecke von Venedig eröffnet. Heute treffen hier fünf Strecken zusammen, und er ist mit rund 7,6 Millionen Reisenden im Jahr der verkehrsreichste Bahnhof Friauls.
Udine ist die historische Hauptstadt der Region Friaul im Nordosten Italiens.
Die Stadt liegt in der Ebene zwischen den Alpen und der Adria, nahe der Grenze zu Slowenien und Österreich.
Ihr Bahnhof ist der verkehrsreichste der Region Friaul-Julisch Venetien.

Ein Bahnhof seit 1860
Der Bahnhof Udine wurde am 21. Juli 1860 eröffnet.
An diesem Tag ging der Abschnitt von Cormons nach Udine an der Strecke von Venedig in Betrieb.
Schon am 3. Oktober 1860 wurde Udine außerdem Endpunkt der Bahn nach Triest.
Damit lag die Stadt früh an den Hauptstrecken im Nordosten Italiens.
Von Venedig-Mestre sind es rund 126 Kilometer bis Udine.

Fünf Strecken treffen sich
In Udine treffen heute fünf Strecken zusammen.
Sie führen nach Venedig, nach Triest und nach Tarvisio an der österreichischen Grenze.
Weitere Linien gehen nach Cervignano und nach Cividale.
Über Tarvisio führt die alte Pontebbana-Strecke hinauf in die Alpen nach Österreich.
So ist Udine ein wichtiger Knoten zwischen Italien und dem Norden.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Udine wurde am 21. Juli 1860 eröffnet und ist ein Knoten für fünf Strecken. Er ist der verkehrsreichste Bahnhof der Region Friaul-Julisch Venetien.
Jährlich nutzen ihn rund 7,6 Millionen Reisende. Neben Trenitalia halten hier auch die ÖBB und die Bahn Udine-Cividale.
Sieben Gleise für Friaul
Der Bahnhof hat sieben Bahnsteiggleise.
Jedes Jahr nutzen ihn rund 7,6 Millionen Reisende.
Damit ist er der am stärksten genutzte Bahnhof der Region.
Verwaltet wird er vom Netzbetreiber RFI.

Drei Bahnen unter einem Dach
In Udine halten Züge von gleich drei Gesellschaften.
Die italienische Trenitalia fährt die meisten Verbindungen.
Dazu kommt die österreichische ÖBB auf dem Weg über die Alpen.
Die private Bahn Udine-Cividale bedient die kurze Strecke ins nahe Cividale.

Umbau und Lokschuppen
2005 wurde das Empfangsgebäude umfassend erneuert.
Dabei entstanden eine neue Halle, ein Reisezentrum und Geschäfte.
Bis zum Dezember 2008 gab es am Bahnhof noch einen Lokschuppen mit Werkstatt.
Danach wurde dieser Betriebsteil aufgegeben.

Tor zwischen Alpen und Adria
Für Reisende ist Udine das Tor zwischen den Alpen und der Adria.
Von hier aus erreicht man die Berge im Norden und die Lagune im Süden.
Viele Pendler fahren täglich mit der Bahn in die Stadt.
Über die Alpenstrecke verkehren auch Züge nach Österreich.

Die Stadt der schönen Plätze
Udine gilt vielen als die schönste Stadt des Friaul.
Ihr Herz ist die Piazza della Libertà, oft die schönste venezianische Platzanlage auf dem Festland genannt.
An ihr stehen die Loggia del Lionello aus dem 15. Jahrhundert und die Loggia di San Giovanni.
Über allem thront auf einem Hügel das Kastell von Udine.

Tiepolo und die Patriarchen
Lange gehörte Udine zum Machtbereich der Patriarchen von Aquileia.
Im 18. Jahrhundert schuf der Maler Giambattista Tiepolo in der Stadt berühmte Fresken.
Sie schmücken heute den erzbischöflichen Palast und den Dom.
Damit ist Udine auch ein Ziel für Kunstfreunde.

Ankommen in Udine
Vom Bahnhof führt eine gerade Straße in rund einem Kilometer ins Zentrum.
Dort öffnet sich die Piazza della Libertà mit ihren Loggien aus hellem Stein.
Ein Torbogen und eine Rampe führen hinauf zum Kastell mit seinen Museen.
Vom Hügel schweift der Blick bis zu den Alpen und an klaren Tagen bis zur Adria.
In den Gassen laden kleine Weinstuben zu einem Glas Friulano ein.

Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Häufige Fragen
Seit wann hat Udine einen Bahnhof?
Welche Strecken treffen in Udine zusammen?
Wie viele Reisende hat der Bahnhof?
Welche Bahnen halten in Udine?
Was kann man in Udine besichtigen?
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