Der Bahnhof Rijeka, Hafenbahnhof an der Kvarner-Bucht

Ortstermin

„Willkommen in Rijeka, vom Bahnhof sind es nur wenige Schritte hinunter zum Hafen und zur Korzo.“

Der Bahnhof Rijeka, Hafenbahnhof an der Kvarner-Bucht

→ Ein Ortstermin an der kroatischen Adria.

Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Der Bahnhof Rijeka wurde am 25. Juni 1873 eröffnet, als die Strecken aus Budapest und aus Wien die Hafenstadt erreichten. Das heutige Empfangsgebäude von 1889 bis 1891 entwarf der Architekt Ferenc Pfaff.

Rijeka ist die größte Hafenstadt Kroatiens und liegt an der Kvarner-Bucht der Adria.

In der Zeit Österreich-Ungarns war sie unter dem Namen Fiume der wichtigste Seehafen Ungarns.

Ihr Bahnhof verbindet den Hafen seit dem 19. Jahrhundert mit dem Hinterland.

Rijeka railway station (01)
Foto: Orlovic, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Bahn kommt 1873

Der Bahnhof Rijeka wurde am 25. Juni 1873 eröffnet.

An diesem Tag waren gleich zwei große Strecken fertig.

Die eine kam aus Budapest über Zagreb und Karlovac.

Die andere kam aus Wien über Ljubljana und Pivka.

Damit war die Hafenstadt an das Netz der Donaumonarchie angeschlossen.

Rijeka railway station (02)
Foto: Orlovic, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Anschluss nach Triest

Schon ein Jahr später, 1874, kam eine direkte Verbindung nach Triest hinzu.

So lagen die beiden großen Adriahäfen Fiume und Triest an einem gemeinsamen Netz.

Der Hafen von Rijeka wuchs in diesen Jahren rasch.

1882 entstand in der Stadt eine der ersten Erdölraffinerien Europas.

Rijeka railway station (03)
Foto: Orlovic, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Rijeka wurde 1873 eröffnet und liegt an den Strecken nach Zagreb und Ljubljana. Das Empfangsgebäude von Ferenc Pfaff stammt aus den Jahren 1889 bis 1891.

Der Bahnhof ist ein Durchgangsbahnhof mit vier Gleisen nahe dem Hafen. Seit 1991 betreiben ihn die Kroatischen Eisenbahnen.

Ein Bahnhof von Ferenc Pfaff

Das heutige Empfangsgebäude entstand zwischen 1889 und 1891.

Entworfen hat es der Budapester Architekt Ferenc Pfaff.

Der klassizistische Bau hat einen 150 Meter langen Flügel mit Arkaden und eine zweigeschossige Mittelhalle.

Pfaff entwarf in jener Zeit insgesamt vierzehn Bahnhofsgebäude in den Ländern der ungarischen Krone.

Das Gebäude in Rijeka steht heute unter Denkmalschutz.

2020 07 05 HŽ 1141 377 at Rijeka train station pulling Regiojet 1047 Pra
Foto: DiningCar_, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Vier Gleise am Hafen

Der Bahnhof ist ein Durchgangsbahnhof mit vier Gleisen.

Er liegt nahe am großen Hafen der Stadt.

In den 1880er Jahren wuchsen Hafen und Bahnhof zusammen, und es entstanden große Lagerhallen.

So wurde Rijeka zu einem wichtigen Umschlagplatz für Waren aus ganz Mitteleuropa.

2020 07 05 HŽ 1141 377 at Rijeka train station pulling Regiojet 1047 Pra
Foto: DiningCar_, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Von Italien zu Kroatien

Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Stadt zu Italien.

Der Bahnhof gehörte nun zur italienischen Staatsbahn.

Unter italienischer Verwaltung wurde die Strecke nach Pivka mit 3000 Volt Gleichstrom elektrifiziert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Rijeka zu Jugoslawien und der Bahnhof zur jugoslawischen Bahn.

Seit 1991 wird er von den Kroatischen Eisenbahnen betrieben.

2020 07 05 Regiojet 1047 Prague to Rijeka at Rijeka train station
Foto: DiningCar_, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Nachtzug und Modernisierung

Heute liegt der Bahnhof an den Strecken nach Zagreb und nach Ljubljana.

In der Sommersaison verkehrt sogar ein Nachtzug der österreichischen Bahn nach Rijeka.

Zwischen 2021 und 2023 wurde der Bahnhof umfassend modernisiert.

So soll die alte Hafenbahn wieder mehr Reisende anziehen.

Rijeka station August 2020
Foto: Stefan Flöper, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Fiume am Meer

Rijeka ist heute die drittgrößte Stadt Kroatiens.

Jahrhundertelang war sie als Fiume ein wichtiger Hafen am Rand großer Reiche.

2020 war die Stadt eine der Kulturhauptstädte Europas.

Durch die Altstadt fließt der kurze Fluss Rječina ins Meer.

HŽ 6 112 106 1 (A) at Rijeka Station
Foto: Foobian, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Von der Korzo zum Kastell

Die belebte Fußgängerstraße Korzo ist die Lebensader der Innenstadt.

Hoch über der Stadt thront die Burg Trsat mit einem weiten Blick über die Bucht.

Eine lange Treppe führt von der Stadt hinauf zur Burg und zur Wallfahrtskirche.

In Rijeka wurde zudem der erste moderne Torpedo der Welt entwickelt.

HŽ 6 112 106 1 (A) at the buffer of Rijeka Station P4
Foto: Foobian, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Rijeka

Vom Bahnhof ist es nur ein kurzer Weg hinunter zum Hafen und zur Korzo.

Entlang der Mole spazieren Einheimische und Reisende am Wasser.

Von der Altstadt führt die Treppe hinauf zur Burg Trsat.

Von dort schweift der Blick über die Dächer bis weit auf die Adria hinaus.

Wer weiterreist, nimmt von Rijeka aus die Fähren zu den Inseln der Kvarner-Bucht.

HŽ 6 112 106 1 (C2) at Rijeka Station
Foto: Foobian, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Seit wann hat Rijeka einen Bahnhof?
Seit dem 25. Juni 1873, als die Strecken aus Budapest und Wien die Stadt erreichten.
Wer entwarf das Bahnhofsgebäude?
Der Budapester Architekt Ferenc Pfaff, zwischen 1889 und 1891.
Wie hieß Rijeka früher?
In der Zeit Österreich-Ungarns war die Stadt als Fiume der wichtigste Seehafen Ungarns.
Wohin fahren Züge von Rijeka?
Vor allem nach Zagreb und nach Ljubljana, im Sommer auch ein Nachtzug der österreichischen Bahn.
Was kann man in Rijeka besichtigen?
Die Fußgängerstraße Korzo, den Hafen und hoch über der Stadt die Burg Trsat.

Weiterfahrt

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →