Ortstermin
„Endstation Tanjong Pagar, hier endete einst die Bahn aus Malaysia mitten in Singapur.“
Der Bahnhof Tanjong Pagar, Singapurs alter Endbahnhof
→ Ein Ortstermin im Süden von Singapur.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Tanjong Pagar in Singapur war von 1932 bis 2011 der südliche Endpunkt der malaysischen Eisenbahn. Das prächtige Gebäude im Art-déco-Stil ist heute ein geschütztes Nationaldenkmal.
Tanjong Pagar liegt im Süden der Inselstadt Singapur.
Hier steht ein prächtiger alter Bahnhof aus den 1930er Jahren.
Lange endete hier die Bahn aus dem benachbarten Malaysia.

Eröffnet im Jahr 1932
Der Bahnhof Tanjong Pagar wurde im Jahr 1932 fertiggestellt.
Er entstand an der Keppel Road im Süden der Insel.
Das Gebäude wurde im Stil des Art déco errichtet.
Eine große, helle Halle bildet sein Inneres.
Von außen prägt eine strenge, repräsentative Fassade den Bau.
Er sollte das Tor Singapurs für die Bahn sein.
Schon damals galt er als eines der schönsten Bahnhofsgebäude der Region.

Endpunkt der malaysischen Bahn
Der Bahnhof war der südliche Endpunkt der malaysischen Eisenbahn.
Betrieben wurde er von der Gesellschaft Keretapi Tanah Melayu.
Diese Bahn gehört dem Nachbarland Malaysia.
Lange lag der Bahnhof deshalb auf malaysisch verwaltetem Boden.
Von hier führten die Gleise über eine Meerenge nach Malaysia.
Die erste Station jenseits der Grenze war Johor Bahru.
So war der Bahnhof ein besonderer Ort zwischen zwei Ländern.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Tanjong Pagar wurde 1932 im Art-déco-Stil an der Keppel Road eröffnet.
Bis 2011 war er der südliche Endpunkt der malaysischen Eisenbahn, dann zog der Betrieb nach Woodlands.
Seit 2011 ist das Gebäude ein geschütztes Nationaldenkmal Singapurs.
Vier Figuren an der Fassade
Eine Besonderheit sind vier große Figuren aus Marmor.
Sie schmücken die Fassade des Bahnhofs.
Jede von ihnen steht für einen Bereich der Wirtschaft.
Dargestellt sind Landwirtschaft, Industrie, Handel und Verkehr.
Geschaffen wurden sie von einem Bildhauer aus Florenz.
So erzählt schon die Fassade vom Stolz der damaligen Zeit.

Eine Bahn quer durch die Insel
Von Tanjong Pagar führten die Gleise quer durch Singapur.
Sie durchquerten Wohngebiete, Wälder und grüne Streifen.
Am Ende überquerten die Züge einen Damm zum Festland.
Dieser Damm verbindet Singapur bis heute mit Malaysia.
Für viele Reisende begann hier die Fahrt nach Norden.
Die Strecke war über Jahrzehnte eine wichtige Verbindung.

Das Ende des Bahnbetriebs
Im Jahr 2011 endete der Bahnbetrieb in Tanjong Pagar.
Singapur und Malaysia hatten sich zuvor darauf geeinigt.
Der Endpunkt der Bahn wurde nach Woodlands im Norden verlegt.
Dort liegt heute die Grenzstation zum Festland.
Der alte Bahnhof wurde danach nicht mehr von Zügen genutzt.
Am letzten Tag kamen viele Menschen zum Abschied.
Ein Stück Geschichte ging damit zu Ende.

Ein geschütztes Nationaldenkmal
Noch im selben Jahr wurde der Bahnhof unter Schutz gestellt.
Seit 2011 ist er ein Nationaldenkmal Singapurs.
Das wertvolle Gebäude sollte für die Zukunft bewahrt werden.
Bis heute erinnert es an die lange Geschichte der Bahn.
Immer wieder wird es für Ausstellungen und Feste geöffnet.
So lebt der alte Bahnhof auf neue Weise weiter.

Der grüne Bahnkorridor
Nach dem Ende der Züge wurde die alte Strecke umgestaltet.
Aus den Gleisen wurde ein langer grüner Korridor.
Heute führt dort ein Weg quer durch die ganze Insel.
Spaziergänger und Radfahrer nutzen ihn gern.
Natur und Stadt begegnen sich auf diesem Band aus Grün.
So wurde aus der Bahnlinie ein beliebter Weg für alle.

Mitten in Singapur
Singapur ist ein moderner Stadtstaat in Südostasien.
Hohe Türme aus Glas prägen das Bild der Innenstadt.
Zwischen ihnen haben sich alte Viertel und Tempel erhalten.
Der Bahnhof liegt nahe dem Hafen im Süden der Insel.
Rundherum wächst ein neues Stadtviertel heran.
So steht der alte Bau inmitten einer wandelbaren Stadt.

Ankommen in Tanjong Pagar
Wer heute nach Tanjong Pagar kommt, reist nicht mehr mit dem Zug.
Eine neue U-Bahn-Station bringt die Gäste direkt zum alten Bahnhof.
Vor der Tür erhebt sich die Fassade mit den vier Figuren.
Im Inneren lässt sich die große alte Halle bestaunen.
Rundherum laden das moderne Singapur und der Hafen zum Erkunden ein.
So ist der alte Bahnhof ein stiller Zeuge einer bewegten Geschichte.

Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Tanjong Pagar eröffnet?
Wem gehörte der Bahnhof?
Warum fahren hier keine Züge mehr?
Was ist aus dem Bahnhof geworden?
Was zeigen die Figuren an der Fassade?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Kuala Lumpur, ein Palast der Kolonialzeit – Nach Woodlands im Norden der Insel verlegte die Bahn 2011 ihren Endpunkt.
→ Der Bahnhof Kuala Lumpur Sentral, Malaysias größtes Drehkreuz – Johor Bahru in Malaysia ist die erste Station jenseits der Meerenge.
