Ortstermin
„Sibiu, der Nachtzug in Richtung Wien hält auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig.“
Der Bahnhof Sibiu, Ankunft in Hermannstadt
→ Ein Ortstermin in Siebenbürgen.
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Kurz gesagt
Sibiu, auf Deutsch Hermannstadt, war einst die Hauptstadt der Siebenbürger Sachsen. Ihr Bahnhof von 1872 führt mitten in die alte Oberstadt, die 2007 Kulturhauptstadt Europas war.
Wer in Sibiu aus dem Zug steigt, ist im alten Hermannstadt angekommen.
Die Stadt war über Jahrhunderte das Zentrum der Siebenbürger Sachsen.
Dieser Ortstermin führt vom Bahnsteig bis zu den berühmten Plätzen der Oberstadt.

Der Hauptbahnhof von Hermannstadt
Der Bahnhof Sibiu liegt nur einen kurzen Weg nördlich der Altstadt.
Er ist der Hauptbahnhof der Stadt und wird von der Staatsbahn CFR betrieben.
Für die Züge stehen drei Bahnsteige bereit.
Das Empfangsgebäude öffnet sich zu einem weiten Vorplatz.
Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß in die Oberstadt.

Eröffnet im Jahr 1872
Der Bahnhof von Sibiu wurde am 11. Oktober 1872 eröffnet.
Damit gehört er zu den älteren Bahnhöfen Siebenbürgens.
Von Beginn an verband er die Stadt mit dem übrigen Land.
Auf dem Bahnhofsgelände steht bis heute ein kleines Dampflokmuseum.
Es erinnert an die frühen Jahre der Eisenbahn in der Region.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Sibiu liegt nördlich der Altstadt, nur wenige Minuten von der Oberstadt entfernt.
Von hier fahren Züge in Richtung Brașov und Arad sowie international bis Budapest.
Ein Nachtzug zwischen Wien und Bukarest hält ebenfalls in Hermannstadt.
Linien durch Siebenbürgen
Von Sibiu führen mehrere Strecken quer durch Siebenbürgen.
Eine Linie zieht über Făgăraș in Richtung Brașov.
Eine andere fährt nach Westen über Vințu de Jos bis Arad.
Dazu kommt eine Strecke südwärts in Richtung Râmnicu Vâlcea.
So ist der Bahnhof ein wichtiger Halt im Herzen des Landes.

Nachtzug nach Wien
Von Sibiu fahren Züge auch über die Grenze nach Budapest.
Ein Nachtzug verbindet die Strecke zwischen Wien und Bukarest.
Auf seinem Weg hält er auch in Hermannstadt.
So lässt sich die Stadt bequem über Nacht aus Mitteleuropa erreichen.
Damit bleibt Sibiu eng mit dem alten Kulturraum verbunden.

Der Bahnhof in Zahlen
Schon im Jahr 2008 hielten in Sibiu rund 80 Personenzüge täglich.
Damit ist der Bahnhof gut in das Netz des Landes eingebunden.
Früher begann hier auch eine schmale Nebenbahn nach Agnita.
Diese 60 Kilometer lange Strecke wurde im Jahr 2001 stillgelegt.
Viele hoffen, dass sie eines Tages als Museumsbahn zurückkehrt.

Große und kleine Ringe
Das Herz von Hermannstadt bilden zwei alte Plätze.
Der Große Ring ist der weite Hauptplatz der Oberstadt.
Gleich daneben liegt der kleinere und verwinkelte Kleine Ring.
Beide Plätze wurden ab dem Jahr 2006 aufwendig erneuert.
Rund um sie reihen sich prächtige Bürgerhäuser aneinander.

Die Brücke der Lügen
Zwischen den beiden Ringen spannt sich die Brücke der Lügen.
Diese gusseiserne Brücke wurde im Jahr 1859 erbaut.
Einer Sage nach stürzt sie ein, wenn ein Lügner sie betritt.
Ganz in der Nähe erhebt sich der alte Ratsturm.
Von ihm reicht der Blick weit über die Dächer der Stadt.

Brukenthal und die Sachsen
Am Großen Ring steht der prächtige Brukenthal-Palast.
Er wurde zwischen 1778 und 1788 im Stil des Barock erbaut.
Heute beherbergt er ein berühmtes Museum mit alten Gemälden.
Über den Dächern der Stadt blinzeln die berühmten Dachaugen von Sibiu.
Im Jahr 2007 war Hermannstadt eine Kulturhauptstadt Europas.

Ankommen in Sibiu
Ankommen in Sibiu heißt, in eine alte sächsische Stadt einzutauchen.
Vom Bahnhof führt der Weg leicht bergauf in die Oberstadt.
Nach wenigen Minuten steht man auf dem Großen Ring.
Von dort ist es nicht weit zur Brücke der Lügen und zum Ratsturm.
So lässt sich Sibiu an einem Tag bequem zu Fuß entdecken.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Sibiu eröffnet?
Wohin fahren die Züge von Sibiu?
Was war die Agnita-Bahn?
Warum ist Sibiu so bekannt?
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
Weiterfahrt
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