Der Bahnhof Schaffhausen, Grenzbahnhof am Hochrhein unter dem Munot

Ortstermin

„Schaffhausen, bitte alle aussteigen; Anschlusszüge nach Deutschland und in die übrige Schweiz finden Sie auf den gegenüberliegenden Gleisen.“

Der Bahnhof Schaffhausen, Grenzbahnhof am Hochrhein unter dem Munot

→ Ein Ortstermin am Hochrhein.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Schaffhausen ist ein Gemeinschaftsbahnhof von Schweizer und Deutscher Bahn und zugleich Grenzbahnhof am Hochrhein. Von hier sind es nur wenige Schritte in die Erkerstadt mit ihrem Munot.

Wer in Schaffhausen ankommt, erreicht einen Bahnhof, der zwei Ländern zugleich gehört.

Über der Stadt wacht der Munot, eine runde Festung aus dem 16. Jahrhundert.

Und nur wenige Kilometer weiter stürzt der Rhein über den größten Wasserfall Europas.

Schaffhausen Bahnhof
Foto: Photo: Andreas Praefcke, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof für zwei Länder

Der Bahnhof Schaffhausen ist ein Bahnhof mit zwei Eigentümern.

Er gehört zu rund 65 Prozent den Schweizerischen Bundesbahnen und zu etwa 35 Prozent der deutschen Seite.

Damit ist er ein Gemeinschaftsbahnhof an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland.

Für die deutsche Hochrheinbahn dient er zugleich als Durchgangsbahnhof.

So treffen hier Züge aus zwei Ländern unter einem Dach zusammen.

Bahnhof Schaffhausen 03
Foto: Chris j wood, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Rheinfallbahn von 1857

Die erste Eisenbahn erreichte Schaffhausen am 16. April 1857.

An diesem Tag eröffnete die Schweizerische Nordostbahn die Rheinfallbahn über Andelfingen nach Winterthur.

Vor der Eröffnung hatte ein Streit um den richtigen Standort des Bahnhofs getobt.

Der Unternehmer Heinrich Moser wünschte sich den Bahnhof näher am Rheinufer, doch die Bahngesellschaft setzte den heutigen Platz durch.

Das heutige Bahnhofsgebäude entstand dann im Jahr 1869 und löste den ersten, provisorischen Bau ab.

Bahnhof Schaffhausen 02
Foto: Chris j wood, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Schaffhausen wurde am 16. April 1857 mit der Rheinfallbahn nach Winterthur eröffnet; das heutige Gebäude stammt von 1869.

Er ist ein Gemeinschaftsbahnhof der Schweizer und der Deutschen Bahn und dient als Grenzbahnhof am Hochrhein.

Schaffhausen ist mit rund 39 000 Einwohnern die größte Stadt des gleichnamigen Kantons und trägt wegen seiner rund 300 Erker den Beinamen Erkerstadt.

Der Anschluss nach Deutschland

1866 wurde die Hochrheinbahn zwischen Waldshut und Konstanz fertiggestellt.

Damit erhielt Schaffhausen Anschluss an das Netz der badischen Bahn.

Bis heute führen deutsche Züge von hier nach Singen, Friedrichshafen und bis nach Stuttgart.

Auch der Basler Badische Bahnhof ist über diese Strecke verbunden.

So wurde der Hochrhein früh zu einer wichtigen Linie über die Grenze.

Bahnhof Schaffhausen 01
Foto: Chris j wood, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Linien in alle Richtungen

1895 kam die Seelinie nach Stein am Rhein und Kreuzlingen hinzu.

Zwei Jahre später, 1897, wurde die Linie über Eglisau nach Zürich eingeweiht.

Heute fahren die Schweizer Züge über Bülach nach Zürich und über Andelfingen nach Winterthur.

Über Stein am Rhein geht es weiter dem Bodensee entlang nach Romanshorn.

Viele dieser Regionalzüge betreibt die Thurbo, eine Tochter der Bundesbahnen.

CH Schaffhausen Schweiz Bahnhof
Foto: Norbert Utz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Warum hier eine Stadt wuchs

Schaffhausen verdankt seine Entstehung dem Rhein selbst.

Weil der nahe Rheinfall die Schifffahrt unterbrach, mussten die Waren hier umgeladen werden.

Aus diesem Umschlagplatz wuchs um das Jahr 1000 die spätere Stadt.

Viel später, im Jahr 1968, entstand am Rand ein großer Rangierbahnhof, der 1975 endgültig eröffnet wurde.

So blieb der Verkehr über Jahrhunderte der rote Faden in der Geschichte der Stadt.

Bahnhof Schaffhausen, Vorderseite
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Erkerstadt

Schaffhausen trägt den Beinamen Erkerstadt.

Grund dafür sind die rund 300 Erker, die an den Häusern der Altstadt vorspringen.

Dazu kommen zahlreiche Gebäude aus der Zeit der Renaissance.

Viele Fassaden sind kunstvoll bemalt und erzählen vom früheren Reichtum der Handelsstadt.

Die Altstadt lädt deshalb zu einem langen Bummel ein.

Bahnhof Schaffhausen, Gleisseite
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Munot über der Stadt

Hoch über der Altstadt steht der Munot, das Wahrzeichen von Schaffhausen.

Die runde Festung stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Von ihrem Wehrgang reicht der Blick weit über die Dächer und den Rhein.

Ein kurzer Aufstieg vom Bahnhof genügt, um dort oben zu stehen.

Der Munot gehört zu den bekanntesten Festungen der Schweiz.

Bahnhof Schaffhausen DB
Foto: Whgler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Rheinfall vor den Toren

Südwestlich der Stadt stürzt der Rhein über den Rheinfall.

Er gilt als der größte Wasserfall Europas.

Er liegt bereits auf dem Gebiet der Nachbarstadt Neuhausen am Rheinfall.

In der Stadt selbst erzählt das Museum zu Allerheiligen von Geschichte, Kunst und Natur.

Es ist im ehemaligen Benediktinerkloster Allerheiligen untergebracht.

Bahnhof Schaffhausen 2018
Foto: Whgler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Schaffhausen

Ankommen in Schaffhausen heißt, am Hochrhein aus dem Zug zu steigen.

Rund 39 000 Menschen leben in der größten Stadt des gleichnamigen Kantons.

Vom Bahnhof sind es nur wenige Schritte in die Altstadt und hinauf zum Munot.

Wer mag, fährt von hier in kurzer Zeit weiter zum tosenden Rheinfall.

So ist der Grenzbahnhof ein guter Startpunkt für einen Ausflug an den Hochrhein.

Bahnhof Schaffhausen SBB
Foto: Whgler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Seit wann hat Schaffhausen einen Bahnhof?
Der Bahnhof wurde am 16. April 1857 mit der Rheinfallbahn nach Winterthur eröffnet; das heutige Bahnhofsgebäude kam 1869 hinzu.
Warum gehört der Bahnhof zwei Bahnen?
Schaffhausen liegt an der Grenze; der Gemeinschaftsbahnhof gehört zu rund 65 Prozent den Schweizerischen Bundesbahnen und zu etwa 35 Prozent der deutschen Seite.
Welche Züge halten in Schaffhausen?
Schweizer Züge fahren über Bülach nach Zürich, über Andelfingen nach Winterthur und über Stein am Rhein nach Romanshorn; deutsche Züge verbinden die Stadt mit Singen, Friedrichshafen und Stuttgart.
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
In wenigen Minuten zu Fuß liegen die Altstadt mit ihren rund 300 Erkern und der Munot, eine runde Festung aus dem 16. Jahrhundert.
Wie weit ist es zum Rheinfall?
Der Rheinfall, der größte Wasserfall Europas, liegt südwestlich der Stadt bei Neuhausen am Rheinfall und ist von Schaffhausen aus schnell erreichbar.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Winterthur – Winterthur ist der nächste große Halt an der historischen Rheinfallbahn.

→ Ortstermin Schwarzwaldbahn: 149 km, 39 Tunnel, 650 Höhenmeter – die Gebirgsbahn von Offenburg nach Konstanz – Konstanz am Bodensee liegt an der Hochrheinstrecke Richtung Osten.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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