Ortstermin
„Einfahrt am Moskauer Bahnhof: Der Sapsan nach Moskau wartet am Newski-Prospekt.“
Der Bahnhof Sankt Petersburg Moskowski, das Tor nach Moskau
→ Ein Ortstermin am Newski-Prospekt in Sankt Petersburg.
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Kurz gesagt
Der Moskauer Bahnhof, russisch Moskowski woksal, ist einer der fünf Hauptbahnhöfe von Sankt Petersburg. Er entstand 1847 mit der Eisenbahn nach Moskau und wurde vom Architekten Konstantin Thon entworfen.
Am Ende des berühmten Newski-Prospekts steht der Moskauer Bahnhof von Sankt Petersburg.
Er entstand schon 1847, als die erste große Eisenbahn Russlands die beiden größten Städte verband.
Sein Empfangsgebäude hat in Moskau einen fast baugleichen Zwilling.
Heute starten von hier die schnellen Sapsan-Züge nach Moskau.

Einer von fünf Hauptbahnhöfen
Der Moskauer Bahnhof gehört zu den fünf Hauptbahnhöfen von Sankt Petersburg.
Sein russischer Name lautet Московский вокзал, also Moskowski woksal.
Vor allem im Fernverkehr nach Moskau ist er ein wichtiger Knotenpunkt.
Von hier aus erreicht man zudem viele weitere Regionen Russlands.
Damit ist er einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Stadt an der Newa.

Die Nikolai-Bahn von 1847
Der Bahnhof und sein Empfangsgebäude entstanden im Jahr 1847.
Anlass war die Teileröffnung der Bahnstrecke von Sankt Petersburg nach Moskau, auch Nikolai-Bahn genannt.
Der durchgehende Verkehr bis Moskau wurde 1851 aufgenommen.
Sie war eine der ersten großen Fernbahnen des russischen Reiches.
Die rund sechshundertfünfzig Kilometer lange Strecke verläuft über weite Abschnitte fast schnurgerade.

Gut zu wissen
Der Moskauer Bahnhof in Sankt Petersburg entstand 1847 mit der Bahnstrecke nach Moskau und wurde von Konstantin Thon entworfen.
Bis 1917 hieß er Nikolai-Bahnhof, von 1917 bis 1924 Oktoberbahnhof, ehe er seinen heutigen Namen erhielt.
Er ist einer der fünf Hauptbahnhöfe der Stadt; seit 2009 starten hier die Sapsan-Schnellzüge nach Moskau.
Ein Werk von Konstantin Thon
Das Empfangsgebäude entwarf der angesehene russisch-deutsche Architekt Konstantin Thon.
Thon zählte zu den bedeutendsten Baumeistern des Russland seiner Zeit.
Von ihm stammen auch der Große Kremlpalast und die Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau.
Sein Stil verband klassische Formen mit russischen Motiven.
So erhielt der Bahnhof von Anfang an ein würdiges, repräsentatives Gesicht.

Zwillinge an beiden Enden
Konstantin Thon war auch am Endbahnhof der Strecke in Moskau maßgeblich beteiligt.
Dieser heißt heute Leningrader Bahnhof und trug früher ebenfalls den Namen Nikolai-Bahnhof.
Weil beide Bahnhöfe demselben Architekten folgen, gleichen sie einander wie Zwillinge.
So begrüßt dieselbe Fassade die Reisenden am Anfang und am Ende der Fahrt.
Für Reisende zwischen den beiden Städten entsteht so ein vertrautes Bild.

Vom Nikolai- zum Moskauer Bahnhof
Bis 1917 trug der Bahnhof den Namen Nikolai-Bahnhof.
Der erste Name ehrte Zar Nikolaus I., unter dem die Strecke gebaut wurde.
Von 1917 bis 1924 hieß er zu Ehren der Oktoberrevolution Oktoberbahnhof.
Erst danach erhielt er seinen heutigen Namen Moskauer Bahnhof.
So spiegeln die Namen die wechselvolle Geschichte Russlands wider.

Umbauten im 20. Jahrhundert
Größere Umbauten erlebte das Gebäude in den Jahren 1950 bis 1952 sowie 1967.
Dabei wurde der Bahnhof den wachsenden Anforderungen des Verkehrs angepasst.
Das historische Gesicht zur Straße blieb jedoch erhalten.
Bei allen Umbauten blieb er stets der wichtigste Zugang zur Strecke nach Moskau.
So verbindet der Bau alte und neue Teile unter einem Namen.

Der Sapsan nach Moskau
Seit 2009 verkehrt zwischen Sankt Petersburg und Moskau der Hochgeschwindigkeitszug Sapsan.
Er bewältigt die rund sechshundertfünfzig Kilometer lange Strecke in etwa vier Stunden.
Der Name Sapsan bedeutet auf Russisch Wanderfalke.
Der Zug beginnt und endet seine Fahrt am Moskauer Bahnhof.
Damit ist er die schnellste Verbindung zwischen den beiden größten Städten Russlands.

Anschluss an die Metro
In den 1950er Jahren wurde der Bahnhof an das neu entstandene U-Bahn-Netz angeschlossen.
Heute ist er über zwei Metrostationen direkt zu erreichen.
Diese heißen Ploschtschad Wosstanija und Majakowskaja.
Über die beiden Stationen gelangt man rasch in alle Teile der Stadt.
Damit ist der Bahnhof fest in den Nahverkehr der Millionenstadt eingebunden.

Fern- und Nahverkehr
Im Fernverkehr halten hier vor allem die Züge nach Moskau.
Darunter sind auch die schnellen Verbindungen, die die beiden größten Städte Russlands verbinden.
Im Nahverkehr werden Ziele wie Wolchow und Weliki Nowgorod bedient.
So dient der Bahnhof zugleich dem weiten Land und dem näheren Umland.

Ankommen in Sankt Petersburg
Der Moskauer Bahnhof steht mitten am Newski-Prospekt, der berühmten Hauptstraße der Stadt.
Direkt davor öffnet sich der weite Platz Ploschtschad Wosstanija.
Sankt Petersburg wurde 1703 von Zar Peter dem Großen gegründet und war lange die Hauptstadt des russischen Reiches.
Nicht umsonst gilt die Stadt mit ihren Kanälen als das Venedig des Nordens.
Von hier aus ist es nicht weit bis zum historischen Zentrum mit seinen Palästen und Kanälen.
So empfängt der Bahnhof seine Gäste mitten im Herzen der einstigen Zarenhauptstadt.
