Ortstermin
„Nächster Halt Rouen Rive-Droite, Ausgang zur Altstadt und zur Kathedrale auf der rechten Seite.“
Der Bahnhof Rouen, ein Jugendstilbau am rechten Seineufer
→ Ein Ortstermin in der Normandie.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Rouen-Rive-Droite ist der Hauptbahnhof der normannischen Stadt und ein Werk des Jugendstils. Der heutige Bau wurde am 4. Juli 1928 eingeweiht und geht auf den Architekten Adolphe Dervaux zurück.
Wer nach Rouen fährt, steigt an einem Bahnhof aus, dessen Fassade im Jugendstil geschwungen ist.
Die Stadt an der Seine ist die Hauptstadt der Normandie und blickt auf eine lange, oft bewegte Geschichte zurück.
Dieser Ortstermin stellt den Bahnhof Rive-Droite vor und zeigt, was von seinen Gleisen aus zu erreichen ist.

Ein Bahnhof im Jugendstil
Der Bahnhof Rouen trägt offiziell den Namen Rive-Droite, weil er am rechten Ufer der Seine liegt.
Seine Fassade ist im Stil des Jugendstils gestaltet und fällt schon von außen durch ihre geschwungenen Formen auf.
Den Entwurf lieferte der Architekt Adolphe Dervaux, die bildhauerische Ausstattung stammt von Camille Lefèvre.
Der heutige Bau wurde am 4. Juli 1928 durch den damaligen Staatspräsidenten Gaston Doumergue eingeweiht.
Damit ist der Bahnhof selbst ein Denkmal, das man vor dem Betreten der Stadt kaum übersehen kann.

Von der Rue Verte zur Rive-Droite
Die Geschichte des Bahnhofs reicht bis ins Jahr 1847 zurück, als der Abschnitt von Rouen nach Le Havre eröffnet wurde.
Damals hieß die Station noch Rue Verte, nach der Straße, an der sie lag.
Erst später erhielt sie den heutigen Namen Rive-Droite.
Zuvor hatte die Strecke ihren Endpunkt auf der anderen Seineseite, am späteren Bahnhof Saint-Sever.
Mit dem Neubau von 1928 bekam Rouen schließlich das repräsentative Empfangsgebäude, das bis heute steht.

Gut zu wissen
Der heutige Bahnhof Rive-Droite wurde am 4. Juli 1928 eingeweiht.
Für das Jahr 2024 nennt die Bahn für den Bahnhof mehr als sieben Millionen Reisende.
Die Stadt Rouen ist die Hauptstadt der Region Normandie und zählte 2023 rund 117.000 Einwohner.
Wohin die Züge fahren
Der Bahnhof liegt an der wichtigen Strecke von Paris nach Le Havre.
Über diese Linie erreichen Reisende sowohl die Hauptstadt als auch die Hafenstadt an der Seinemündung.
Regionalzüge verbinden Rouen außerdem mit Dieppe, Caen und Amiens.
Dazu kommen schnelle Fernzüge, die teils als TGV von Le Havre bis nach Marseille durchfahren.
Der Bahnhof verfügt über acht Gleise und bündelt so den Verkehr der Region.

Ein Hauptbahnhof mit viel Betrieb
Rive-Droite ist der meistgenutzte Bahnhof der Stadt und zählt zu den großen Stationen der Normandie.
Für das Jahr 2024 nennt die Bahn hier mehr als sieben Millionen Reisende.
Besonders dicht ist der Verkehr in Richtung Paris, dem größten Ziel vieler Fahrgäste.
Seit dem Jahr 1994 besteht am Bahnhof ein Übergang zum städtischen Nahverkehr.
So ist der Bahnhof zugleich Fernbahnhof und Knotenpunkt des örtlichen Verkehrs.

Die Halle und ihr Schmuck
Hinter der geschwungenen Fassade liegt eine weite Bahnhofshalle.
Die bildhauerischen Arbeiten im und am Gebäude gehen auf Camille Lefèvre zurück.
Eine Tafel im Bahnhof erinnert an die Einweihung durch Gaston Doumergue im Jahr 1928.
Der Jugendstil zeigt sich in den Fenstern, den Bögen und der Gestaltung der Flächen.
So verbindet der Bau die Technik des Bahnverkehrs mit dem Kunstempfinden seiner Entstehungszeit.

Die Altstadt und die Kathedrale
Vom Bahnhof führt die Rue Jeanne d’Arc geradewegs in die Altstadt hinein.
Dort steht die gotische Kathedrale von Rouen, deren Fassade erst im 16. Jahrhundert vollendet wurde.
Ihr Butterturm, die Tour de Beurre, soll der Überlieferung nach durch den Verkauf von Ablässen finanziert worden sein.
Rund um die Kathedrale haben sich viele Fachwerkhäuser erhalten, für die Rouen bekannt ist.
Die Kirche Saint-Maclou und die Abteikirche Saint-Ouen zählen zu den weiteren großen Bauten der Gotik.

Jeanne d’Arc und der Vieux-Marché
Rouen ist eng mit dem Schicksal der Jeanne d’Arc verbunden.
Auf dem Platz Vieux-Marché wurde sie am 30. Mai 1431 verurteilt und verbrannt.
Heute steht in der Mitte des Platzes eine moderne Kirche, die ihren Namen trägt.
Der Bergfried des alten Schlosses, der Tour Jeanne d’Arc, erinnert ebenfalls an sie.
So ist der Platz ein stiller, aber vielbesuchter Ort der Erinnerung.

Monet, Museen und der Gros-Horloge
Der Maler Claude Monet widmete der Kathedrale von Rouen eine ganze Bilderserie.
Einige dieser Gemälde hängen heute im Musée d’Orsay in Paris.
Das Museum der Schönen Künste in Rouen selbst zeigt Werke von Monet und Géricault.
Über die Rue du Gros-Horloge spannt sich eine astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert.
Damit reiht sich ein Höhepunkt an den nächsten, kaum einen Spaziergang vom Bahnhof entfernt.

Ankommen in Rouen
Ankommen in Rouen heißt, aus einem Jugendstilbau unmittelbar in eine mittelalterliche Stadt zu treten.
Die Altstadt, die Kathedrale und die Seine liegen alle in bequemer Gehweite.
Wer mag, nimmt am Bahnhof die Straßenbahn und fährt tiefer in die Stadt hinein.
Von Rouen aus erreicht man mit dem Zug auch die Küste der Normandie.
So ist der Bahnhof Rive-Droite ein schöner Auftakt für einen Besuch an der Seine.

Häufige Fragen
Wie heißt der Hauptbahnhof von Rouen?
In welchem Stil ist der Bahnhof Rouen gebaut?
Wer hat den Bahnhof Rouen entworfen?
An welcher Strecke liegt Rouen?
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Weiterfahrt
→ Paris Gare de Lyon, der Bahnhof mit dem 64-Meter-Uhrturm – die Hauptstadt am anderen Ende der Strecke
