Ortstermin
„Achtung an Gleis 1, der TGV nach Paris-Est fährt in wenigen Minuten, bitte steigen Sie ein.“
Der Bahnhof Reims, Startpunkt in die Stadt der Krönungen
→ Ein Ortstermin in der Champagne.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Reims bringt Reisende seit 1858 in die alte Krönungsstadt der französischen Könige. In nur 45 Minuten rollt der TGV von hier nach Paris.
Reims in der Champagne ist die Stadt, in der Frankreichs Könige gekrönt wurden.
Ihr Bahnhof liegt an einer breiten Esplanade und schickt schnelle Züge in die Hauptstadt.
Ein Ortstermin führt vom Bahnsteig zur gotischen Kathedrale und in die Keller des Champagners.

Ein Bahnhof der Ardennenbahn
Der Bahnhof Reims wurde am 10. Juni 1858 von der Compagnie des chemins de fer des Ardennes eröffnet.
Diese Ardennenbahn verband die Champagne mit dem Norden Frankreichs und brachte die Schiene in die alte Krönungsstadt.
Den Entwurf des Empfangsgebäudes lieferte der Architekt Félix Langlais.
Seit der Eröffnung ist der Bahnhof das Tor, durch das Reisende die Stadt betreten.
Über die Jahrzehnte wuchs er mit der Stadt und ihren Verbindungen.
Heute steht er für die Mischung aus Geschichte und schnellem Fernverkehr.

Die Halle als Baudenkmal
Die Bahnsteighalle trägt seit dem 16. September 2011 das französische Siegel „Patrimoine du XXe siècle“, das bedeutende Bauten des zwanzigsten Jahrhunderts auszeichnet.
Hinter ihr liegen vier Bahnsteige an insgesamt acht Gleisen.
Der Bahnhof gehört der staatlichen SNCF, die ihn auch betreibt.
Von außen empfängt er die Reisenden an der weiten Esplanade François Mitterrand mitten in der Stadt.
Seine Lage auf etwa 84 Metern Höhe macht ihn zum ebenerdigen Startpunkt für den Weg in die Altstadt.
Wer aussteigt, hat die Türme der Kathedrale schon fast in Blickweite.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Reims wurde 1858 eröffnet und gehört heute der SNCF.
Seit der Eröffnung der LGV Est im Jahr 2007 erreicht der TGV Paris in rund 45 Minuten.
Die Bahnsteighalle trägt seit 2011 das Siegel „Patrimoine du XXe siècle“.
Der TGV nach Paris
Den größten Sprung brachte die Schnellfahrstrecke LGV Est, die am 10. Juni 2007 eröffnet wurde.
Seitdem fährt der TGV ohne Umweg von Reims zum Pariser Bahnhof Gare de l’Est.
Die Fahrt in die Hauptstadt dauert nur etwa 45 Minuten.
Die schnellen Fernzüge tragen heute den Namen TGV inOui.
Damit rückte Reims für viele Pendler und Ausflügler in greifbare Nähe zu Paris.
Der Bahnhof wurde so zu einem Tor zwischen Champagne und Metropole.

Fahrgäste und Verbindungen
Neben dem Fernverkehr bedient der Bahnhof den Regionalverkehr der Region Grand Est.
Unter dem Namen TER Fluo Grand Est fahren Züge in die Städte und Dörfer der Umgebung.
Im Jahr 2024 zählte der Bahnhof rund fünf Millionen Reisende.
Damit gehört er zu den wichtigen Knoten im Osten Frankreichs.
Fernzüge und Nahverkehr treffen sich unter einem Dach.
So verbindet der Bahnhof das schnelle Reisen mit dem Alltag der Region.

Vom Bahnsteig zur Kathedrale
Vom Bahnhof aus ist die Altstadt von Reims in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
Die breite Esplanade führt geradewegs in Richtung Zentrum.
Schon nach kurzer Zeit tauchen die steinernen Türme der Kathedrale über den Dächern auf.
Der Weg vom Gleis zur gotischen Fassade ist kurz und bequem.
So wird der Bahnsteig zum Ausgangspunkt für einen Gang durch tausend Jahre Geschichte.
Viele Besucher beginnen ihren Rundgang daher direkt am Bahnhofsvorplatz.

Die Stadt der Krönungen
Reims wird in Frankreich die „cité des sacres“ genannt, die Stadt der Krönungen.
Hier wurde im Jahr 496 der Frankenkönig Chlodwig von Bischof Remigius getauft.
Über Jahrhunderte ließen sich die französischen Könige in Reims weihen.
Die Reihe reicht von Philipp II. August, der 1179 gesalbt wurde, bis zu Karl X. im Jahr 1825.
Im Jahr 1429 ließ Jeanne d’Arc den König Karl VII. in der Kathedrale weihen.
Kaum eine andere Stadt Frankreichs trägt so viel Königsgeschichte in sich.

Die gotische Kathedrale
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale Notre-Dame, ein Hauptwerk der französischen Gotik.
Seit 1991 gehört sie zum Welterbe der UNESCO, gemeinsam mit der Abtei Saint-Remi und dem Palais du Tau.
Im Jahr 1914 beschädigten deutscher Beschuss und ein Brand das Bauwerk schwer.
Die zerstörte Kathedrale wurde im Krieg zu einem vielzitierten Bild in Frankreich.
Seit dem Ende des Ersten Weltkriegs wird sie in internationaler Zusammenarbeit wiederhergestellt.
Heute steht sie wieder in voller Höhe über der Altstadt.

Palast, Basilika und Champagner
Direkt neben der Kathedrale liegt der Palais du Tau, der frühere Erzbischofspalast.
Er wurde zwischen 1498 und 1509 erbaut und 1675 teilweise erneuert.
Während der Krönungen diente er als Wohnsitz der Könige und als Ort festlicher Bankette.
Die Basilika Saint-Remi, im 11. Jahrhundert gegründet, gilt als größte romanische Kirche Nordfrankreichs.
Aus der Römerzeit stammt die Porte de Mars, ein mächtiges Tor aus dem dritten oder vierten Jahrhundert.
Unter der Stadt reifen in kilometerlangen Kellern die berühmten Champagner der großen Häuser.

Ankommen in Reims
Reims empfängt seine Gäste mit einer weiten Esplanade und dem Blick auf die Türme der Kathedrale.
Zwischen Königsgeschichte, Gotik und prickelndem Wein entfaltet die Stadt ihren eigenen Reiz.
Der schnelle TGV macht sie zu einem leichten Ziel für einen Tag oder ein Wochenende.
Der Bahnhof Reims ist damit mehr als ein Halt, er ist der Auftakt zu einer Reise in die Champagne.
Ein Ortstermin in Reims verbindet die Freude am Bahnfahren mit großer Geschichte.

Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Reims eröffnet?
Wie lange dauert die Zugfahrt von Reims nach Paris?
Wie viele Bahnsteige hat der Bahnhof Reims?
Was kann man vom Bahnhof aus in Reims entdecken?
Warum ist Reims berühmt?
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