Ortstermin
„Willkommen in Nagano, der Shinkansen aus Tokio endet hier, zum Zenkō-ji geht es geradeaus durch den Nordausgang.“
Der Bahnhof Nagano, Tor zum Tempel Zenkō-ji
→ Ein Ortstermin in den japanischen Alpen.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Nagano wurde 1888 eröffnet und ist der größte Bahnhof der Präfektur. Seit dem 1. Oktober 1997, kurz vor den Olympischen Winterspielen 1998, hält hier der Shinkansen aus Tokio.
Nagano ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur in den japanischen Alpen.
Die Stadt entstand als Tempelstadt rund um den berühmten Tempel Zenkō-ji.
Weltweit bekannt wurde sie 1998 als Austragungsort der Olympischen Winterspiele.

Ein Bahnhof seit 1888
Der Bahnhof Nagano wurde am 1. Mai 1888 eröffnet.
Er lag an der Shin’etsu-Linie, die das Hochland mit dem Rest des Landes verband.
Lange war er ein wichtiger Umsteigepunkt im Bergland der Präfektur.
Seit der Aufteilung der japanischen Staatsbahn gehört er 1987 zum Unternehmen JR East.
Bis heute ist er der größte Bahnhof der Präfektur Nagano.

Der Shinkansen kommt 1997
Am 1. Oktober 1997 erreichte der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen Nagano.
Die neue Strecke endete zunächst in Nagano und wurde lange Nagano-Shinkansen genannt.
Sie ging kurz vor den Olympischen Winterspielen 1998 in Betrieb.
Von Tokio aus ist Nagano seitdem in gut einer Stunde erreichbar.
Rund 220 Kilometer trennen den Bahnhof von der Hauptstadt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Nagano wurde am 1. Mai 1888 eröffnet und gehört heute zu JR East. Seit 1997 hält hier der Shinkansen aus Tokio.
Der Bahnhof hat sieben Bahnsteige, darunter zwei für den Shinkansen und zwei der unterirdischen Nagano-Elektrobahn. Vom Nordausgang führt eine gerade Straße zum Tempel Zenkō-ji.
Sieben Bahnsteige auf mehreren Ebenen
Der Bahnhof hat insgesamt sieben Bahnsteige.
Zwei davon liegen erhöht und dienen dem Shinkansen.
Drei weitere ebenerdige Bahnsteige nehmen die Nahverkehrszüge von JR East auf.
Unter der Erde hält zudem die private Nagano-Elektrobahn an zwei Bahnsteigen.
So treffen im Bahnhof Fernzüge, Regionalzüge und eine Stadtbahn zusammen.

Drei Bahngesellschaften unter einem Dach
Den Bahnhof teilen sich mehrere Gesellschaften.
JR East betreibt den Shinkansen und die meisten Nahverkehrslinien.
Die Shinano Railway übernahm nach dem Bau des Shinkansen einen Teil der alten Hauptstrecke.
Die Nagano-Elektrobahn führt von hier in die umliegenden Orte und zu den Thermalbädern.

Ein Lied zur Abfahrt
Seit Januar 2015 ertönt auf den Shinkansen-Bahnsteigen ein besonderes Signal.
Statt eines einfachen Tons erklingt das alte Präfekturlied Shinano no Kuni.
Es erinnert an die frühere Provinz Shinano, aus der die Präfektur Nagano hervorging.
Für viele Reisende gehört die Melodie fest zur Abfahrt dazu.

Tor zu den Bergen
Nagano ist ein guter Ausgangspunkt für Fahrten in die japanischen Alpen.
Von hier erreicht man Skigebiete, Thermalquellen und Wanderwege.
Bei den Winterspielen 1998 brachte die Bahn Sportler und Zuschauer in die Region.
Noch heute ist der Bahnhof im Winter ein beliebter Umsteigepunkt für Wintersportler.

Zahlen und Alltag
Täglich nutzen viele tausend Menschen den Bahnhof.
Nach Zahlen von 2015 stiegen bei JR East im Schnitt rund 21.000 Fahrgäste am Tag ein.
Bei der Nagano-Elektrobahn waren es etwa 5000 Reisende.
Rund um den Bahnhof liegen Kaufhäuser, Hotels und die Zugänge zur Innenstadt.

Die Tempelstadt Zenkō-ji
Nagano wuchs über Jahrhunderte als Tempelstadt vor den Toren des Zenkō-ji.
Dieser buddhistische Tempel geht der Überlieferung nach auf das 7. Jahrhundert zurück.
Er zählt zu den bekanntesten Pilgerzielen Japans.
Vom Bahnhof führt eine schnurgerade Straße hinauf zum Tempeltor.

Ankommen in Nagano
Vom Nordausgang des Bahnhofs sind es rund zwei Kilometer bis zum Zenkō-ji.
Die breite Chūō-dōri führt als alte Pilgerstraße geradewegs auf den Tempel zu.
Unterwegs laden Teehäuser, Läden und kleine Schreine zum Verweilen ein.
Im Winter locken die nahen Berge mit Schnee und heißen Quellen.
Bekannt sind auch die Affen von Jigokudani, die sich in einem warmen Bad aufwärmen.

Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Häufige Fragen
Seit wann hat Nagano einen Bahnhof?
Seit wann hält der Shinkansen in Nagano?
Wie lange dauert die Fahrt von Tokio?
Welche Bahnen treffen sich im Bahnhof?
Wie kommt man zum Zenkō-ji?
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