Der Bahnhof Immendingen, wo drei Bahnlinien und die Donau zusammenkommen

Ortstermin

„Nächster Halt Immendingen, bitte zum Bahnknoten an der jungen Donau aussteigen.“

Der Bahnhof Immendingen, wo drei Bahnlinien und die Donau zusammenkommen

→ Ein Ortstermin an der oberen Donau im Landkreis Tuttlingen.

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Kurz gesagt

Immendingen ist für seine Größe ein erstaunlich bedeutender Eisenbahnknoten. Hier treffen drei Bahnlinien zusammen, und ganz in der Nähe versinkt die Donau im Untergrund.

Immendingen ist eine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen und liegt an der oberen Donau.

Für ihre Größe ist sie ein erstaunlich bedeutender Eisenbahnknoten, an dem gleich drei Bahnlinien zusammenlaufen.

Wer hier aussteigt, ist nur einen kurzen Weg von der berühmten Donauversinkung entfernt.

Bahnhof Immendingen
Foto: Donautalbahner, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Knoten dreier Linien

Im Bahnhof Immendingen trifft die Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz auf die Zweigstrecke nach Tuttlingen.

Außerdem ist Immendingen Ausgangspunkt für die Züge der Wutachtalbahn über Blumberg nach Waldshut.

Der Abschnitt bis Blumberg wird seit 2004 wieder regelmäßig als Teil des Ringzug-Konzepts bedient.

Neben dem Bahnhof gibt es die Haltepunkte Immendingen Mitte und Immendingen Zimmern.

So ist der kleine Ort in mehrere Richtungen zugleich mit der Schiene verbunden.

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Foto: Szeder László, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Abzweigbahnhof

Der Bahnhof Immendingen ist ein Abzweigbahnhof, an dem die Bahnstrecke von Plochingen in die Schwarzwaldbahn einmündet.

Die Züge der Wutachtalbahn zweigen im benachbarten Bahnhof Hintschingen ab.

Bis zum Bau der Verbindungskurve Tuttlingen–Hattingen im Jahr 1934 war Immendingen zudem Endpunkt der Züge aus Richtung Stuttgart.

Damit lag der Ort lange an einer wichtigen Nahtstelle des süddeutschen Netzes.

Bis heute merkt man dem Bahnhof diese Rolle als Umsteige- und Verzweigungspunkt an.

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Foto: Szeder László, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Immendingen ist ein Eisenbahnknoten an der Schwarzwaldbahn Offenburg–Konstanz mit Abzweigen nach Tuttlingen und über Blumberg nach Waldshut.

Der Abschnitt der Wutachtalbahn bis Blumberg wird seit 2004 wieder regelmäßig im Ringzug bedient.

Die Donauversinkung nahe dem Ort ist ein Naturdenkmal im Naturpark Obere Donau.

Als hier die Grenze verlief

Am 15. Juni 1868 eröffneten die badischen Staatseisenbahnen den Abschnitt der Schwarzwaldbahn zwischen Engen und Donaueschingen.

Damit erhielt Immendingen seinen Eisenbahnzugang.

Drei Jahre später weihten die württembergischen Staats-Eisenbahnen am 26. Juli 1870 die knapp zehn Kilometer lange Strecke von Tuttlingen nach Immendingen ein.

So bestand eine durchgehende Verbindung von Immendingen über Tübingen bis Stuttgart.

Immendingen wurde damit zum Grenzbahnhof zwischen Baden und Württemberg.

Immendingen Train Station panoramio
Foto: Eduardo Manchon, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Schwarzwaldbahn wird vollendet

Erst 1873 stellte Baden die letzten Abschnitte der Schwarzwaldbahn fertig.

Damit war die kühne Gebirgsstrecke von Offenburg bis zum Bodensee durchgehend befahrbar.

Immendingen lag nun an einer der bedeutendsten Strecken des Landes.

Zusätzliches Gewicht bekam der Ort durch die im nahen Tuttlingen abzweigenden Strecken.

Immendingen Train Station panoramio Eduardo Manchon
Foto: Eduardo Manchon, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Ringzug hält wieder

Heute gehört Immendingen zum Netz des Ringzugs, der die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg verbindet.

Die Wiederbelebung des Abschnitts nach Blumberg brachte den Bahnhof zurück in den Alltag der Pendler.

Regional-Express-Züge auf der Schwarzwaldbahn verbinden den Ort mit Villingen und dem Bodensee.

So ist der historische Knoten weiter ein lebendiger Umsteigepunkt.

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Foto: Schermuuser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wo die Donau versinkt

Wenige Schritte vom Ort entfernt liegt eine der bekanntesten Naturerscheinungen der Region.

An der Donauversinkung verschwindet das Wasser der jungen Donau an manchen Tagen fast vollständig im Untergrund.

In Immendingen hat sich dafür der Name Donauversinkung durchgesetzt.

Das versickerte Wasser tritt später weiter südlich in der Aachquelle wieder zutage.

Die Donauversinkung ist ein ausgewiesenes Naturdenkmal im Naturpark Obere Donau.

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Foto: Schermuuser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwei Schlösser und alte Kirchen

Das Obere Schloss aus dem 12. Jahrhundert dient heute als Rathaus der Gemeinde.

Das Untere Schloss aus dem 13. Jahrhundert diente lange einer Gießerei und Maschinenfabrik als Produktionsstätte.

Seit 2009 ist es im Besitz der Gemeinde, ein Verein unterstützt die Sanierung.

Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul hat eine über sieben Jahrhunderte lange Baugeschichte.

Die evangelische Versöhnungskirche von 1966 steht für die Kirchenarchitektur der Nachkriegszeit.

Bahnhof Immendingen panoramio
Foto: qwesy qwesy, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Teststrecken am Ortsrand

Auf dem Gelände einer früheren Kaserne entstand in Immendingen ein großes Prüf- und Technologiezentrum des Autoherstellers Daimler.

2018 wurde die Anlage mit rund zwanzig Teststrecken eröffnet.

Nach Angaben des Unternehmens wurden dort rund 200 Millionen Euro investiert.

Seither werden in Immendingen viele Fahrzeugerprobungen des Konzerns gebündelt.

Bahnhof Immendingen, BW
Foto: Konrad Wojtowitsch, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Immendingen

Ankommen in Immendingen heißt, an einem Bahnhof auszusteigen, der größer wirkt als der Ort selbst.

Vom Bahnsteig sind es nur wenige Minuten bis ans Ufer der jungen Donau.

Wer den Wegweisern folgt, steht bald an der Stelle, an der der Fluss im Untergrund verschwindet.

Das Obere Schloss über dem Ort lädt anschließend zu einem Blick über die Dächer ein.

So verbindet ein Besuch die Welt der Bahn mit einem kleinen Naturwunder.

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Foto: UNTERMVIERENBERGE-2, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Warum ist Immendingen ein Eisenbahnknoten?
Weil hier die Schwarzwaldbahn, die Strecke nach Tuttlingen und die Wutachtalbahn zusammenlaufen.
Seit wann hat Immendingen einen Bahnhof?
Seit dem 15. Juni 1868, als die badische Schwarzwaldbahn zwischen Engen und Donaueschingen eröffnet wurde.
Was hat es mit der Donauversinkung auf sich?
Nahe dem Ort versickert das Wasser der jungen Donau im Untergrund und tritt weiter südlich in der Aachquelle wieder aus.
Fahren heute noch regelmäßig Züge nach Blumberg?
Ja, der Abschnitt bis Blumberg wird seit 2004 wieder als Teil des Ringzug-Konzepts bedient.
War Immendingen einmal ein Grenzbahnhof?
Ja, der Ort war Grenzbahnhof zwischen Baden und Württemberg an der Verbindung Richtung Stuttgart.

Weiterfahrt

→ Der Bahnhof Tuttlingen, Drehscheibe an der jungen Donau – Tuttlingen ist über eine kurze Zweigstrecke direkt mit Immendingen verbunden.

→ Der Bahnhof Donaueschingen, wo die Donau ihren Namen bekommt – Donaueschingen an der jungen Donau liegt auf der Schwarzwaldbahn nur wenige Minuten entfernt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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