Ortstermin
„Nächster Halt Besigheim, bitte zur Fachwerkstadt über Enz und Neckar aussteigen.“
Der Bahnhof Besigheim, wo Enz und Neckar zusammenfinden
→ Ein Ortstermin in der Region Stuttgart am Neckar.
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Kurz gesagt
Besigheim ist eine mittelalterliche Fachwerkstadt über dem Zusammenfluss von Enz und Neckar. Der Halt an der Frankenbahn liegt rund 500 Meter vor den Toren der alten Stadt.
Besigheim ist eine Kleinstadt im Landkreis Ludwigsburg, etwa 25 Kilometer nördlich von Stuttgart und 15 Kilometer südlich von Heilbronn.
Bekannt ist der Ort vor allem durch seine mittelalterliche Altstadt mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern.
Der Bahnhof an der Frankenbahn brachte die Stadt schon 1848 an das entstehende württembergische Schienennetz.

Ein Halt an der Frankenbahn
Der Bahnhof Besigheim liegt an der Frankenbahn, der Strecke von Stuttgart über Heilbronn nach Würzburg.
Stündlich verbindet der Metropolexpress MEX 18 den Ort mit Osterburken, Heilbronn, Stuttgart, Esslingen, Reutlingen und Tübingen.
Der MEX 12 verdichtet das Angebot zwischen Tübingen und Heilbronn auf einen annähernden Halbstundentakt.
In Tagesrandlage halten außerdem einzelne Regional-Express-Züge zwischen Stuttgart und Würzburg.
Formal gilt die Station wegen der abgebauten Weichen heute als Haltepunkt, nicht mehr als Bahnhof im engeren Sinn.

Die Nordbahn kommt 1848
Von den ersten Planungen an zeigten die Besigheimer Gemeinderäte großes Interesse an einem Anschluss an die geplante Nordbahn von Stuttgart nach Heilbronn.
Am 25. Juli 1848 eröffnete die Königlich Württembergische Staatsbahn den Abschnitt von Bietigheim nach Heilbronn.
Die Stadt zählte damals zusammen mit dem Husarenhof rund 2.400 Einwohner und erhoffte sich eine rasche Industrialisierung.
So gehörte Besigheim zu den früh mit der Eisenbahn verbundenen Orten am Neckar.
Damit war der Ort einer der ersten am unteren Neckar mit einem eigenen Bahnanschluss.

Gut zu wissen
Besigheim liegt an der Frankenbahn und wird stündlich vom MEX 18 zwischen Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Osterburken bedient.
Der Halt liegt rund 500 Meter vor der historischen Altstadt über Enz und Neckar.
Wegen der abgebauten Weichen gilt die Station heute betrieblich als Haltepunkt.
Ein Bahnhof vor den Toren
Der Bahnhof entstand rund 500 Meter vor den Toren der Stadt, auf den Wiesen und Feldern nahe der Landstraße nach Löchgau.
Das zweistöckige Empfangsgebäude blieb bis 1850 das einzige Bauwerk westlich der Enzbrücke.
Erst danach begann die Stadt, in diese Richtung zu wachsen, zunächst mit einem Wohnhaus.
Ein Jahr später, 1851, kam das Gasthaus Zur Eisenbahn hinzu.
Der Name des Gasthauses zeugt bis heute von dieser Aufbruchszeit.

Zwischen Begeisterung und Skepsis
Nach der Eröffnung äußerte sich der Gemeinderat auch kritisch und zählte die Nachteile der neuen Bahn auf.
Die Einwohnerschaft bestand zu großen Teilen aus Weingärtnerfamilien, den sogenannten Wengertern.
Von einer schnellen Verbindung in die großen Städte hatten diese zunächst wenig Nutzen.
Im Gegenteil, die Bahnlinie behinderte sie bei der Bewirtschaftung ihrer Grundstücke.
Erst mit den Jahren zeigte sich, wie sehr die Bahn den Ort dann doch veränderte.

Die Bahn und die Bundesstraße
Neben der Frankenbahn verläuft auch die Bundesstraße 27 durch Besigheim.
Seit 1991 wird der Durchgangsverkehr durch einen 178 Meter langen Tunnel unter der Altstadt hindurchgeleitet.
So bleibt der historische Kern vom Verkehr weitgehend verschont.
Wer mit der Bahn kommt, erreicht die geschützte Altstadt ohnehin bequem zu Fuß.

Fachwerk über dem Zusammenfluss
Die Altstadt von Besigheim erhebt sich auf einem schmalen Bergsporn über dem Zusammenfluss von Enz und Neckar.
Enge Gassen, ein historischer Marktplatz und dicht gestellte Fachwerkhäuser prägen das Bild.
Über den Dächern ragen die Türme der alten Stadtbefestigung auf.
Seit 2005 ist Besigheim ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Der schmale Bergsporn zwischen den beiden Flüssen gibt der Stadt ihre unverwechselbare Form.

Rathaus, Kirche und Brunnen
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Rathaus und die Pfarrkirche St. Hippolyt mit ihrem ummauerten Kirchhof.
In den Gassen finden sich das alte Backhaus, mehrere Laufbrunnen und das Gasthaus Rose.
Ein früherer Farrenstall und die alte Schule erzählen vom Alltag der Landstadt.
Vieles davon liegt nur wenige Schritte auseinander.

Eine Stadt des Weins
Rund um Besigheim ziehen sich die Weinberge die Hänge von Enz und Neckar hinauf.
Die Weingärtner prägten die Stadt über Jahrhunderte und tun es bis heute.
Steile Terrassen und Trockenmauern gehören zum vertrauten Bild der Landschaft.
Der Fluss, die Reben und die Türme ergeben zusammen ein oft gemaltes Panorama.
Bis heute prägt der Weinbau den Rhythmus des Jahres in Besigheim.

Ankommen in Besigheim
Ankommen in Besigheim heißt, den Halt vor den Toren zu verlassen und über die Enz auf den Bergsporn zuzugehen.
Schon nach wenigen Minuten öffnet sich die enge, hoch gelegene Altstadt.
Von den Mauern reicht der Blick hinab auf den Zusammenfluss von Enz und Neckar.
Wer Zeit hat, folgt einem der Wege hinauf in die Weinberge über der Stadt.
Zum Abschluss lädt ein Glas Wein aus den umliegenden Lagen zum Verweilen ein.

Häufige Fragen
Seit wann hat Besigheim einen Bahnhof?
Welche Züge halten in Besigheim?
Wie weit ist es vom Bahnhof in die Altstadt?
Warum liegt der Bahnhof außerhalb der Stadt?
Was macht Besigheim sehenswert?
Weiterfahrt
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