Ortstermin
„Nächster Halt Grabow in Mecklenburg; einer der ältesten Bahnhöfe des Landes, gleich dahinter beginnt die Fachwerkstadt.“
Der Bahnhof Grabow, einer der ältesten Bahnhöfe Mecklenburg-Vorpommerns
→ Ein Ortstermin in Grabow in Mecklenburg-Vorpommern.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Grabow wurde am 15. Oktober 1846 an der Berlin-Hamburger Bahn eröffnet und gehört damit zu den ältesten Bahnhöfen Mecklenburg-Vorpommerns. Das klassizistische Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz, und wenige Schritte weiter beginnt die alte Fachwerkstadt an der Elde.
Grabow ist eine kleine Fachwerkstadt an der Elde im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns.
Ihr Bahnhof liegt an einer der ältesten Bahnstrecken Deutschlands.
Er gehört zu den ältesten Bahnhöfen des ganzen Bundeslandes.

Ankunft an der Elde
Der Bahnhof Grabow liegt etwa 500 Meter nordöstlich des Stadtzentrums.
Wer aussteigt, hat die Altstadt in wenigen Minuten zu Fuß erreicht.
Gleich südöstlich des Bahnhofs überquert die Bahn den Fluss Elde.
Die Elde und ihre Kanäle prägen die ganze Gegend rund um die Stadt.
Grabow wirkt still, doch sein Bahnhof hat eine lange Geschichte.

Ein Bahnhof von 1846
Der Bahnhof Grabow wurde am 15. Oktober 1846 eröffnet.
An diesem Tag gingen an der neuen Strecke gleich fünf Stationen in Betrieb.
Gemeinsam sind sie die ältesten Bahnhöfe in ganz Mecklenburg-Vorpommern.
Grabow war damit von Anfang an dabei, als die Eisenbahn in den Norden kam.
Für die kleine Stadt bedeutete das den Anschluss an die weite Welt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Grabow liegt an der Berlin-Hamburger Bahn; im Zwei-Stunden-Takt hält hier die Linie RE 8 der ODEG.
Eröffnet wurde er am 15. Oktober 1846 und gehört damit zu den ältesten Bahnhöfen Mecklenburg-Vorpommerns; sein klassizistisches Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Sehenswert sind der historische Stadtkern mit Fachwerkhäusern, das Rathaus von 1727 und die Kirche St. Georg.
Die Berlin-Hamburger Bahn
Grabow liegt an der Berlin-Hamburger Bahn, einer der ersten großen Fernstrecken Deutschlands.
Schon 1841 hatten fünf Staaten einen Vertrag für ihren Bau geschlossen, darunter Preußen, Mecklenburg-Schwerin und Hamburg.
Der Bahnhof liegt am Streckenkilometer 163 und ist der letzte mecklenburgische Halt vor der Grenze zu Brandenburg.
Bis zum großen Eisenbahnknoten Ludwigslust sind es nur sieben Kilometer.
So verband die Strecke Grabow früh mit Berlin und Hamburg zugleich.

Ein Denkmal aus der Eröffnungszeit
Das Empfangsgebäude von Grabow stammt noch aus der Zeit der Eröffnung.
Es ist im klassizistischen Stil gehalten, schlicht und klar in seinen Formen.
Zusammen mit einigen weiteren Bauten im Bahnhofsbereich steht es unter Denkmalschutz.
So blieb ein Stück früher Eisenbahngeschichte bis heute erhalten.
Wer genau hinsieht, erkennt am Bahnhof das Alter der Strecke.

Wer heute in Grabow hält
Heute hält in Grabow die Regional-Express-Linie RE 8.
Sie wird von der ODEG betrieben und fährt im Zwei-Stunden-Takt.
Auf ihrem Weg verbindet sie unter anderem Wittenberge, Berlin und das weiter südlich gelegene Elsterwerda.
Ergänzt wird die Bahn durch Regionalbusse, die werktags fast stündlich nach Ludwigslust fahren.
Dazu kommen Rufbusse, die auch die kleinen Orte im Umland anbinden.

Die Fachwerkstadt
Grabow ist vor allem als Fachwerkstadt bekannt.
Im historischen Kern reihen sich Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert aneinander.
Das älteste Wohnhaus am Steindamm stammt sogar aus dem Jahr 1702.
Am Markt steht ein Rathaus von 1727, ein Fachwerkbau mit einem Mansarddach.
Es wurde errichtet, nachdem ein Stadtbrand 1725 den mittelalterlichen Vorgängerbau zerstört hatte.

Die Kirche St. Georg
Über die Dächer der Fachwerkstadt ragt die Stadtkirche St. Georg.
Sie ist ein gotischer Backsteinbau, dessen ältester Teil, der Chor, schon 1291 erwähnt wurde.
Im 14. Jahrhundert kam das dreischiffige Langhaus hinzu, im 15. Jahrhundert der mächtige Westturm.
Bei einem Brand 1725 brannten die alten Gewölbe aus.
Sie wurden danach durch ein Holzgewölbe im Chor und eine flache Decke im Langhaus ersetzt.

Eine alte Stadt am Fluss
Die Geschichte Grabows reicht weit zurück.
Schon 1186 erwähnte Papst Urban III. in einem Schreiben die Burg Grabow.
Im Jahr 1252 erhielt der Ort durch den Grafen von Dannenberg das Stadtrecht.
Später kam Grabow zum Fürstentum Mecklenburg, zu dem es lange gehörte.
Bis heute ist die Stadt Sitz eines Amtes, dem mehrere Gemeinden angehören.

Ankommen in Grabow
Ankommen in Grabow heißt, an einem der ältesten Bahnhöfe des Landes auszusteigen.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten in die Fachwerkstadt an der Elde.
Dort warten der Markt mit dem alten Rathaus und die Kirche St. Georg.
Wer mag, geht am Fluss entlang und schaut den Booten auf der Elde zu.
Und für die Weiterfahrt hält bald der nächste Zug Richtung Ludwigslust und Berlin.

Häufige Fragen
Wie alt ist der Bahnhof Grabow?
Welche Züge halten in Grabow?
Was macht Grabow als Stadt besonders?
Was ist an der Kirche St. Georg sehenswert?
Seit wann gibt es die Stadt Grabow?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Ludwigslust, an der alten Strecke zwischen Berlin und Hamburg – Der nahe Eisenbahnknoten mit dem Barockschloss liegt nur sieben Kilometer entfernt.
→ Der Bahnhof Parchim, Knoten einer Stadt, die lange auf die Bahn warten musste – Die Stadt an der Elbe liegt an derselben Bahn Richtung Berlin.
