Ortstermin
„Nächster Halt Gommern, Umstieg zur Wasserburg, zum Fürstengrab und in das Jerichower Land.“
Der Bahnhof Gommern, ein Stundentakt zwischen Burg und Fürstengrab
→ Ein Ortstermin in Sachsen-Anhalt.
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Kurz gesagt
Gommern ist eine kleine Stadt im Jerichower Land mit einer mittelalterlichen Wasserburg. Ihr Bahnhof liegt an der Strecke Biederitz–Trebnitz und wird im Stundentakt von Regional-Express-Zügen zwischen Magdeburg und Leipzig bedient.
Es gibt kleine Städte, die mehr Geschichte in sich tragen, als ihre Größe vermuten lässt.
Gommern im Jerichower Land ist so ein Ort, mit einer Wasserburg, einem berühmten Fürstengrab und einem Bahnhof, an dem noch regelmäßig Züge halten.
Dieser Ortstermin folgt den Gleisen von Magdeburg her und schaut, was die Stadt rund um den Bahnhof zu bieten hat.

Eine Stadt im Jerichower Land
Gommern ist eine Stadt im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt.
Sie liegt südöstlich von Magdeburg in einer Landschaft aus Wäldern, Seen und kleinen Flüssen.
In Gommern kreuzen sich die Bundesstraße 184 und die Bundesstraße 246a.
Die stärker befahrene B 184 wird heute über eine Ortsumgehung an der Stadt vorbeigeleitet.
So bleibt der Kern der Stadt ruhiger, als es die Lage an großen Straßen vermuten ließe.

Von Guntmiri zum Burgward
Gommern wurde im Jahr 948 in der Stiftungsurkunde für das Bistum Brandenburg erstmals erwähnt.
Damals trug der Ort den Namen „Guntmiri“ und hatte die Stellung eines Burgwards.
Im Jahr 965 schenkte Kaiser Otto I. den Ort dem Moritzkloster in Magdeburg.
Noch älter ist das 1990 auf dem Gerstenberg entdeckte Fürstengrab von Gommern.
Es weist auf eine Besiedlung des Gebietes schon im 3. Jahrhundert hin.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Gommern liegt an der Bahnstrecke Biederitz–Trebnitz, die am 1. Juli 1874 in Betrieb ging.
Er wird im Stundentakt von Regional-Express-Zügen der Linie Magdeburg–Zerbst–Dessau–Bitterfeld–Leipzig bedient.
Einzelne Züge fahren bis zur Lutherstadt Wittenberg.
In den Ortsteilen Wahlitz, Prödel und Lübs gibt es weitere Stationen an der Strecke.
Die Strecke Biederitz–Trebnitz
Der Bahnhof Gommern liegt an der Bahnstrecke Biederitz–Trebnitz.
Diese Strecke beginnt in Biederitz bei Magdeburg und führt über Güterglück in Richtung Dessau-Roßlau.
Gebaut wurde sie von der Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn-Gesellschaft und ging am 1. Juli 1874 zunächst eingleisig in Betrieb.
Im Jahr 1882 übernahmen die Preußischen Staatsbahnen die Strecke.
Als Teil der Verbindung Leipzig–Dessau–Magdeburg wurde sie 1923 elektrifiziert.

Ein Bahnhof im Stundentakt
Anders als bei manch kleiner Nebenbahn halten in Gommern noch regelmäßig Reisezüge.
Der Bahnhof wird im Stundentakt von Regional-Express-Zügen bedient.
Diese Linie verbindet Magdeburg über Zerbst, Dessau und Bitterfeld mit Leipzig.
Einzelne Züge fahren darüber hinaus bis zur Lutherstadt Wittenberg.
Damit ist Gommern für eine Stadt dieser Größe gut an das Bahnnetz angebunden.

Stationen in den Ortsteilen
Nicht nur der Bahnhof Gommern selbst liegt an der Strecke.
Auch in den Ortsteilen Wahlitz, Prödel und Lübs gibt es Stationen entlang der Gleise.
So reihen sich mehrere Halte dicht hintereinander durch das Stadtgebiet.
Für die Dörfer rund um Gommern ist das ein kurzer Weg zur Schiene.
Die Bahn gehört hier also noch zum Alltag und nicht nur zur Geschichte.

Die Wasserburg Gommern
Das Bild der Stadt prägt vor allem die Wasserburg Gommern.
Ihre Anfänge reichen bis ins Mittelalter zurück.
Die Anlage liegt im feuchten Grund und war durch Wasser geschützt, wie es der Name schon sagt.
Heute ist die Burg ein beliebtes Ziel und ein ruhiger Punkt mitten in der Stadt.
Vom Bahnhof aus ist sie zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar.

Die Sankt-Trinitatis-Kirche
Neben der Burg ist die evangelische Sankt-Trinitatis-Kirche das wichtigste Bauwerk.
Sie entstand ab dem Jahr 1692.
Damit stammt sie aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, als viele Orte ihre Kirchen neu errichteten.
Der Bau gehört zu den markanten Punkten im Stadtbild.
Rund um die Kirche lässt sich der alte Kern von Gommern gut erkunden.

Das Fürstengrab und die alte Zeit
Der größte archäologische Schatz der Stadt ist das Fürstengrab von Gommern.
Es wurde 1990 auf dem Gerstenberg entdeckt.
Der Fund zeigt, dass die Gegend schon im 3. Jahrhundert besiedelt war.
Solche Gräber geben seltene Einblicke in die Zeit lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung.
Die Geschichte von Gommern reicht damit weit über das Mittelalter hinaus.

Ankommen in Gommern
Wer heute nach Gommern reist, steigt einfach in den Regional-Express zwischen Magdeburg und Leipzig und steigt am Bahnhof aus.
Von dort sind es nur wenige Schritte in den Stadtkern mit Kirche und Wasserburg.
Rund um die Stadt laden Wälder und Seen zu Spaziergängen ein.
Gommern ist ein Ziel für alle, die eine aktive kleine Bahnstadt mit großer Vergangenheit suchen.
Der Ortstermin endet dort, wo die Züge im Stundentakt weiterfahren, Richtung Magdeburg oder Richtung Leipzig.

Häufige Fragen
Halten in Gommern noch Personenzüge?
Zu welcher Bahnstrecke gehört der Bahnhof?
Was ist das Wahrzeichen von Gommern?
Wie alt ist Gommern?
Gibt es weitere Bahnhalte rund um Gommern?
Weiterfahrt
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