Der Bahnhof Erlangen, Tor zur fränkischen Hugenottenstadt

Ortstermin

„Nächster Halt Erlangen, Übergang zur S-Bahn in Richtung Nürnberg und Bamberg.“

Der Bahnhof Erlangen, Tor zur fränkischen Hugenottenstadt

→ Ein Ortstermin in Mittelfranken.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Erlangen liegt an der Strecke Nürnberg–Bamberg und erhielt Anschluss an ICE und S-Bahn. Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten in die barocke Hugenottenstadt mit Schloss und Theater.

Erlangen in Mittelfranken ist eine barocke Hugenotten- und Universitätsstadt im Großraum Nürnberg.

Sein Bahnhof liegt an der viel befahrenen Strecke zwischen Nürnberg und Bamberg.

Dieser Ortstermin führt vom Bahnsteig zum Schloss, zum Theater und zur Bergkirchweih.

Erlangen 1916
Foto: Anonymous, Public domain, via Wikimedia Commons

Die fränkische Hugenotten- und Universitätsstadt

Erlangen ist eine Großstadt im mittelfränkischen Teil Bayerns und bildet mit Nürnberg und Fürth ein zusammenhängendes Ballungsgebiet.

Mit rund 116.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt Frankens und zugleich die kleinste der acht bayerischen Großstädte.

Bekannt ist Erlangen vor allem als Universitätsstadt und als Sitz großer Unternehmen.

Die Innenstadt geht auf eine planmäßig angelegte Barockstadt für hugenottische Glaubensflüchtlinge zurück.

Wer mit dem Zug ankommt, steht rasch in diesem gleichmäßig gerasterten Stadtbild.

Erlangen Bahnhof
Foto: Philipp Hienstorfer, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Bahnhof an der Strecke Nürnberg–Bamberg

Der Bahnhof Erlangen liegt an der wichtigen Hauptstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg.

Über diese Linie ist die Stadt eng an das überregionale Bahnnetz angebunden.

In den vergangenen Jahren wurde der Bahnhof im Zuge des Streckenausbaus umfassend modernisiert.

Vor dem Empfangsgebäude bündeln Busse den Verkehr in die Stadtteile und ins Umland.

Damit ist der Bahnhof der zentrale Verkehrspunkt der Universitätsstadt.

Erlangen Bahnsteig
Foto: Philipp Hienstorfer, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Die Eisenbahn kam 1844 mit der Ludwig-Süd-Nord-Bahn nach Erlangen; Ende 2010 begann die S-Bahn zwischen Bamberg und Nürnberg über Erlangen.

Die Innenstadt geht auf eine planmäßig angelegte Barockstadt für hugenottische Glaubensflüchtlinge zurück.

Die Eisenbahn seit 1844

Mit der Eröffnung des Abschnitts der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Nürnberg nach Bamberg kam 1844 die Eisenbahn nach Erlangen.

Der Anschluss an den überregionalen Verkehr brachte der Stadt einen deutlichen Entwicklungsschub.

Die Bahn verband Erlangen mit den großen fränkischen Städten und darüber hinaus.

Über die Jahrzehnte wuchs der Verkehr auf dieser Achse immer weiter an.

Nach der Wiedervereinigung nahm die Zahl der Züge zwischen Nürnberg und Bamberg noch einmal stark zu.

Erlangen Bahnhof 01
Foto: Rolf Krahl, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Nebenbahnen nach Gräfenberg und Herzogenaurach

Neben der Hauptstrecke gingen in Erlangen auch mehrere Nebenbahnen an den Start.

Am 17. November 1886 wurde die Sekundärbahn von Erlangen nach Gräfenberg eröffnet.

Wenige Jahre später, am 16. April 1894, folgte die Lokalbahn von Erlangen-Bruck nach Herzogenaurach.

Diese kleinen Strecken erschlossen das fränkische Umland rund um die Stadt.

Sie zeigen, wie dicht das Eisenbahnnetz einst auch abseits der Hauptlinien war.

Erlangen Bahnhof 02
Foto: Rolf Krahl, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

ICE und S-Bahn im Takt

Heute halten in Erlangen schnelle Fernzüge, und die Stadt erhielt Anschluss an das ICE-Netz.

Ende 2010 nahm zudem die S-Bahn zwischen Bamberg und Nürnberg über Erlangen ihren Betrieb auf.

Dadurch sind Nürnberg und Fürth im dichten Takt und in kurzer Zeit zu erreichen.

Für viele Studierende und Beschäftigte ist der Bahnhof damit der tägliche Ausgangspunkt.

So verbindet die Stadt Fern- und Nahverkehr auf engem Raum.

Erlangen Bahnhof Bahnsteig
Foto: Rolf Krahl, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Das Schloss und die Hugenottenstadt

Das Herz der barocken Neustadt bildet das markgräfliche Schloss aus dem späten 17. Jahrhundert.

Heute beherbergt es die Verwaltung der Universität Erlangen-Nürnberg.

Hinter dem Schloss erstreckt sich der weitläufige Schlossgarten mit alten Bäumen und Brunnen.

An die Gründung durch hugenottische Glaubensflüchtlinge erinnert die schlichte Hugenottenkirche.

Die geraden Straßen und Plätze der Neustadt zeugen bis heute von der planmäßigen Anlage.

Erlangen Kriegenbrunn Bahnhof 001
Foto: Janericloebe, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Markgrafentheater und Bergkirchweih

Zu den Schätzen der Stadt zählt das Markgrafentheater, eines der ältesten bespielten Barocktheater in Süddeutschland.

Sein historischer Zuschauerraum wird bis heute für Aufführungen genutzt.

Weit über Franken hinaus bekannt ist die Bergkirchweih, ein großes Volksfest im Frühsommer.

An den bewaldeten Kellerhängen treffen sich dann über Tage hinweg Zehntausende Besucher.

Damit verbindet Erlangen barocke Kultur und lebendiges Festtreiben.

DBAG Baureihe 415 Bistro Seite 1 in Erlangen Hbf 2011 01 17
Foto: F-scn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Siemens und die Studentenstadt

Erlangen ist einer der wichtigsten Standorte des Siemens-Konzerns, vor allem im Bereich der Medizintechnik.

Rund um die Universität prägen Institute, Kliniken und Forschungszentren das Stadtbild.

Mehrere zehntausend Studierende geben der Stadt ein junges und lebhaftes Gepräge.

In den 1970er Jahren war sogar eine Schwebebahn nach dem Vorbild Wuppertals zur Erschließung geplant.

Dieses Projekt blieb jedoch ein Entwurf und wurde nie verwirklicht.

DBAG Baureihe 415 in Erlangen Hbf 2011 01 17 (1)
Foto: F-scn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Erlangen

Ankommen in Erlangen heißt, aus einem modernisierten Bahnhof mitten in eine barocke Planstadt zu treten.

Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum Schloss und zum Schlossgarten.

Wer mag, verbindet den Besuch mit einem Abstecher ins nahe Nürnberg oder nach Fürth.

Zur Zeit der Bergkirchweih lohnt sich der Weg hinauf zu den Kellern am Hang.

So fügt der Bahnhof Erlangen schnelle Züge und fränkische Geschichte zusammen.

DBAG Baureihe 415 in Erlangen Hbf 2011 01 17 (2)
Foto: F-scn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Seit wann hat Erlangen einen Bahnanschluss?
Die Eisenbahn kam 1844 mit dem Abschnitt der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Nürnberg nach Bamberg nach Erlangen.
Welche Zuglinien halten in Erlangen?
Erlangen liegt an der Strecke Nürnberg–Bamberg mit Fernzügen und ist seit Ende 2010 an die S-Bahn zwischen beiden Städten angebunden.
Was macht die Erlanger Innenstadt besonders?
Sie geht auf eine planmäßig angelegte Barockstadt zurück, die Ende des 17. Jahrhunderts für hugenottische Glaubensflüchtlinge entstand.
Was ist die Bergkirchweih?
Die Bergkirchweih ist ein großes Volksfest, das im Frühsommer an den bewaldeten Kellerhängen über der Stadt gefeiert wird.
Wie weit ist es von Erlangen nach Nürnberg?
Mit der S-Bahn und mit Regionalzügen ist Nürnberg in kurzer Zeit und im dichten Takt erreichbar.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Nürnberg Hauptbahnhof – Nürnberg ist mit der S-Bahn in kurzer Zeit erreichbar.

→ Das DB Museum in Nürnberg, vom Adler bis zum ICE – Bamberg mit seiner Weltkulturerbe-Altstadt liegt in nördlicher Richtung an derselben Strecke.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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