Ortstermin
„Nächster Halt Erlangen, Übergang zur S-Bahn in Richtung Nürnberg und Bamberg.“
Der Bahnhof Erlangen, Tor zur fränkischen Hugenottenstadt
→ Ein Ortstermin in Mittelfranken.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Erlangen liegt an der Strecke Nürnberg–Bamberg und erhielt Anschluss an ICE und S-Bahn. Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten in die barocke Hugenottenstadt mit Schloss und Theater.
Erlangen in Mittelfranken ist eine barocke Hugenotten- und Universitätsstadt im Großraum Nürnberg.
Sein Bahnhof liegt an der viel befahrenen Strecke zwischen Nürnberg und Bamberg.
Dieser Ortstermin führt vom Bahnsteig zum Schloss, zum Theater und zur Bergkirchweih.

Die fränkische Hugenotten- und Universitätsstadt
Erlangen ist eine Großstadt im mittelfränkischen Teil Bayerns und bildet mit Nürnberg und Fürth ein zusammenhängendes Ballungsgebiet.
Mit rund 116.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt Frankens und zugleich die kleinste der acht bayerischen Großstädte.
Bekannt ist Erlangen vor allem als Universitätsstadt und als Sitz großer Unternehmen.
Die Innenstadt geht auf eine planmäßig angelegte Barockstadt für hugenottische Glaubensflüchtlinge zurück.
Wer mit dem Zug ankommt, steht rasch in diesem gleichmäßig gerasterten Stadtbild.

Der Bahnhof an der Strecke Nürnberg–Bamberg
Der Bahnhof Erlangen liegt an der wichtigen Hauptstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg.
Über diese Linie ist die Stadt eng an das überregionale Bahnnetz angebunden.
In den vergangenen Jahren wurde der Bahnhof im Zuge des Streckenausbaus umfassend modernisiert.
Vor dem Empfangsgebäude bündeln Busse den Verkehr in die Stadtteile und ins Umland.
Damit ist der Bahnhof der zentrale Verkehrspunkt der Universitätsstadt.

Gut zu wissen
Die Eisenbahn kam 1844 mit der Ludwig-Süd-Nord-Bahn nach Erlangen; Ende 2010 begann die S-Bahn zwischen Bamberg und Nürnberg über Erlangen.
Die Innenstadt geht auf eine planmäßig angelegte Barockstadt für hugenottische Glaubensflüchtlinge zurück.
Die Eisenbahn seit 1844
Mit der Eröffnung des Abschnitts der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Nürnberg nach Bamberg kam 1844 die Eisenbahn nach Erlangen.
Der Anschluss an den überregionalen Verkehr brachte der Stadt einen deutlichen Entwicklungsschub.
Die Bahn verband Erlangen mit den großen fränkischen Städten und darüber hinaus.
Über die Jahrzehnte wuchs der Verkehr auf dieser Achse immer weiter an.
Nach der Wiedervereinigung nahm die Zahl der Züge zwischen Nürnberg und Bamberg noch einmal stark zu.

Nebenbahnen nach Gräfenberg und Herzogenaurach
Neben der Hauptstrecke gingen in Erlangen auch mehrere Nebenbahnen an den Start.
Am 17. November 1886 wurde die Sekundärbahn von Erlangen nach Gräfenberg eröffnet.
Wenige Jahre später, am 16. April 1894, folgte die Lokalbahn von Erlangen-Bruck nach Herzogenaurach.
Diese kleinen Strecken erschlossen das fränkische Umland rund um die Stadt.
Sie zeigen, wie dicht das Eisenbahnnetz einst auch abseits der Hauptlinien war.

ICE und S-Bahn im Takt
Heute halten in Erlangen schnelle Fernzüge, und die Stadt erhielt Anschluss an das ICE-Netz.
Ende 2010 nahm zudem die S-Bahn zwischen Bamberg und Nürnberg über Erlangen ihren Betrieb auf.
Dadurch sind Nürnberg und Fürth im dichten Takt und in kurzer Zeit zu erreichen.
Für viele Studierende und Beschäftigte ist der Bahnhof damit der tägliche Ausgangspunkt.
So verbindet die Stadt Fern- und Nahverkehr auf engem Raum.

Das Schloss und die Hugenottenstadt
Das Herz der barocken Neustadt bildet das markgräfliche Schloss aus dem späten 17. Jahrhundert.
Heute beherbergt es die Verwaltung der Universität Erlangen-Nürnberg.
Hinter dem Schloss erstreckt sich der weitläufige Schlossgarten mit alten Bäumen und Brunnen.
An die Gründung durch hugenottische Glaubensflüchtlinge erinnert die schlichte Hugenottenkirche.
Die geraden Straßen und Plätze der Neustadt zeugen bis heute von der planmäßigen Anlage.

Markgrafentheater und Bergkirchweih
Zu den Schätzen der Stadt zählt das Markgrafentheater, eines der ältesten bespielten Barocktheater in Süddeutschland.
Sein historischer Zuschauerraum wird bis heute für Aufführungen genutzt.
Weit über Franken hinaus bekannt ist die Bergkirchweih, ein großes Volksfest im Frühsommer.
An den bewaldeten Kellerhängen treffen sich dann über Tage hinweg Zehntausende Besucher.
Damit verbindet Erlangen barocke Kultur und lebendiges Festtreiben.

Siemens und die Studentenstadt
Erlangen ist einer der wichtigsten Standorte des Siemens-Konzerns, vor allem im Bereich der Medizintechnik.
Rund um die Universität prägen Institute, Kliniken und Forschungszentren das Stadtbild.
Mehrere zehntausend Studierende geben der Stadt ein junges und lebhaftes Gepräge.
In den 1970er Jahren war sogar eine Schwebebahn nach dem Vorbild Wuppertals zur Erschließung geplant.
Dieses Projekt blieb jedoch ein Entwurf und wurde nie verwirklicht.

Ankommen in Erlangen
Ankommen in Erlangen heißt, aus einem modernisierten Bahnhof mitten in eine barocke Planstadt zu treten.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum Schloss und zum Schlossgarten.
Wer mag, verbindet den Besuch mit einem Abstecher ins nahe Nürnberg oder nach Fürth.
Zur Zeit der Bergkirchweih lohnt sich der Weg hinauf zu den Kellern am Hang.
So fügt der Bahnhof Erlangen schnelle Züge und fränkische Geschichte zusammen.

Häufige Fragen
Seit wann hat Erlangen einen Bahnanschluss?
Welche Zuglinien halten in Erlangen?
Was macht die Erlanger Innenstadt besonders?
Was ist die Bergkirchweih?
Wie weit ist es von Erlangen nach Nürnberg?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Nürnberg Hauptbahnhof – Nürnberg ist mit der S-Bahn in kurzer Zeit erreichbar.
→ Das DB Museum in Nürnberg, vom Adler bis zum ICE – Bamberg mit seiner Weltkulturerbe-Altstadt liegt in nördlicher Richtung an derselben Strecke.
