Ortstermin
„Auf Gleis 1 fährt jetzt ein der Regional-Express nach Basel, Halt in Emmendingen, bitte einsteigen und zurückbleiben.“
Der Bahnhof Emmendingen und der kurze Weg zum Stadttor
→ Ein Ortstermin im Breisgau.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Emmendingen liegt an der Badischen Hauptbahn von Mannheim nach Basel und wurde bereits 1845 eröffnet. Er bringt Reisende im Stundentakt nach Freiburg, Offenburg und Basel und ist zugleich der wichtigste Nahverkehrsknoten der Stadt.
Wer in Emmendingen aus dem Zug steigt, steht mitten in einer Großen Kreisstadt im Südwesten Baden-Württembergs.
Die Stadt liegt rund vierzehn Kilometer nördlich von Freiburg im Breisgau und zählt gut 29.000 Einwohner.
Vom Bahnsteig sind es nur wenige Schritte bis zum Stadttor, dem Wahrzeichen der Altstadt.

Zwei Minuten vom Gleis in die Altstadt
Der Bahnhof Emmendingen liegt zentral in der Innenstadt an der Adresse Bahnhofstraße 8.
Direkt vor dem Empfangsgebäude beginnt der Zentrale Omnibusbahnhof, der wichtigste Umsteigepunkt des Nahverkehrs in der Stadt.
Von hier sind es nur wenige Gehminuten bis zum mittelalterlichen Stadttor und zum Marktplatz.
Emmendingen ist seit dem 1. Januar 1973 eine Große Kreisstadt und der Sitz des gleichnamigen Landkreises.
Rund 29.000 Menschen leben in der Stadt, die etwa vierzehn Kilometer nördlich von Freiburg liegt.

Ein Anschluss aus dem Jahr 1845
Emmendingen bekam seinen ersten Bahnanschluss am 1. August 1845.
An jenem Tag ging der Abschnitt von Offenburg nach Freiburg in Betrieb, ein Teilstück der Badischen Hauptbahn von Mannheim nach Basel.
Damit war die Stadt erstmals an das überregionale Eisenbahnnetz angebunden.
Der Bahnhof gehört so zu den frühen Stationen der badischen Eisenbahngeschichte.
Die Rheintalstrecke zählt bis heute zu den wichtigsten Nord-Süd-Achsen der Bahn in Deutschland.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Emmendingen liegt an der Badischen Hauptbahn Mannheim–Basel und wurde am 1. August 1845 eröffnet. Er ist Teil der Breisgau-S-Bahn und seit dem Umbau von 2014 barrierefrei zugänglich.
Emmendingen ist mit rund 29.000 Einwohnern die größte Stadt und der Verwaltungssitz des Landkreises Emmendingen. Die Stadt liegt etwa vierzehn Kilometer nördlich von Freiburg im Breisgau.
Die Badische Hauptbahn hält im Takt
Heute halten in Emmendingen im Stundentakt Regional-Express-Züge in Richtung Basel und Offenburg.
Die Verbindung ist Teil der stark befahrenen Rheintalbahn.
Neben dem zentralen Bahnhof gibt es Haltepunkte in den Ortsteilen Kollmarsreute und Mundingen.
Über das Konzept der Breisgau-S-Bahn ist die Stadt eng mit dem Oberzentrum Freiburg verknüpft.
So erreicht man von Emmendingen aus rasch die größeren Städte im Rheintal.

Vom Stellwerk zum barrierefreien Bahnsteig
Im Juli 1971 ersetzte die Deutsche Bundesbahn die beiden alten mechanischen Stellwerke durch ein moderneres Relaisstellwerk.
Den größten Umbau erlebte der Bahnhof im Rahmen des Breisgau-S-Bahn-Konzepts.
Nach rund 21 Monaten Bauzeit wurde die modernisierte Station am 16. Mai 2014 wiedereröffnet.
Die Bahnsteige wurden auf 55 Zentimeter angehoben, damit der Einstieg ebenerdig gelingt.
Seither ist auch Gleis 1 über einen Aufzug erreichbar, und taktile Leitstreifen helfen bei der Orientierung.

Der Vorplatz als Drehscheibe
Der Bahnhofsvorplatz ist zugleich der zentrale Omnibusbahnhof der Stadt.
Sechs Stadtbuslinien und mehrere Anrufsammeltaxis bündeln sich hier.
Sie bringen Fahrgäste in die Ortsteile, ins Industriegebiet und zum Kreiskrankenhaus.
Wer mit dem Zug ankommt, steigt ohne lange Wege in den Bus um.
Damit erfüllt der Bahnhof bis heute seine Rolle als Tor zur Stadt und zur Region.

Das Markgrafenschloss und das Stadttor
Das Wahrzeichen Emmendingens ist das alte Stadttor mitten in der Altstadt.
Nur wenige Schritte entfernt steht das Markgrafenschloss, ein Renaissance-Bau mit einem achteckigen Treppenturm.
In einem benachbarten Gebäude fand im Jahr 1590 das berühmte Emmendinger Religionsgespräch statt.
Heute beherbergt das Schloss das Stadtmuseum und das Fotomuseum Hirsmüller.
Die kleine Altstadt lädt mit ihren Gassen und Plätzen zum Bummeln ein.

Die Hochburg über den Weinbergen
Über der Stadt erhebt sich die Ruine der Hochburg, einer mittelalterlichen Höhenburg.
Eine Quelle erwähnt die Burg bereits im Jahr 1127.
Sie gehörte einst zur Markgrafschaft Baden-Hachberg, zu der auch Emmendingen zählte.
Im Ortsteil Mundingen wird bis heute Wein angebaut.
Zusammen mit der Altstadt macht das die Stadt zu einem beliebten Ausflugsziel im Breisgau.

Eine Mikwe erzählt jüdische Geschichte
In einer ehemaligen Mikwe, einem jüdischen Ritualbad, ist seit 1997 das Museum für jüdische Geschichte und Kultur untergebracht.
Es erzählt die Geschichte der israelitischen Gemeinde der Stadt von der Gründung 1716 bis zur Vernichtung 1940.
Das Becken besteht aus porösem Sandstein und wird vom Grundwasser gespeist.
Der Ort bewahrt so die Erinnerung an einen wichtigen Teil der Stadtgeschichte.
Auch das erste urkundliche Auftauchen des Namens reicht bis in das Jahr 1091 zurück.

Ankommen in Emmendingen
Ankommen in Emmendingen heißt, in wenigen Minuten vom Bahnsteig in eine überschaubare Altstadt zu wechseln.
Der Zug hält im Herzen der Stadt, und der Bus wartet direkt vor der Tür.
Von hier lohnt der Weg hinauf zur Hochburg oder hinüber in die Weinberge von Mundingen.
Wer weiterfahren möchte, sitzt im Stundentakt schnell wieder Richtung Freiburg oder Offenburg im Zug.
So verbindet der kleine Bahnhof das Umland des Breisgaus mit der großen Rheintalachse.

Häufige Fragen
Seit wann hat Emmendingen einen Bahnhof?
Welche Züge halten in Emmendingen?
Ist der Bahnhof barrierefrei?
Was kann man vom Bahnhof aus zu Fuß erreichen?
Wie weit ist es nach Freiburg?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Freiburg Hauptbahnhof – Freiburg im Breisgau ist das nahe Oberzentrum und nur eine kurze Bahnfahrt entfernt.
→ Ortstermin: Der Bahnhof Freiburg – Waldkirch liegt im nahen Elztal am Fuß des Kandel.
