Ortstermin
„Auf Gleis 3 fährt durch ein Fernzug in Richtung Stuttgart, am Bahnsteig bitte den Abstand halten.“
Der Bahnhof Hockenheim, wo alte und schnelle Bahn sich treffen
→ Ein Ortstermin in der Kurpfalz.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Hockenheim liegt an der Strecke Mannheim–Rastatt und ist zugleich mit der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart verknüpft. Bekannt ist die Stadt vor allem durch die Motorsport-Rennstrecke Hockenheimring.
Wer in Hockenheim aus dem Zug steigt, ist in einer Stadt gelandet, die viele nur vom Motorsport kennen.
Die Große Kreisstadt liegt rund zwanzig Kilometer südlich von Mannheim in der Kurpfalz.
Ihr Bahnhof ist eine kleine Besonderheit, denn hier treffen die alte Rheinbahn und eine schnelle Neubaustrecke aufeinander.

Ein Bahnhof zwischen zwei Strecken
Der Bahnhof Hockenheim liegt an der Bahnstrecke von Mannheim nach Rastatt.
Er ist zugleich die nördlichste Stelle, an der die Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart mit dem bestehenden Netz verknüpft ist.
Einzelne Züge wechseln hier planmäßig zwischen den beiden Strecken.
Von der Neubaustrecke aus kann allerdings nur eines der drei Bahnsteiggleise angefahren werden.
Damit ist der Bahnhof ein kleiner, aber besonderer Knotenpunkt im badischen Netz.

Neu gebaut für die Schnellfahrstrecke
Der heutige Bahnhof wurde im Zuge der Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart errichtet.
Er verfügt über drei Bahnsteiggleise und zwei jeweils 314 Meter lange Bahnsteige.
Neben dem Reiseverkehr dient er auch als Überholbahnhof für schnellere Züge.
Zwischen den beiden Strecken liegen mittig zwei zusätzliche Überholgleise.
Der Bahnhof gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Hockenheim liegt an der Strecke Mannheim–Rastatt und ist mit der Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart verknüpft. Er besitzt drei Bahnsteiggleise und gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Neckar.
Hockenheim ist seit dem 1. Januar 2001 eine Große Kreisstadt und liegt rund zwanzig Kilometer südlich von Mannheim. Weltweit bekannt ist die Stadt durch die Motorsport-Rennstrecke Hockenheimring.
Von 1870 bis zur Eselsbahn
Der erste Bahnhof Hockenheim entstand zur Eröffnung der Strecke Mannheim–Rastatt am 4. August 1870.
Er wurde 1986 zugunsten des neuen Bahnhofs aufgelassen.
Von 1898 bis in die 1950er Jahre besaß der Stadtteil Talhaus einen weiteren Personenbahnhof.
Diese Bahn an der Strecke Heidelberg–Speyer trug im Volksmund den Namen Eselsbahn.
Nachdem die Rheinbrücke bei Speyer am Kriegsende gesprengt worden war, musste das Teilstück dorthin stillgelegt werden.

Drei Gleise und ein Überholbahnhof
Am heutigen Standort treffen die alte Rheinbahn und die schnelle Neubaustrecke aufeinander.
Die Gleise 1 und 2 sind nur mit der Strecke Mannheim–Rastatt verbunden.
Gleis 3 dagegen ist an die Neubaustrecke angeschlossen.
So können schnelle Fernzüge langsamere Regionalzüge im Bahnhof überholen.
Für Reisende bedeutet das kurze Wege und ein übersichtliches Gleisfeld.

Mit dem Zug zum Hockenheimring
Bekannt ist Hockenheim vor allem durch seine Motorsport-Rennstrecke, den Hockenheimring.
An großen Renntagen strömen viele Besucher mit der Bahn in die Stadt.
Vom Bahnhof aus führt der Weg zum Ring, der etwas außerhalb des Zentrums liegt.
Die gute Anbindung an Mannheim und die Region macht die Anreise mit dem Zug bequem.
So verbindet der Bahnhof den Alltagsverkehr mit den großen Ereignissen auf der Rennstrecke.

Die Rennstrecke, die den Namen trägt
Der Hockenheimring hat die Stadt weit über die Region hinaus bekannt gemacht.
Am Ring erinnert seit 1986 das Motor-Sport-Museum an die Geschichte der Strecke.
Es zeigt mehr als zweihundert historische Motorräder und Motoren.
Für Motorsportfreunde ist Hockenheim damit ein fester Begriff.
Die Rennstrecke prägt bis heute das Bild der Stadt.

Spargel, Tabak und der Güldene Engel
Hockenheim liegt an der Badischen Spargelstraße und an der Bertha Benz Memorial Route.
Mit dem Tabakmuseum besitzt die Stadt das erste Museum seiner Art in Baden-Württemberg, eröffnet 1984.
Der Tabakanbau prägte die Region und führte ab 1860 zum Aufstieg der Zigarrenindustrie.
Das älteste Fachwerkhaus der Stadt ist der Güldene Engel aus dem Jahr 1690.
Aus der einst hier ansässigen Familie Engelhorn stammt unter anderem Friedrich Engelhorn, der Gründer der BASF.

Von Ochinheim zur Großen Kreisstadt
Ein ausgegrabener römischer Ziegelofen zeigt, dass die Gegend schon in der Antike besiedelt war.
Im Jahr 769 wurde der Ort im Lorscher Codex als Ochinheim erwähnt.
Mit der Auflösung der Kurpfalz kam Hockenheim 1803 zu Baden.
Am 22. Juli 1895 erhielt die Gemeinde die Stadtrechte.
Seit dem 1. Januar 2001 ist Hockenheim eine Große Kreisstadt im Rhein-Neckar-Kreis.

Ankommen in Hockenheim
Ankommen in Hockenheim heißt, an einem Bahnhof auszusteigen, an dem sich alte und neue Bahn treffen.
Von hier ist es nicht weit zur berühmten Rennstrecke und in die kurpfälzische Altstadt.
Mannheim, Speyer und Schwetzingen sind mit der Bahn schnell erreicht.
Wer mag, folgt der Spargelstraße oder besucht das Tabakmuseum.
So liegt die Stadt bequem zwischen dem großen Motorsport und der ruhigen Rheinebene.

Häufige Fragen
Seit wann gibt es in Hockenheim einen Bahnhof?
Warum ist der Bahnhof für die Bahn besonders?
Kommt man mit der Bahn zum Hockenheimring?
Was war die Eselsbahn?
Wie weit ist Hockenheim von Mannheim entfernt?
Weiterfahrt
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