Ortstermin
„Curitiba, der Serra Verde Express zur Küste steht zur Abfahrt bereit.“
Der Bahnhof Curitiba, Start über die Serra zum Meer
→ Ein Ortstermin in Südbrasilien.
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Kurz gesagt
Curitiba ist die Hauptstadt des Bundesstaats Paraná und gilt als Musterstadt für kluge Verkehrsplanung. Von ihrer alten Eisenbahnstation startet der Serra Verde Express auf eine der schönsten Bahnfahrten Brasiliens.
Wer in Curitiba an der Bahn steht, erlebt eine Stadt, die für ihren Nahverkehr weltberühmt ist.
Die alte Eisenbahnstation erinnert an die große Zeit der Schiene.
Dieser Ortstermin führt von den Gleisen bis hinunter zur grünen Serra am Meer.

Die alte Eisenbahnstation
Im Stadtteil Rebouças steht die alte Eisenbahnstation von Curitiba.
Das würdige Gebäude stammt aus der frühen Zeit der Bahn.
Lange Jahre war es der wichtigste Bahnhof der ganzen Stadt.
Heute beherbergt das Haus ein Einkaufszentrum und Museen.
Der Name Estação, zu Deutsch Bahnhof, ist ihm bis heute geblieben.

Die Bahn von 1885 zum Meer
Im Jahr 1885 wurde die Bahn von Curitiba zur Küste eröffnet.
Sie führte hinunter zum großen Hafen von Paranaguá.
Dabei überwindet die Strecke die steile Gebirgskette Serra do Mar.
Bis zum Jahr 1972 fuhren hier planmäßig Züge mit Reisenden.
Noch heute gilt diese Trasse als technische Meisterleistung.

Gut zu wissen
Die alte Eisenbahnstation von Curitiba liegt im Viertel Rebouças und dient heute als Einkaufszentrum und Museum.
Von hier startet der Serra Verde Express täglich nach Morretes, sonntags bis zum Hafen Paranaguá.
Den Nahverkehr der Stadt prägen die berühmten Gelenkbusse auf eigenen Spuren.
Der Serra Verde Express
Heute rollt über die alte Strecke der Serra Verde Express.
Dieser Zug fährt täglich von Curitiba bis in das Städtchen Morretes.
An Sonntagen fährt er sogar weiter bis zum Hafen Paranaguá.
Auf dem Weg schlängelt er sich durch dichten grünen Regenwald.
Die Fahrt gilt als eine der schönsten Bahnstrecken Brasiliens.

Die Rodoferroviária
Im selben Viertel liegt die große Rodoferroviária.
Dieser Name bedeutet so viel wie Straßen- und Bahnhof zugleich.
Heute ist sie vor allem der zentrale Fernbusbahnhof der Stadt.
Von hier fahren Busse bis in weit entfernte Städte Brasiliens.
So laufen am Rand der Innenstadt die großen Linien zusammen.

Busse wie eine Stadtbahn
Curitiba ist für sein besonderes Nahverkehrssystem weltbekannt.
Lange Gelenkbusse fahren auf eigenen Spuren mitten durch die Stadt.
An runden, gläsernen Haltestellen steigt man ebenerdig ein.
Dieses System wurde ab dem Jahr 1968 nach Plänen von Jaime Lerner geschaffen.
Es wurde zum Vorbild für viele Städte in aller Welt.

Der Botanische Garten
Das grüne Wahrzeichen der Stadt ist der Botanische Garten.
Sein verglastes Gewächshaus glänzt wie ein gläserner Palast.
Davor breiten sich geschwungene Blumenbeete aus.
Von den Wegen reicht der Blick weit über die Stadt.
Der Garten ist bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebt.

Das Auge von Niemeyer
Ein zweites Wahrzeichen ist das Museum von Oscar Niemeyer.
Sein Hauptbau hat die Form eines riesigen Auges.
Auf einem hohen Sockel schwebt er leuchtend über dem Platz.
Im Inneren zeigt das Museum Kunst und Architektur.
Schon das Gebäude selbst ist ein großes Kunstwerk.

Eine Stadt der Ideen
Curitiba gilt seit langem als Vorreiter in der Stadtplanung.
Im Jahr 1996 wurde sie als besonders innovative Stadt gewürdigt.
Weite Parks und Grünflächen durchziehen das Stadtgebiet.
Ein Konzertbau aus filigranem Stahl trägt den Namen Ópera de Arame.
So verbindet Curitiba kluge Technik mit viel Grün.

Ankommen in Curitiba
Ankommen in Curitiba heißt, in einer grünen Großstadt im Süden zu stehen.
Von der alten Station ist es nicht weit in die lebendige Innenstadt.
Mit den langen Bussen gelangt man rasch zu den großen Parks.
Wer Zeit hat, steigt in den Serra Verde Express zur Küste.
So lässt sich Curitiba auf vielen Wegen entdecken.

Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
