Ortstermin
„Brașov, bitte beachten Sie die Anschlusszüge nach Bukarest, Sibiu und Budapest.“
Der Bahnhof Brașov, Tor nach Siebenbürgen
→ Ein Ortstermin in Siebenbürgen.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Brașov, auf Deutsch Kronstadt, liegt am Fuß der Karpaten im Herzen Siebenbürgens. Sein Bahnhof ist einer der wichtigsten Knoten Rumäniens und das Tor in die Berge.
Wer in Brașov aus dem Zug steigt, steht am Fuß hoher Karpatenberge.
Die Stadt trägt auf Deutsch den alten Namen Kronstadt.
Dieser Ortstermin führt vom Bahnsteig bis zur berühmten Schwarzen Kirche.

Der Hauptbahnhof von Kronstadt
Der Bahnhof Brașov liegt nördlich der Altstadt an der Bulevardul Gării.
Er ist der Hauptbahnhof der Stadt und ein wichtiger Knoten im Land.
Hier treffen gleich mehrere große Bahnlinien aufeinander.
Betrieben wird der Bahnhof von der rumänischen Staatsbahn CFR.
Vor dem Gebäude halten Busse und Oberleitungsbusse in die Stadt.

Von 1873 zum Bau von 1962
Die Eisenbahn erreichte Kronstadt im Jahr 1873.
Das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1962.
Nur wenige Jahre später, 1965, wurde die Strecke elektrisch betrieben.
Seither rollen hier elektrische Lokomotiven der CFR.
Das Gebäude im Stil seiner Zeit prägt bis heute den Bahnhofsvorplatz.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Brașov liegt nördlich der Altstadt und ist ein zentraler Knoten der rumänischen Bahn.
Von hier fahren Züge nach Bukarest und Cluj-Napoca sowie international nach Budapest und Wien.
Zur Altstadt mit dem Marktplatz gelangt man vom Bahnhof mit Bus oder Oberleitungsbus.
Wo die großen Linien zusammentreffen
In Brașov treffen mehrere Hauptstrecken Rumäniens zusammen.
Die wichtigste Linie führt von Bukarest über Brașov weiter nach Cluj-Napoca.
Eine zweite Linie zieht nach Westen über Sibiu und Deva.
Eine dritte führt in den Osten durch das Szeklerland.
So ist der Bahnhof ein Drehkreuz für ganz Siebenbürgen.

Mit dem Zug nach Bukarest und Wien
Von Brașov sind es nur 166 Kilometer bis in die Hauptstadt Bukarest.
Schnelle Züge verbinden beide Städte mehrmals am Tag.
Internationale Züge fahren bis nach Budapest und sogar bis Wien.
Dazu kommen Regionalzüge in die nahen Orte Zărnești und Făgăraș.
Damit ist Brașov auch ein Tor ins übrige Europa.

Der Bahnhof in Zahlen und Tönen
Schon im Jahr 2008 fuhren vom Bahnhof rund 140 Personenzüge täglich.
Damit gehört Brașov zu den betriebsamsten Bahnhöfen des Landes.
Eine Besonderheit ist die Melodie vor den Durchsagen.
Sie stammt aus einer Operette des Komponisten Ciprian Porumbescu.
So klingt der Bahnhof ein wenig musikalischer als andere.

Die Schwarze Kirche
Das Wahrzeichen der Stadt ist die mächtige Schwarze Kirche.
Diese evangelische Kirche wurde im Jahr 1477 vollendet.
Sie gilt als die größte gotische Pfarrkirche südöstlich von Wien.
Ihren Namen trägt sie seit einem Stadtbrand im 17. Jahrhundert.
Im Inneren hängt eine wertvolle Sammlung alter Teppiche.

Der Marktplatz und die Altstadt
Im Herzen der Stadt liegt der weite Marktplatz Piața Sfatului.
In seiner Mitte steht das alte Rathaus mit seinem Turm.
Rund um den Platz reihen sich bunte Bürgerhäuser aneinander.
Am Rand der Altstadt steht das Katharinentor aus dem Jahr 1559.
Dazu kommen alte Türme und Bastionen der einstigen Stadtmauer.

Sachsen, Tâmpa und die Berge
Brașov wurde im frühen 13. Jahrhundert unter dem Namen Corona gegründet.
Später prägten die Siebenbürger Sachsen das Leben der Stadt.
Im Jahr 1543 führte Johannes Honterus hier die Reformation ein.
Über der Altstadt erhebt sich der bewaldete Berg Tâmpa.
Von seinem Gipfel reicht der Blick weit über die Dächer und die Karpaten.

Ankommen in Brașov
Ankommen in Brașov heißt, mitten in Siebenbürgen zu stehen.
Vom Bahnhof bringt ein kurzer Weg die Reisenden in die Altstadt.
Nach wenigen Minuten steht man auf dem großen Marktplatz.
Von dort ist es nicht weit bis zur Schwarzen Kirche und zum Berg Tâmpa.
So lässt sich Brașov an einem Tag bequem entdecken.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Häufige Fragen
Wann kam die Bahn nach Brașov?
Wohin fahren die Züge von Brașov?
Wie weit ist es nach Bukarest?
Was ist die Schwarze Kirche?
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Bukarest Gara de Nord – die Schwesterstadt Hermannstadt in Siebenbürgen
