Ortstermin
„Nächster Halt Frohnau, Ausstieg zur Gartenstadt, zum Ludolfingerplatz und zur Frohnauer Brücke.“
Der Bahnhof Berlin-Frohnau, das Tor zur Gartenstadt im Grünen
→ Ein Ortstermin in Berlin.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Berlin-Frohnau liegt im Zentrum einer eigens geplanten Gartenstadt von 1908. Sein Empfangsgebäude im Jugendstil entstand zusammen mit der neuen Siedlung.
Frohnau ist ein besonders grüner Ortsteil im Norden des Bezirks Reinickendorf.
Sein Bahnhof wurde gemeinsam mit einer eigens geplanten Gartenstadt errichtet.
Wer hier aussteigt, steht zwischen Villen, alten Alleen und viel Wald.

Ein Bahnhof für eine neue Gartenstadt
Der Bahnhof Frohnau entstand zusammen mit der Gartenstadt, die um ihn herum geplant wurde.
Das Empfangsgebäude mit dem tiefgelegten Bahnsteig wurde von 1908 bis 1910 errichtet.
Den Entwurf lieferte die Architektengemeinschaft Hart & Lesser im Stil des Jugendstils.
Die Berliner Terrain-Centrale, die das Gelände erschloss, steuerte einen hohen Baukostenzuschuss bei.
So war der Bahnhof von Beginn an das Herzstück der neuen Siedlung.

An der alten Nordbahn
Die Gleise gehören zur Berliner Nordbahn, die schon seit 1877 hier verläuft.
Sie verband Berlin einst mit Stralsund an der Ostsee.
Bis 1938 trug die Station den Namen Frohnau (Mark).
Der nächste Bahnhof im Norden ist Hohen Neuendorf, im Süden Hermsdorf.
Heute fährt hier die S-Bahn im dichten Takt in Richtung Innenstadt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Frohnau entstand von 1908 bis 1910 im Jugendstil, zusammen mit der neuen Gartenstadt.
Die Gleise gehören zur Berliner Nordbahn, auf der hier seit 1877 Züge verkehren.
Heute ist Frohnau der nördlichste Berliner S-Bahnhof an dieser Strecke.
Mit der S-Bahn in die Stadt
Frohnau ist der nördlichste Berliner Bahnhof an dieser Strecke.
Von hier bringt die S-Bahn die Fahrgäste bis ins Zentrum der Hauptstadt.
Ein Aufzug macht den tiefgelegten Bahnsteig heute barrierefrei erreichbar.
Über die Frohnauer Brücke gelangt man von den Gleisen direkt ins Ortszentrum.
So ist der Bahnhof bis heute der wichtigste Zugang zum Ortsteil.

Der Ludolfingerplatz vor der Tür
Gleich am Bahnhof öffnet sich der Ludolfingerplatz, das grüne Zentrum Frohnaus.
Auf der anderen Seite der Gleise liegt der Zeltinger Platz.
Beide Plätze bilden zusammen das Herz der Gartenstadt.
Rundherum reihen sich Läden, Cafés und alte Villen.
Von hier lässt sich der Ort bequem zu Fuß erkunden.

Eine Gartenstadt im Grünen
Frohnau wurde ab 1908 als planmäßige Gartenstadt angelegt.
Hinter dem Projekt stand die Berliner Terrain-Centrale des Fürsten Henckel von Donnersmarck.
Als Bauland diente ein weites Waldgelände nördlich von Berlin.
Der Landschaftsarchitekt Ludwig Lesser gestaltete die Grünflächen des Ortes.
So entstand ein Viertel aus Villen, Alleen und viel Grün.

Das Buddhistische Haus
Zu den Besonderheiten Frohnaus gehört das Buddhistische Haus.
Es wurde 1924 von dem Arzt Paul Dahlke gegründet.
Es gilt als eines der ältesten buddhistischen Zentren Europas.
Auf einem bewaldeten Hügel liegt es etwas abseits des Ortskerns.
Bis heute ist es ein Ort der Ruhe und der Begegnung.

Villen, Wald und weite Wege
Frohnau gehört zum Bezirk Reinickendorf im Norden Berlins.
Der Ortsteil ist bekannt für seine großzügigen Grundstücke und ruhigen Straßen.
Zwischen den Häusern bleibt überall Platz für Bäume und Gärten.
Nach Norden reicht das Grün bis an den Rand der Stadt.
Wer durch Frohnau spaziert, spürt wenig von der Großstadt ringsum.

Am Rand der Stadt
Von Frohnau ist es nicht weit bis ins Berliner Umland.
Gleich hinter der Stadtgrenze beginnt das brandenburgische Hohen Neuendorf.
Wälder und Seen laden in der Umgebung zu Ausflügen ein.
Auch der benachbarte Ortsteil Hermsdorf ist schnell erreichbar.
So verbindet Frohnau ruhiges Wohnen mit der Nähe zur Natur.

Ankommen in Frohnau
Wer in Berlin-Frohnau aussteigt, steht mitten in der alten Gartenstadt.
Vom Bahnhof führen die Wege gleich auf den Ludolfingerplatz.
Zu Fuß erreicht man Villenstraßen, Cafés und das Buddhistische Haus.
Mit der S-Bahn geht es bequem zurück in die Berliner Innenstadt.
So ist der kleine Jugendstilbahnhof das Tor zu einem grünen Stück Berlin.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Häufige Fragen
Seit wann gibt es den Bahnhof Frohnau?
Warum hieß der Bahnhof früher Frohnau (Mark)?
Welche Bahn fährt nach Frohnau?
Was macht Frohnau besonders?
Was kann man vom Bahnhof aus unternehmen?
Weiterfahrt
