Ortstermin
„Nächster Halt Aarau, bitte umsteigen zu den Schmalspurbahnen ins Wynental und Suhrental.“
Der Bahnhof Aarau, wo eine riesige Uhr über den Gleisen hängt
→ Ein Ortstermin im Kanton Aargau.
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Kurz gesagt
Aarau ist der Hauptort des Kantons Aargau und liegt dort, wo das Schweizer Mittelland an den Jura stößt. Sein Bahnhof gehört zu den meistfrequentierten der Schweiz und wurde um das Jahr 2010 vollständig neu gebaut.
Wer in Aarau aus dem Zug steigt, steht an einem der belebtesten Bahnhöfe der Schweiz.
Die Stadt am rechten Ufer der Aare ist der Hauptort des Kantons Aargau.
Von den Gleisen bis in die kleine Altstadt sind es nur wenige Minuten zu Fuß.

Die Stadt am Jurasüdfuß
Aarau liegt am Nordrand des Schweizer Mittellandes, genau am Übergang zum Juragebirge.
Die Aare fließt dicht an der Stadt vorbei und trennte sie lange vom gegenüberliegenden Ufer.
Mit über 21.000 Einwohnern ist Aarau eine überschaubare Mittelstadt geblieben.
Die westliche Stadtgrenze ist zugleich die Grenze zum Kanton Solothurn.
Als Hauptort des Kantons Aargau beherbergt die Stadt die Kantonsregierung und das Kantonsparlament.

Ein Bahnhof an der Ost-West-Achse
Der Bahnhof Aarau wurde 1856 eröffnet und liegt an der wichtigsten Ost-West-Verbindung des Schweizer Schienennetzes.
Diese Hauptlinie verbindet die Städte Zürich, Bern und Basel miteinander.
Westlich der Station grenzt der Abschnitt Richtung Olten an, östlich der Abschnitt Richtung Baden.
Die Strecke unterquert unmittelbar beim Bahnhof in zwei knapp 700 Meter langen Tunnels den Schanzhügel mit dem Regierungsviertel.
So fädeln sich die Gleise mitten durch den Fels unter der Oberstadt hindurch.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Aarau wurde 1856 eröffnet und liegt an der Ost-West-Hauptstrecke der SBB zwischen Zürich, Bern und Basel.
Das heutige Empfangsgebäude entstand nach dem Abriss von 2008 nach Plänen von Theo Hotz und ist rund 330 Meter lang.
An der Südseite starten die meterspurigen Strecken der Wynental- und Suhrentalbahn.
Der Neubau von Theo Hotz
Das ursprüngliche Aufnahmegebäude von 1859 stammte vom Architekten Jakob Friedrich Wanner und war im spätklassizistischen Stil gehalten.
Im Jahr 2008 wurde dieser Bau abgerissen und durch einen modernen, sechsgeschossigen Stahlskelettbau ersetzt.
Den Entwurf lieferte der Zürcher Architekt Theo Hotz.
Der Neubau erstreckt sich über eine Länge von rund 330 Metern entlang der Bahnstrecke.
An seiner Fassade hängt die nach Angaben der Bahn zweitgrößte Bahnhofsuhr Europas.

Die Schmalspurbahnen ins Grüne
An der Südseite der Anlage gibt es einen eigenen, kleineren Bahnhof für meterspurige Strecken.
Von dort fahren die Wynental- und die Suhrentalbahn hinaus in die beiden Täler südlich der Stadt.
Betrieben werden diese Linien vom Unternehmen Aargau Verkehr.
Für viele Pendler aus dem Umland ist dieser Umstieg zwischen Normal- und Schmalspur der tägliche Takt.
So trifft am Bahnhof Aarau das große Fernnetz auf die regionale Feinverteilung.

Verbindungen für den Alltag
Heute halten in Aarau zahlreiche Schnellzüge im Inlandsverkehr der Schweizerischen Bundesbahnen.
Direkte Verbindungen führen unter anderem nach Zürich, Bern, Basel und Genf.
Dazu kommen die Regionalzüge der S-Bahn Aargau und der S-Bahn Zürich.
Eine weitere SBB-Linie, die Aargauische Südbahn, führt über Lenzburg nach Rotkreuz.
Rund fünf Kilometer östlich zweigt in Rupperswil die Heitersbergstrecke als direkte Verbindung Richtung Zürich ab.

Die Altstadt der schönen Giebel
Von den Gleisen sind es nur wenige Minuten in die kleine, gut erhaltene Altstadt.
Aarau gilt wegen seiner bemalten Dachuntersichten als Stadt der schönen Giebel.
Enge Gassen, bürgerliche Häuser und die spätgotische Stadtkirche prägen das Bild.
Über der Oberstadt wacht das Schlössli, einer der ältesten Bauten der Stadt.
Die kurzen Wege machen Aarau zu einem dankbaren Ziel für einen Zwischenhalt.

Kunst im Aargauer Kunsthaus
Nur einen Steinwurf vom Bahnhof entfernt liegt das Aargauer Kunsthaus.
Es wurde 1959 eröffnet und besitzt eine der größten Sammlungen Schweizer Malerei.
Zu den Schwerpunkten zählen Werke von Caspar Wolf, Johann Heinrich Füssli und Ferdinand Hodler.
Der moderne Anbau aus den Jahren 2001 bis 2003 stammt vom Architekturbüro Herzog & de Meuron.
So verbindet das Haus alte Meister mit zeitgenössischer Architektur.

An der Aare und ihre Brücke
Die Aare hat die Geschichte der Stadt immer wieder bestimmt.
Mehrere Holzbrücken wurden im 19. Jahrhundert von Hochwassern zerstört.
1850 wurde schließlich eine Kettenbrücke eröffnet, eine Hängebrücke aus stählernen Gliederketten.
Am Flussufer informiert das 1922 eröffnete Naturmuseum Naturama über Tier- und Pflanzenwelt des Aargaus.
Der Weg vom Wasser zurück zu den Gleisen ist kurz und gut beschildert.

Ankommen in Aarau
Wer in Aarau ankommt, merkt schnell, wie nah Bahn und Stadt beieinanderliegen.
Die große Uhr an der Fassade dient dabei als unübersehbarer Treffpunkt.
Von hier aus erreicht man die Altstadt, das Kunsthaus und die Aare zu Fuß.
Gleichzeitig ist der Bahnhof ein Sprungbrett in den ganzen Kanton und weit darüber hinaus.
Aarau ist damit ein Ort, an dem sich ein Zwischenstopp fast von selbst ergibt.

Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Aarau eröffnet?
Warum ist die Bahnhofsuhr so bekannt?
Welche Schmalspurbahnen fahren in Aarau?
Wohin fahren die Züge von Aarau?
Was lohnt sich in der Stadt?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Olten, das Herz des Schweizer Eisenbahnnetzes – Olten ist der große Eisenbahnknoten gleich westlich, an dem die Linien der halben Schweiz zusammenlaufen.
→ Zürich Hauptbahnhof, die größte Station der Schweiz – Lenzburg lockt mit einem weithin sichtbaren Schloss über der Kleinstadt.
