Ortstermin
„Willkommen in der Eisenbahnkathedrale: Dieser Ortstermin hält in Antwerpen-Centraal.“
Antwerpen-Centraal, die Eisenbahnkathedrale am Zoo
→ Ein Ortstermin in Antwerpen.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Antwerpen-Centraal wurde 1905 eröffnet und trägt wegen seiner 75 Meter hohen Kuppel den Beinamen Eisenbahnkathedrale. Seit einem Umbau im Jahr 2007 wickelt er den Verkehr auf mehreren Ebenen ab.
Manche Bahnhöfe wirken wie Kirchen, und Antwerpen-Centraal ist das beste Beispiel dafür.
Unter einer gewaltigen Steinkuppel und einer luftigen Stahlhalle treffen hier Reisende aus ganz Europa zusammen.
Dieser Ortstermin erzählt, wie aus einem Kopfbahnhof von 1905 ein moderner Bahnhof auf mehreren Ebenen wurde.

Von Mechelen nach Antwerpen
Die Geschichte beginnt mit der 1836 eröffneten Bahnstrecke von Mechelen nach Antwerpen.
Belgien gehörte damit zu den ersten Ländern des europäischen Festlands mit einem Eisenbahnnetz.
Im Jahr 1854 ersetzte ein festes Gebäude den ersten hölzernen Bau.
Aus diesen bescheidenen Anfängen wuchs über die Jahrzehnte ein großer Kopfbahnhof.

Die Halle aus Stahl
Die heutige Anlage entstand zwischen 1899 und 1905.
Über den Gleisen spannt sich eine Bahnhofshalle aus Stahl, die 186 Meter lang und 66 Meter breit ist.
Entworfen hat dieses luftige Dach der Ingenieur Clement Van Bogaert.
Die Halle gibt dem Bahnhof bis heute seine helle, weite Wirkung.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Antwerpen-Centraal wurde im August 1905 eröffnet; Stahlhalle und steinernes Empfangsgebäude entstanden zwischen 1899 und 1905.
Die 75 Meter hohe Kuppel brachte dem Bau den Beinamen Spoorwegkathedraal, also Eisenbahnkathedrale, ein.
Seit dem Umbau von 2007 wird der Verkehr auf mehreren Ebenen abgewickelt, verbunden durch vierzig Aufzüge und achtundvierzig Rolltreppen.
Die Eisenbahnkathedrale
Vor die Halle setzte der Architekt Louis de la Censerie ein steinernes Empfangsgebäude im eklektizistischen Stil.
Über allem thront eine 75 Meter hohe Kuppel, die den ganzen Bau beherrscht.
Wegen dieser Kuppel nennen die Antwerpener ihren Bahnhof im Volksmund Spoorwegkathedraal, also Eisenbahnkathedrale.
Eröffnet wurde die prächtige Anlage im August 1905 unter dem Namen Antwerpen-Centraal.

Stein in Bewegung
Die Kuppel wurde aus dem kalkhaltigen Vinalmontstein errichtet.
Mit der Zeit setzte der saure Regen dem weichen Material zu.
Schon 1953 lösten sich erste Steine aus dem Gefüge.
Später wurde deshalb eine umfassende Sanierung des Bauwerks notwendig.

Ein Bahnhof auf mehreren Ebenen
Um die Jahrtausendwende stieß der alte Kopfbahnhof mit seinen zehn Gleisen an seine Grenzen.
Beim Umbau wurde der Betrieb auf mehrere Ebenen verteilt.
Oben blieben von den zehn Kopfgleisen je drei an beiden Seiten erhalten, dazu kamen zwei neue Untergeschosse.
Die vier Ebenen des Bahnhofs sind mit vierzig Aufzügen und achtundvierzig Rolltreppen miteinander verbunden.

Vom Kopf- zum Durchgangsbahnhof
Das unterste Geschoss nimmt vier Durchfahrtsgleise auf und machte aus dem Kopfbahnhof einen durchfahrbaren.
Ein zweiröhriger Tunnel verbindet den Bahnhof mit dem Netz und ist mit 90 Kilometern pro Stunde befahrbar.
Der unterirdische Bahnhofsteil wurde am 23. März 2007 eröffnet.
Seitdem können internationale Züge zwischen Brüssel und Amsterdam ohne Umweg durch Antwerpen fahren.

Wohin die Züge fahren
Täglich wird der Bahnhof von etwa 540 Zügen befahren.
Die Verbindungen reichen bis nach Rotterdam und weiter nach Amsterdam.
Innerhalb Belgiens fahren Züge nach Brüssel, Gent, Brügge und Lüttich.
Auch Hochgeschwindigkeitszüge nutzen die neuen Strecken rund um den Bahnhof.

Am Koningin Astridplein
Der Bahnhof liegt am Koningin Astridplein, östlich der Antwerpener Altstadt.
Unmittelbar neben dem Empfangsgebäude befindet sich der Zoo von Antwerpen.
In unmittelbarer Nähe erstreckt sich außerdem das bekannte Diamantenviertel.
So steht der Bahnhof mitten in einem der lebhaftesten Teile der Stadt.

Ankommen in Antwerpen
Ankommen in Antwerpen heißt, aus einer Eisenbahnkathedrale in eine alte Handelsstadt zu treten.
Zu Fuß erreicht man rasch die Altstadt mit ihren Plätzen und der großen Liebfrauenkathedrale.
Der Zoo direkt am Bahnhof lädt zu einem ersten Abstecher ein.
So beginnt der Besuch der Stadt schon unter der steinernen Kuppel des Bahnhofs.

Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Häufige Fragen
Wann wurde Antwerpen-Centraal eröffnet?
Warum heißt der Bahnhof Eisenbahnkathedrale?
Was geschah beim Umbau 2007?
Welche Züge halten hier?
Was liegt in der Nähe?
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