Milano Centrale, der monumentale Kopfbahnhof Mailands

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Milano Centrale, der monumentale Kopfbahnhof Mailands

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Milano Centrale wurde 1931 eingeweiht und zählt zu den größten Bahnhöfen Europas. Unter einer 341 Meter langen Stahlhalle enden hier vierundzwanzig Gleise mitten in Mailand.

Wer in Mailand mit dem Zug ankommt, steigt in einer der monumentalsten Bahnhofshallen Europas aus.

Steinmassen, Figuren und eine riesige Glas-Stahl-Halle empfangen die Reisenden am Kopf der Gleise.

Dieser Ortstermin schaut sich an, wie dieser gewaltige Bau entstand und was er bis heute erzählt.

Locs Milano Centrale
Foto: Woudloper, Public domain, via Wikimedia Commons

Ein Ersatz für den Bahnhof von 1864

Der heutige Bahnhof ersetzte den alten Mailänder Hauptbahnhof aus dem Jahr 1864.

Seit der Eröffnung des Simplontunnels 1906 war dieser dem wachsenden Verkehr nicht mehr gewachsen.

Mailand brauchte deshalb einen größeren und moderneren Bahnhof.

So begann die lange Geschichte des Neubaus, der die Stadt bis heute prägt.

Milano Centrale railway station 2015
Foto: Steven Lek, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Baubeginn 1906, Einweihung 1931

Mit dem Bau wurde bereits im April 1906 begonnen, noch bevor ein genauer Plan vorlag.

Das Empfangsgebäude war anfangs schlicht geplant, wurde mit der Zeit aber immer größer und monumentaler.

Besonders unter der faschistischen Regierung sollte der Bau die Stärke des Regimes ausdrücken.

Am 1. Juli 1931 wurde der fertige Bahnhof schließlich eingeweiht.

Milano Centrale Frecciabianca
Foto: Andrzej Otrębski, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Milano Centrale wurde am 1. Juli 1931 eingeweiht und ersetzte den alten Hauptbahnhof von 1864.

Die stählerne Bahnsteighalle ist 341 Meter lang; den Architekturwettbewerb für das Empfangsgebäude gewann 1912 Ulisse Stacchini.

Als Kopfbahnhof mit vierundzwanzig Gleisen nutzen ihn täglich rund 320.000 Reisende bei etwa 500 Zügen.

Der Entwurf von Ulisse Stacchini

Den Architekturwettbewerb für die Stazione Centrale gewann 1912 der Architekt Ulisse Stacchini.

Sein Entwurf verband mehrere Baustile zu einem gewaltigen, schweren Ganzen.

Über die vielen Baujahre hinweg wuchs das Gebäude weit über die ursprüngliche Idee hinaus.

Das Ergebnis ist eine der wuchtigsten Bahnhofsfassaden des Kontinents.

High speed train at platform in Milano Stazione Centrale
Foto: Daniel Case, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Stahlhalle über den Gleisen

Über den Bahnsteigen spannt sich eine mächtige Bahnsteighalle aus Stahl.

Sie ist 341 Meter lang und bedeckt eine Fläche von rund 66.500 Quadratmetern.

Entworfen wurde diese Konstruktion von Alberto Fava.

Unter ihrem Dach wirken selbst lange Fernzüge klein.

Milano Centrale railway station by Tanweer
Foto: Tanweer Morshed, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vierundzwanzig Gleise, 320.000 Reisende

Als Kopfbahnhof besitzt Milano Centrale vierundzwanzig Gleise.

Täglich nutzen ihn rund 320.000 Fahrgäste bei etwa 500 Zügen.

Übers Jahr gerechnet ergibt das etwa 120 Millionen Reisende.

Damit gehört er zu den wichtigsten Bahnhöfen im europäischen Verkehrsnetz.

TEE Settebello arriving at Milano Centrale in 1983
Foto: Steve Morgan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gleis 21 und die Erinnerung

Unterhalb der Haupthalle liegt das Gleis 21, das heute eine besondere Bedeutung trägt.

Von Dezember 1943 bis Januar 1945 wurden von hier jüdische Menschen und politische Gefangene deportiert.

Das tiefer gelegene Gleis diente ursprünglich der Post und hatte einen eigenen Zugang.

Heute erinnert an diesem Ort ein Gedenkort an die Opfer dieser Deportationen.

Milano Centrale Railway Station in 2018.02
Foto: CAPTAIN RAJU, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mitten im Fernverkehr

Von den Bahnsteigen aus starten die schnellen Fernzüge in ganz Italien.

Hochgeschwindigkeitszüge verbinden Mailand unter anderem mit Rom und Turin.

Auch internationale Verbindungen nutzen den großen Kopfbahnhof.

So ist Milano Centrale ein zentraler Knoten für den Verkehr im Norden des Landes.

Milano Centrale Railway Station in 2018.03
Foto: CAPTAIN RAJU, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Tor zur Stadt

Der Bahnhof liegt nordöstlich des historischen Stadtzentrums von Mailand.

Direkt unter dem Gebäude halten zwei Linien der Mailänder U-Bahn.

Mit ihnen erreicht man das Zentrum in wenigen Minuten.

So ist der Weg vom Gleis in die Innenstadt kurz und bequem.

Milano Centrale Railway Station in 2018.01
Foto: CAPTAIN RAJU, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Mailand

Ankommen in Mailand heißt, aus einer steinernen Kathedrale des Verkehrs in die Modestadt zu treten.

Der Dom, die Galleria Vittorio Emanuele II. und das Teatro alla Scala liegen nur eine kurze Fahrt entfernt.

Wer weiterreisen möchte, sitzt bald im Hochgeschwindigkeitszug Richtung Süden.

So beginnt der Besuch der Stadt schon unter der gewaltigen Halle des Bahnhofs.

Milano Centrale Railway Station in 2018.06
Foto: CAPTAIN RAJU, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Häufige Fragen

Wann wurde Milano Centrale eröffnet?
Der heutige Bahnhof wurde am 1. Juli 1931 eingeweiht. Er ersetzte den überlasteten alten Hauptbahnhof aus dem Jahr 1864.
Wie groß ist der Bahnhof?
Als Kopfbahnhof besitzt Milano Centrale vierundzwanzig Gleise. Die stählerne Bahnsteighalle ist 341 Meter lang und überspannt eine Fläche von rund 66.500 Quadratmetern.
Wer hat den Bahnhof entworfen?
Den Architekturwettbewerb gewann 1912 der Architekt Ulisse Stacchini. Unter dem faschistischen Regime wurde das Empfangsgebäude immer monumentaler ausgeführt.
Was hat es mit Gleis 21 auf sich?
Von Dezember 1943 bis Januar 1945 wurden von Gleis 21 jüdische Menschen und politische Gefangene deportiert. Heute erinnert an diesem Ort ein Gedenkort an die Opfer.
Wie viele Reisende nutzen den Bahnhof?
Täglich sind es rund 320.000 Fahrgäste bei etwa 500 Zügen. Übers Jahr gerechnet ergibt das rund 120 Millionen Reisende.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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