Ortstermin
„Welkom in Amsterdam: Dieser Ortstermin hält im Hauptbahnhof am Wasser.“
Amsterdam Centraal, das Stadttor auf neuntausend Pfählen
→ Ein Ortstermin in Amsterdam.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Amsterdam Centraal wurde 1889 eröffnet und steht auf drei künstlichen Inseln im IJ. Der Backsteinbau von Pierre Cuypers ist als Stadttor mit zwei Türmen gestaltet.
Wer in Amsterdam mit dem Zug ankommt, tritt durch ein steinernes Stadttor in die Stadt.
Der Hauptbahnhof steht am Wasser und ruht auf Tausenden von Holzpfählen im feuchten Grund.
Dieser Ortstermin erzählt, wie dieser Backsteinbau zum Tor zwischen Stadt und Hafen wurde.

Hauptbahnhof der Hauptstadt
Amsterdam Centraal ist der Hauptbahnhof der niederländischen Hauptstadt.
Im Jahr 2025 nutzten ihn täglich rund 168.000 Fahrgäste.
Damit ist er nach Utrecht Centraal der am zweitstärksten frequentierte Bahnhof der Niederlande.
Für die ganze Region ist er der wichtigste Knotenpunkt des Bahnverkehrs.

Gebaut auf drei Inseln
Der Bahnhof wurde auf drei künstlich aufgeschütteten Inseln im Gewässer IJ errichtet.
Der Untergrund dort ist sandig und feucht und trägt schwere Bauten nur schlecht.
Deshalb steht das Gebäude auf rund neuntausend Holzpfählen.
Diese Pfähle reichen tief in den Boden und geben dem Bahnhof festen Halt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Amsterdam Centraal wurde 1889 eröffnet und auf drei künstlichen Inseln im IJ errichtet.
Wegen des weichen Untergrundes ruht das Gebäude auf rund neuntausend Holzpfählen.
Das Empfangsgebäude im Stil der Neorenaissance entwarf Pierre Cuypers, der auch das Rijksmuseum schuf.
Cuypers und das Stadttor
Entworfen wurde das Empfangsgebäude vom Architekten Pierre Cuypers.
Es besteht aus rotem Backstein mit Verzierungen aus Naturstein und ist im Stil der Neorenaissance gehalten.
Den etwas vorspringenden Haupteingang gestaltete Cuypers bewusst als Stadttor mit zwei Türmen.
So haben die Reisenden das Gefühl, durch ein Tor die Stadt zu betreten.

Zwei Türme mit Geschichten
Die beiden Türme am Eingang sind reich verziert.
Ihre Darstellungen zeigen Szenen aus Handel, Industrie und Schifffahrt.
Damit erzählt der Bahnhof schon an der Fassade von der Geschichte der Handelsstadt.
Der Bau wurde so selbst zu einem Denkmal des alten Amsterdam.

Die Bahnsteighallen
Die beiden großen, röhrenförmig wirkenden Bahnsteighallen gehen auf den Ingenieur L. J. Eijmer zurück.
Die erste Halle auf der Stadtseite wurde 1889 fertiggestellt.
Die schmalere und längere Halle zur Wasserseite hin folgte im Jahr 1922.
Die dazwischen offen gebliebenen Bereiche wurden erst 1996 überdacht.

Ein Knoten für In- und Ausland
Von den Bahnsteigen aus starten Nah-, Fern- und internationale Züge.
Der Bahnhof verbindet Amsterdam mit dem ganzen Land und mit dem Ausland.
Tagein, tagaus strömen Pendler und Reisende durch die Hallen.
So ist der Bahnhof das pulsierende Herz des niederländischen Bahnverkehrs.

Verwandt mit dem Rijksmuseum
Derselbe Architekt Pierre Cuypers entwarf auch das berühmte Rijksmuseum.
Beide Bauten teilen die Formensprache aus rotem Backstein und Naturstein.
So stehen sich Bahnhof und Museum wie zwei Geschwister in der Stadt gegenüber.
Wer den einen Bau kennt, erkennt im anderen sofort dieselbe Handschrift.

Am Kopf der Grachten
Der Bahnhof schließt den Halbkreis der berühmten Grachten nach Norden hin ab.
Vor dem Gebäude liegt das Wasser des IJ mit seinen Fähren.
Südlich beginnt gleich die Altstadt mit ihren Kanälen und Brücken.
So steht der Bahnhof genau an der Nahtstelle zwischen Stadt und Hafen.

Ankommen in Amsterdam
Ankommen in Amsterdam Centraal heißt, aus einem Stadttor mitten in die Grachtenstadt zu treten.
Fähren setzen gleich hinter dem Bahnhof kostenlos über das IJ.
Die Altstadt, der Dam und die großen Museen sind rasch zu erreichen.
So beginnt der Besuch der Stadt schon unter den Türmen des Bahnhofs.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Häufige Fragen
Wann wurde Amsterdam Centraal eröffnet?
Warum steht der Bahnhof auf Pfählen?
Wer hat den Bahnhof entworfen?
Warum sieht der Eingang wie ein Tor aus?
Wie wichtig ist der Bahnhof?
Weiterfahrt
