Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Reisende, Sie fahren nun durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt, rund 57 Kilometer mitten durch die Schweizer Alpen.“
Wie lang ist der Gotthard-Basistunnel?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Gotthard-Basistunnel ist mit rund 57 Kilometern je Röhre der längste Eisenbahntunnel der Welt. Er wurde 2016 eröffnet und führt die Züge flach und schnell durch die zentralen Alpen.
Seit Jahrhunderten suchen die Menschen einen bequemen Weg durch den Gotthard.
Mit dem Basistunnel ist dieser Weg so kurz und flach wie nie zuvor.
Seine wichtigste Zahl ist eine Länge, die lange als unerreichbar galt.

Die wichtigsten Zahlen
≈ 57 km
Länge je Röhre
längster Eisenbahntunnel der Welt
2450 m
Fels darüber
größte Gesteinsüberdeckung weltweit
176
Verbindungsgänge
zur Sicherheit, etwa alle 325 Meter
Quelle: Wikipedia-Artikel zum Gotthard-Basistunnel. Stand 2026.
Die große Zahl
Der Gotthard-Basistunnel ist mit rund 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt.
Genauer sind es gut 57 Kilometer je Röhre, denn der Tunnel besteht aus zwei getrennten Einspurröhren.
Damit führt er tief unter den zentralen Schweizer Alpen hindurch, von Nord nach Süd.
Kein anderer Eisenbahntunnel auf der Erde reicht an diese Länge heran.
Die Zahl 57 ist seit der Eröffnung zu einem Sinnbild für Schweizer Ingenieurskunst geworden.
Sie markiert den vorläufigen Höhepunkt im langen Ringen um einen Weg durch den Gotthard.

Zwei Röhren, ein Rekord
Der Tunnel besteht aus zwei parallel verlaufenden Röhren mit je einem Gleis.
Jede dieser Röhren ist für sich schon rund 57 Kilometer lang.
Zwischen den beiden Röhren liegen 176 Verbindungsgänge für den Notfall.
Diese Gänge liegen etwa alle 325 Meter und führen von einer Röhre in die andere.
Im Gefahrenfall können Reisende so rasch in die sichere Nachbarröhre gelangen.
An zwei Stellen können Züge zudem von der einen Röhre in die andere wechseln.
Gut zu wissen
Der Gotthard-Basistunnel ist mit rund 57 Kilometern je Röhre der längste Eisenbahntunnel der Welt; er wurde am 1. Juni 2016 offiziell eröffnet und nahm am 11. Dezember 2016 den planmäßigen Reisezugverkehr auf.
Der Tunnel besteht aus zwei Einspurröhren, die durch 176 Verbindungsgänge gesichert sind; über seiner höchsten Stelle liegen rund 2450 Meter Fels, die größte Gesteinsüberdeckung aller Eisenbahntunnel der Welt.
Siebzehn Jahre Bauzeit
Der Bau des Tunnels zog sich über rund siebzehn Jahre hin.
Die Arbeiten begannen Ende der 1990er Jahre tief im Inneren der Berge.
Riesige Bohrmaschinen fraßen sich Meter für Meter durch das harte Gestein.
Im Jahr 2016 war das lang ersehnte Werk endlich vollendet.
Am 1. Juni 2016 wurde der Tunnel mit einem großen Fest offiziell eröffnet.
Den planmäßigen Verkehr mit Reisezügen nahm er am 11. Dezember 2016 auf.
Ein Berg aus Fels über dem Kopf
Über dem Tunnel türmt sich an der höchsten Stelle rund 2450 Meter Fels.
Das ist die größte Gesteinsüberdeckung aller Eisenbahntunnel der Welt.
Man stelle sich einen Berg vor, der höher ist als viele Alpengipfel.
Genau unter einer solchen Last aus Fels verläuft hier die Strecke.
Der enorme Druck des Gebirges war eine der größten Schwierigkeiten beim Bau.
Nur mit großem Aufwand ließ sich die Röhre gegen diesen Druck sichern.
Flach durch die Alpen
Der Basistunnel liegt viel tiefer als die alte Bergstrecke von 1882.
Sein höchster Punkt liegt nur auf etwa 549 Metern über dem Meer.
Das Nordportal bei Erstfeld liegt auf rund 460 Metern Höhe.
Das Südportal bei Bodio liegt auf etwa 312 Metern.
Dadurch müssen die Züge keine steile Rampe mehr über den Berg nehmen.
Genau das meint der Begriff Basistunnel, also ein Tunnel am Fuß des Gebirges.
Schneller von Nord nach Süd
Mit dem Tunnel wurde die Fahrt durch die Alpen deutlich kürzer.
Zwischen Zürich und Lugano verkürzte sich die Reisezeit um rund 40 Minuten.
Heute dauert diese Fahrt nur noch etwa zwei Stunden.
Die Züge rollen fast eben und ohne großen Umweg durch den Berg.
Für den Güterverkehr bedeutet das mehr Tempo und schwerere Lasten.
So rückten der Norden und der Süden Europas spürbar näher zusammen.
Tempo im Tunnel
Für den Tunnel war eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde geplant.
In der Praxis fahren die Reisezüge dort meist mit rund 200 Kilometern pro Stunde.
Schon dieses Tempo ist für einen so langen Tunnel beachtlich.
Die Reisenden merken von der hohen Geschwindigkeit im Inneren kaum etwas.
Nur das Pfeifen der Luft und die Dunkelheit draußen verraten die Fahrt.
Nach wenigen Minuten taucht der Zug am anderen Ende wieder ins Licht.
Teil eines großen Plans
Der Gotthard-Basistunnel ist das Herzstück eines großen Schweizer Verkehrsplans.
Dieser Plan trägt den Namen Neue Eisenbahn-Alpentransversale, kurz NEAT.
Ziel ist es, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen.
Dafür wurden gleich mehrere lange Tunnel durch die Alpen gebohrt.
Der Basistunnel am Gotthard ist davon der längste und bekannteste.
Zusammen bilden diese Tunnel eine flache Achse mitten durch die Berge.
Ein alter Traum wird wahr
Schon 1882 war unter dem Gotthard ein erster großer Tunnel entstanden.
Dieser ältere Scheiteltunnel ist nur rund 15 Kilometer lang.
Er liegt zudem viel höher und zwingt die Züge auf eine kurvige Bergstrecke.
Der neue Basistunnel nimmt den Zügen diesen beschwerlichen Umweg ab.
Damit erfüllte sich ein Traum von Ingenieuren aus mehreren Generationen.
Rund 57 Kilometer gerade durch den Fels galten lange als undenkbar.
Was die Länge wirklich bedeutet
Rund 57 Kilometer sind mehr als eine bloße Rekordzahl.
Sie stehen für die Idee, die Alpen nicht zu bezwingen, sondern zu unterfahren.
Jeder Meter dieser Länge wurde dem Berg mühsam abgerungen.
So wurde aus einem Hindernis für den Verkehr ein schneller Durchgang.
Die Zahl erzählt damit von Mut, Technik und sehr langem Atem.
Genau deshalb gilt der Tunnel als eines der größten Bauwerke unserer Zeit.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
