Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Zug gehört zu einer Familie von 480 Fahrzeugen, die einst für die Olympiade nach München kamen.“
Wie viele Triebzüge der Baureihe 420 wurden gebaut?
→ Ein S-Bahn-Klassiker in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Von der Baureihe 420 wurden zwischen 1969 und 1997 genau 480 Triebzüge gebaut. Die dreiteiligen Elektrotriebzüge nahmen ihren Dienst zur Olympiade 1972 bei der S-Bahn München auf und bekamen dort den Spitznamen Olympiatriebwagen. Später prägten sie den Nahverkehr auch in Stuttgart, Frankfurt, im Rhein-Ruhr-Gebiet und in anderen Regionen.
Wer in den letzten fünfzig Jahren eine deutsche S-Bahn bestiegen hat, kennt dieses Fahrzeug fast mit Sicherheit.
Die Baureihe 420 war über Jahrzehnte das vertraute Gesicht des schnellen Nahverkehrs in den großen Ballungsräumen.
Wie viele dieser Triebzüge tatsächlich gebaut wurden, lässt sich erstaunlich genau beziffern.

Die wichtigsten Zahlen
480
gebaute Triebzüge
Baujahre 1969 bis 1997
3-teilig
Aufbau eines Zuges
zwei Triebköpfe und ein Mittelwagen
120 km/h
Höchstgeschwindigkeit
auf den S-Bahn-Verkehr zugeschnitten
1972
Ersteinsatz in München
rechtzeitig zur Olympiade
1997
Ende der Lieferungen
nach fast drei Jahrzehnten Bau
ET 27
Erfahrungsträger
dessen Technik in die 420 einfloss
Quellen: deutschsprachige Wikipedia „DB-Baureihe 420″. Die Stückzahl von 480 Einheiten stammt aus dem Artikel, weitere Angaben sind gerundet.
Die große Zahl
Von der Baureihe 420 wurden insgesamt 480 Triebzüge gebaut.
Die Fertigung zog sich über einen sehr langen Zeitraum von 1969 bis 1997 hin.
Damit gehört die 420 zu den meistgebauten Elektrotriebzügen der deutschen Nahverkehrsgeschichte.
Eine so große Flotte entsteht nur, wenn ein Fahrzeug über viele Jahre überzeugt.

Zuerst für München
Die ersten Züge wurden gezielt für die junge S-Bahn München beschafft.
Sie sollten pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 1972 einsatzbereit sein.
Aus diesem Anlass erhielten sie den bis heute bekannten Spitznamen Olympiatriebwagen.
Der Start unter dem Druck eines Großereignisses prägte den Ruf der Baureihe.
Gut zu wissen
Von der Baureihe 420 entstanden zwischen 1969 und 1997 genau 480 dreiteilige Elektrotriebzüge, die ihren Dienst 1972 bei der S-Bahn München aufnahmen.
Wegen des Ersteinsatzes zu den Olympischen Spielen tragen sie den Spitznamen Olympiatriebwagen; später fuhren sie in vielen weiteren S-Bahn-Netzen.
Wie ein 420 aufgebaut ist
Ein Zug der Baureihe 420 besteht aus drei fest verbundenen Wagen.
An beiden Enden sitzt je ein angetriebener Triebkopf mit Führerstand.
Dazwischen läuft ein antriebsloser Mittelwagen für weitere Fahrgäste.
Diese einfache Gliederung machte die Fahrzeuge robust und wartungsfreundlich.
Gebaut für den dichten Takt
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 Kilometern in der Stunde.
Für eine S-Bahn ist nicht das Spitzentempo entscheidend, sondern die zügige Beschleunigung.
Die 420 konnte nach jedem Halt schnell wieder auf Tempo kommen.
Genau das braucht ein Verkehr mit vielen eng aufeinander folgenden Stationen.
In vielen Städten zu Hause
Nach München kamen die Triebzüge in weitere große Nahverkehrsnetze.
Sie fuhren unter anderem in Stuttgart, Frankfurt und im Rhein-Ruhr-Gebiet.
Über Jahrzehnte war die Baureihe damit in weiten Teilen des Landes präsent.
Für Millionen Pendler war sie schlicht der Zug, mit dem man zur Arbeit fährt.
Woher der Spitzname kommt
Der Name Olympiatriebwagen geht allein auf den Ersteinsatz 1972 zurück.
Die Spiele machten die neue Münchner S-Bahn über Nacht bekannt.
Das silberne Fahrzeug wurde so zum Sinnbild des modernen Nahverkehrs.
Selbst Fahrgäste in anderen Städten übernahmen den Beinamen später.
Erfahrung aus dem Vorgänger
In die Konstruktion der 420 flossen Erfahrungen mit der Baureihe ET 27 ein.
Aus deren Betrieb hatte man gelernt, was ein S-Bahn-Fahrzeug leisten muss.
So wurde die 420 von Anfang an auf den harten Alltagsbetrieb ausgelegt.
Das zahlte sich in ihrer außergewöhnlich langen Dienstzeit aus.
Ein langes Bauprogramm
Zwischen dem ersten und dem letzten Zug lagen fast drei Jahrzehnte.
Immer wieder wurden neue Serien in leicht veränderter Form nachbestellt.
Diese Beständigkeit ist in der Fahrzeuggeschichte alles andere als selbstverständlich.
Sie zeigt, wie gut das Grundkonzept von Beginn an durchdacht war.
Der Alltag der Baureihe
Tag für Tag brachten die Züge Menschen zur Arbeit, zur Schule und zurück.
Sie hielten im dichten Takt an unzähligen Stationen in den Ballungsräumen.
Dabei legten die einzelnen Fahrzeuge im Laufe der Jahre enorme Strecken zurück.
Kaum ein Zug ist so sehr mit dem Bild der deutschen S-Bahn verbunden.
Der langsame Abschied
Mit der Zeit kamen modernere Triebzüge wie die Baureihe 423 hinzu.
Sie boten durchgehend begehbare Wagen und einen leichteren Einstieg.
Nach und nach zogen sich die alten 420 aus dem Regelbetrieb zurück.
Einzelne Fahrzeuge blieben jedoch lange als Reserve oder bei Museen erhalten.
Was die Zahl bedeutet
480 Triebzüge sind mehr als nur eine große Stückzahl.
Sie stehen für Jahrzehnte, in denen dieses Fahrzeug den Nahverkehr trug.
Jeder einzelne Zug hat Millionen Fahrgäste befördert.
Die Zahl, die bleibt, ist einfach: 480 Olympiatriebwagen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
