Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, Sie befinden sich auf Europas meistbefahrener Bahnlinie. Bitte halten Sie sich gut fest.“
Wie viele Fahrgäste hat der Pariser RER?
→ Ein Schnellbahnnetz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Den Pariser RER nutzen täglich rund 2,7 Millionen Fahrgäste. Das regionale Schnellbahnnetz verbindet auf fünf Linien die Vororte mit dem Zentrum und entlastet so die ältere Métro.
Wer morgens in Paris in die Vororte oder ins Zentrum will, steigt oft nicht in die Métro, sondern in den RER.
Diese schnellen Regionalzüge tauchen mitten in der Stadt unter die Erde und verbinden die weit auseinanderliegenden Enden der Region.
Doch wie viele Menschen sind in diesem zweiten, größeren Pariser Netz eigentlich täglich unterwegs?

Die wichtigsten Zahlen
≈ 2,7 Mio.
Fahrgäste pro Tag
auf dem gesamten RER-Netz
1,4 Mio.
täglich auf der Linie RER A
meistbefahrene Bahnlinie Europas
5 Linien
A bis E
auf rund 587 Kilometern Strecke
Die Zahlen beziehen sich auf das RER-Netz der Île-de-France; die Métro wird getrennt gezählt.
Die Antwort in einer Zahl
Den Pariser RER nutzen pro Tag rund 2,7 Millionen Fahrgäste.
Sie verteilen sich auf fünf Linien, die mit den Buchstaben A bis E bezeichnet werden.
Zusammen bilden diese Linien ein Streckennetz von etwa 587 Kilometern mit 258 Stationen.
Das ist eine der höchsten Fahrgastzahlen, die ein Regionalbahnnetz weltweit erreicht.

RER A, die meistbefahrene Bahnlinie Europas
Den Löwenanteil trägt eine einzige Linie, der RER A.
Auf ihr sind täglich rund 1,4 Millionen Fahrgäste unterwegs.
Das macht sie zur meistbefahrenen Bahnlinie Europas und zu einer der meistgenutzten der Welt.
Die Linie RER B folgt mit etwa 983.000 Fahrgästen pro Tag auf dem zweiten Platz in Europa.
Gut zu wissen
Die Angabe von rund 2,7 Millionen Fahrgästen bezieht sich auf das gesamte RER-Netz. Einzelne Zählungen können je nach Jahr und Methode leicht abweichen.
Métro und RER werden in der Statistik getrennt geführt, auch wenn sie an vielen Stationen ineinandergreifen.
Was den RER von der Métro unterscheidet
Die Métro ist das engmaschige Netz für kurze Wege innerhalb der Stadt.
Der RER dagegen hält seltener und fährt dafür schneller und weiter.
Er verbindet Orte, die dreißig oder vierzig Kilometer auseinanderliegen, mit wenigen Zwischenhalten.
So wird der RER zur Schnellspur für alle, die aus den Vororten ins Zentrum pendeln.
Mitten durch Paris, aber unter der Erde
Das Besondere am RER ist, dass er die Innenstadt in Tunneln unterquert.
Dadurch entstehen durchgehende Verbindungen von einem Vorort über das Zentrum bis zum Vorort auf der anderen Seite.
Man muss also nicht am Stadtrand aus- und in die Métro umsteigen.
Innerhalb von Paris wirkt der RER dabei wie eine Express-Métro, die nur an den großen Knoten hält.
Fünf Linien, zwei Betreiber
Betrieben wird der RER von zwei Unternehmen gemeinsam.
Die Linien A und B teilen sich die Pariser Verkehrsgesellschaft RATP und die Staatsbahn SNCF.
Die Linien C, D und E fahren allein unter Regie der SNCF.
Diese geteilte Zuständigkeit ist historisch gewachsen und für Fahrgäste im Alltag kaum spürbar.
Ein Netz aus den 1970er Jahren
Der RER wurde seit den 1970er Jahren als Ergänzung zur alten Métro ausgebaut.
Die Idee war, die überlastete Métro zu entlasten und die rasch wachsenden Vororte besser anzubinden.
Schon damals zeichnete sich ab, dass eine Weltstadt wie Paris mehr als ein einziges Schienennetz braucht.
Heute ist der RER aus dem Alltag der Region Île-de-France nicht mehr wegzudenken.
Der große Knoten Châtelet-Les Halles
Im Zentrum treffen Métro und RER am Bahnhof Châtelet-Les Halles aufeinander.
Dort kreuzen sich drei RER-Linien und fünf Métrolinien.
Der Bahnhof zählt zu den größten unterirdischen Bahnhöfen der Welt.
An solchen Knoten entscheidet sich, wie reibungslos Millionen Fahrgäste täglich umsteigen.
587 Kilometer für die Fläche
Mit rund 587 Kilometern Strecke ist das RER-Netz deutlich länger als die Métro.
Die Métro kommt auf 245,6 Kilometer, verteilt diese aber auf die enge Kernstadt.
Der RER dagegen streckt seine Linien weit in die umliegende Region hinaus.
Länge und Fahrgastzahl erzählen hier also zwei verschiedene Seiten derselben Stadt.
Warum so viele den RER nehmen
Die hohe Fahrgastzahl hat einen einfachen Grund, nämlich Zeit.
Wer aus einem Vorort kommt, ist mit dem RER oft deutlich schneller als mit Bus oder Métro.
Dazu kommt, dass viele Arbeitsplätze und Sehenswürdigkeiten direkt an RER-Stationen liegen.
So bündelt der RER die großen Pendlerströme der gesamten Hauptstadtregion.
Was die Zahl im Alltag bedeutet
Mehr als zweieinhalb Millionen Fahrgäste an einem Tag bedeuten volle Bahnsteige in der Hauptverkehrszeit.
Schon kleine Störungen wirken sich deshalb schnell auf sehr viele Menschen aus.
Gleichzeitig zeigt die Zahl, wie viel Autoverkehr ein gut ausgebautes Schienennetz ersparen kann.
Der RER ist damit ein Beispiel dafür, wie eine Region ihre Wege auf die Schiene verlagert.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
