Zahlen, bitte!
„Gleich geht es über die Schlucht: Zweihundertfünfzig Brücken tragen die Bahn in die Nilgiri-Berge.“
Wie viele Brücken hat die Nilgiri-Bergbahn?
→ Eine Bergstrecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Nilgiri-Bergbahn überquert 250 Brücken. Dazu kommen 208 Kurven und 16 Tunnel.
Zwischen den steilen Hängen der Nilgiri-Berge klaffen viele Täler und Schluchten.
Damit die Bahn sie überwinden kann, braucht sie zahlreiche Brücken.
Zweihundertfünfzig Stück sind es auf der ganzen Strecke.

Die wichtigsten Zahlen
250
Brücken
über Täler und Bäche
16
Tunnel
durch den Fels
208
Kurven
auf 46 Kilometern
Zweihundertfünfzig Brücken verbinden die Hänge und machen den Anstieg nach Ooty erst möglich.
Die Zahl im Überblick
Die Nilgiri-Bergbahn überquert 250 Brücken.
So steht es im Wikipedia-Artikel zur Strecke.
Gemeinsam mit 208 Kurven und 16 Tunneln ergibt das ein eindrucksvolles Bild.
Auf nur 46 Kilometern ist diese Zahl bemerkenswert hoch.
Im Schnitt liegt also fast alle zweihundert Meter eine Brücke.
Jede davon musste einzeln geplant und gebaut werden.

Wo die Bahn fährt
Die Nilgiri-Bergbahn klettert im Süden Indiens von Mettupalayam hinauf in die Nilgiri-Berge.
Ihr Ziel ist die alte britische Höhenstadt Udagamandalam, die fast alle nur Ooty nennen.
Unterwegs hält sie in Coonoor, wo der steilste Teil der Strecke beginnt.
Die Linie ist rund 46 Kilometer lang und überwindet dabei etwa 1900 Höhenmeter.
Sie gehört zu den berühmten Bergbahnen in den Westghats, einer Gebirgskette am Rand des Dekkan-Hochlands.
Gut zu wissen
Viele der Brücken liegen im unteren, besonders steilen Abschnitt der Strecke.
Die Nilgiri-Bergbahn fährt mit Meterspur und zum Teil bis heute mit Dampf.
Warum so viele Brücken
Die Nilgiri-Berge sind von Bächen und tiefen Tälern durchzogen.
Jedes Mal, wenn die Trasse auf ein solches Tal trifft, braucht sie eine Brücke.
Ein Umweg um jede Schlucht wäre viel zu lang gewesen.
Darum spannte man die Strecke über die Einschnitte hinweg.
So bleibt der Weg kurz und die Steigung gleichmäßig.
Die 250 Brücken sind die logische Folge dieses Geländes.
Der lange Weg zum Bau
Geplant wurde eine Bahn in die Nilgiris schon seit 1845, doch der Bau zog sich über Jahrzehnte.
Fertiggestellt wurde die Strecke 1899, nach Plänen des Schweizer Ingenieurs Niklaus Riggenbach.
Betrieben wurde sie zuerst von der Madras Railway, ab 1908 von der South Indian Railway.
Der steile Abschnitt nutzt eine Zahnstange, damit die Züge sicher bergauf und bergab kommen.
Die Spur ist schmal, und bis heute ziehen zum Teil Dampflokomotiven die Wagen den Berg hinauf.
Brücken aus Stein und Stahl
Viele der Brücken wurden aus gemauertem Stein errichtet.
Andere tragen stählerne Träger über die größeren Täler.
Beide Bauweisen haben über hundert Jahre überdauert.
Die Pfeiler stehen oft mitten im dichten Bergwald.
Regen und Monsun setzen ihnen seit Jahrzehnten zu.
Dass sie noch tragen, spricht für die Qualität des Baus.
Brücken, Kurven und Tunnel
Die 250 Brücken wirken erst im Zusammenspiel richtig.
Zwischen ihnen winden sich 208 Kurven den Berg hinauf.
Und 16 Tunnel führen dort durch, wo kein Weg außen herumführt.
Diese drei Zahlen beschreiben dieselbe Strecke.
Sie zeigen, wie viel Technik auf wenigen Kilometern steckt.
Kaum ein Abschnitt verläuft einfach geradeaus.
Ein Welterbe auf Schienen
Seit 2005 gehört die Nilgiri-Bergbahn zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Sie ist dort unter dem Titel „Mountain Railways of India“ eingetragen, zusammen mit anderen indischen Bergbahnen.
Diese Auszeichnung schützt die alte Technik und die aufwendige Linienführung.
Für viele Reisende ist die langsame Fahrt selbst schon das eigentliche Ziel.
Die Bahn gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele für den Bergbahnbau der Kolonialzeit.
Langsam, aber lohnend
Schnell ist die Nilgiri-Bergbahn nicht, und das ist hier kein Nachteil.
Die Züge kriechen mit wenigen Stundenkilometern durch Wald, Teeplantagen und Felsen.
Für die gesamte Strecke braucht ein Zug mehrere Stunden.
Gerade dieses gemächliche Tempo macht die Fahrt zum Erlebnis.
Wer oben in Ooty ankommt, hat eine der schönsten Bahnstrecken Südasiens hinter sich.
Aussicht von der Brücke
Für Reisende sind die Brücken die schönsten Stellen der Fahrt.
Von ihnen aus öffnet sich der Blick über Täler und Teehänge.
Oft sieht man tief unten einen Bach oder eine Straße.
Für einen Moment schwebt der Zug scheinbar in der Luft.
Fotografen warten genau auf diese Augenblicke.
So werden die 250 Brücken zu Fenstern in die Landschaft.
Im Vergleich mit anderen Bergbahnen
Bergbahnen in aller Welt brauchen Brücken, um Täler zu queren.
Alpenbahnen wie die Berninabahn sind für ihre Viadukte berühmt.
Die Nilgiri-Bahn hat zwar kleinere, aber dafür sehr viele Brücken.
Jede Strecke passt sich ihrem Gelände an.
In den Nilgiris bedeutet das eben 250 einzelne Übergänge.
Das macht die Strecke so besonders.
Was die Zahl erzählt
Zweihundertfünfzig Brücken sind mehr als eine nüchterne Angabe.
Sie erzählen von zerklüfteten Bergen und viel Erfindergeist.
Sie erklären, warum der Bau so lange dauerte.
Und sie machen verständlich, warum die Fahrt so langsam ist.
Jede Brücke ist ein kleines Denkmal der Ingenieurskunst.
Zusammen tragen sie die Bahn sicher nach Ooty.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
