Zahlen, bitte!
„Gleich geht es über das Viadukt: Achthundertvierundsechzig Brücken tragen die Bahn nach Shimla.“
Wie viele Brücken hat die Kalka-Shimla Railway?
→ Eine Bergstrecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Kalka-Shimla Railway überquert 864 Brücken, viele davon mehrstöckige Viadukte.
Die Strecke nach Shimla ist von tiefen Tälern durchschnitten.
Damit die Bahn sie queren kann, braucht sie unzählige Brücken.
Achthundertvierundsechzig Stück sind es auf der ganzen Linie.

Die wichtigsten Zahlen
864
Brücken
viele davon Viadukte
102
Tunnel
längster rund 1,14 km
919
Kurven
auf 96,5 Kilometern
Achthundertvierundsechzig Brücken verbinden die Hänge, viele davon sind hohe gemauerte Viadukte.
Die Zahl im Überblick
Die Kalka-Shimla Railway überquert 864 Brücken.
So steht es im Wikipedia-Artikel zur Strecke.
Viele davon sind hohe, mehrstöckige Viadukte.
Dazu kommen 102 Tunnel und 919 Kurven.
Auf 96,5 Kilometern ist diese Zahl außergewöhnlich hoch.
Jede Brücke musste in schwierigem Gelände gebaut werden.

Wo die Bahn fährt
Die Kalka-Shimla Railway führt im Norden Indiens von Kalka hinauf in die Himalaya-Vorberge.
Ihr Ziel ist Shimla, die Hauptstadt des Bundesstaates Himachal Pradesh.
Die Strecke ist insgesamt 96,5 Kilometer lang.
Dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von rund 1420 Metern.
Kalka liegt auf etwa 656 Metern, der Bahnhof Shimla auf 2076 Metern.
Gut zu wissen
Viele Brücken der Strecke sind mehrstöckige, allein aus Stein gemauerte Viadukte.
Die Kalka-Shimla Railway fährt mit der schmalen Spurweite von 762 Millimetern.
Warum so viele Brücken
Die Himalaya-Vorberge sind von Schluchten und Bächen durchzogen.
Jedes Tal zwang die Erbauer zu einer neuen Brücke.
Ein Umweg um jede Schlucht hätte die Strecke endlos verlängert.
Darum spannte man sie über die Einschnitte hinweg.
So blieb der Weg kurz und die Steigung gleichmäßig.
Die 864 Brücken sind die Folge dieses Geländes.
Warum die Bahn gebaut wurde
Shimla war seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Sommerhauptstadt der britischen Regierung in Indien.
In der kühlen Höhe entkamen die Beamten der Hitze von Delhi und Kolkata.
Um den Weg dorthin zu erleichtern, ließ die Kolonialregierung die Bahn bauen.
Eröffnet wurde die Strecke im Jahr 1903.
Sie fährt mit der schmalen Spurweite von 762 Millimetern.
Viadukte wie römische Brücken
Manche Viadukte der Strecke stehen auf mehreren Bogenreihen übereinander.
Sie erinnern an alte römische Wasserleitungen.
Das bekannteste Beispiel ist das vielbögige Bauwerk bei Kanoh.
Solche Viadukte sind ohne Stahlträger allein aus Stein gemauert.
Über hundert Jahre haben sie dem Monsun getrotzt.
Sie zählen zu den Wahrzeichen der Bahn.
Brücken, Tunnel und Kurven
Die 864 Brücken wirken erst im Zusammenspiel richtig.
Dazwischen führen 102 Tunnel durch den Fels.
Und 919 Kurven winden sich den Berg hinauf.
Diese drei Zahlen gehören zur selben Strecke.
Sie zeigen, wie viel Technik auf wenigen Kilometern steckt.
Kaum ein Abschnitt verläuft einfach geradeaus.
Ein Welterbe auf Schienen
Seit 2008 gehört die Kalka-Shimla Railway zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Sie ergänzt dort die Gruppe „Mountain Railways of India“.
Die Auszeichnung würdigt die kühne Linienführung durch das Gebirge.
Für viele Reisende ist die Fahrt ein Höhepunkt ihrer Indienreise.
Die Bahn gilt als Meisterwerk des Bergbahnbaus der Kolonialzeit.
Aussicht vom Viadukt
Für Reisende sind die Viadukte die eindrucksvollsten Stellen.
Von ihnen aus fällt der Blick tief in die Täler.
Oft sieht man unten einen Fluss oder eine Straße.
Für einen Moment schwebt der Zug scheinbar über dem Abgrund.
Viele Fahrgäste zücken hier die Kamera.
So werden die Brücken zu Fenstern in die Berglandschaft.
Langsam durch die Berge
Die Kalka-Shimla Railway fährt gemächlich bergauf.
Für die 96,5 Kilometer braucht ein Zug mehrere Stunden.
Das langsame Tempo passt zur kurvigen Strecke.
Reisende haben so Zeit für die vielen Brücken und Tunnel.
Zwischen den Bauwerken wechseln Wald und kleine Bahnhöfe.
Die Fahrt gilt als eine der schönsten Nordindiens.
Was die Zahl erzählt
Achthundertvierundsechzig Brücken sind mehr als eine Zahl.
Sie erzählen von zerklüfteten Bergen und großem Baugeschick.
Sie erklären, warum der Bau so aufwendig war.
Und sie machen verständlich, warum die Bahn Welterbe ist.
Jede Brücke ist ein kleines Denkmal der Ingenieurskunst.
Zusammen tragen sie den Zug sicher nach Shimla.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
