Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, unter Ihnen liegt eine Strecke, die Milliarden kostete und erst Jahre später fertig wurde.“
Wie viel kostet die Crossrail-Strecke in London?
→ Eine Großbaustelle in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Londoner Crossrail, die heutige Elizabeth Line, kostete am Ende rund 18,3 Milliarden Pfund. Geplant waren 14,8 Milliarden, und eröffnet wurde die Strecke erst 2022 statt wie vorgesehen 2018.
Jahrelang gruben sich Tunnelbohrer tief unter London durch den Boden.
Das Ergebnis ist eine neue Ost-West-Strecke quer durch die Stadt.
Sie trägt heute den Namen Elizabeth Line, geplant war sie als Crossrail.

Die wichtigsten Zahlen
18,3 Mrd. £
Gesamtkosten
am Ende des Projekts
14,8 Mrd. £
ursprüngliches Budget
deutlich überschritten
21,6 km
neue Tunnel
bis 40 Meter tief
2022
Eröffnung
geplant war 2018
145 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Baureihe 345
205 m
Zuglänge
neunteilige Triebwagen
Quellen: deutschsprachige Wikipedia „Elizabeth Line“ (Projektname Crossrail). Alle Zahlen gerundet.
Die große Zahl
Die Crossrail kostete am Ende rund 18,3 Milliarden Pfund.
Geplant und budgetiert waren zunächst 14,8 Milliarden.
Die Kosten stiegen also um rund dreieinhalb Milliarden Pfund.
Das ist umgerechnet mehr als 20 Milliarden Euro.

Was Crossrail ist
Die Strecke heißt seit der Eröffnung Elizabeth Line.
Sie ist ein S-Bahn-ähnliches Angebot quer durch London.
Als leistungsfähige Ost-West-Verbindung entlastet sie die alte U-Bahn.
Sie verbindet die Außenbezirke mit dem Zentrum ohne Umsteigen.
Gut zu wissen
Die 2022 eröffnete Elizabeth Line (Projektname Crossrail) kostete rund 18,3 Milliarden Pfund statt der geplanten 14,8 Milliarden; Herzstück sind 21,6 Kilometer neue Tunnel bis zu 40 Meter unter der Stadt.
Auf der Strecke fahren 205 Meter lange Triebwagen der Baureihe 345 mit bis zu 145 Kilometern pro Stunde.
Das teure Herzstück
Das Kernstück des Projekts sind neue Tunnel von 21,6 Kilometern Länge.
Sie durchqueren das Zentrum von West nach Ost.
Teilweise liegen sie bis zu 40 Meter unter der Erde.
Dieser unterirdische Teil verschlang den größten Teil des Geldes.
Warum es teurer wurde
Tunnel unter einer dicht bebauten Weltstadt sind extrem aufwendig.
Alte Leitungen, U-Bahnen und Fundamente machen jeden Meter kompliziert.
Dazu kam die anspruchsvolle Technik der neuen Bahnhöfe.
So wuchs die Rechnung Schritt für Schritt über das Budget hinaus.
Warum es später kam
Ursprünglich sollte die Strecke schon 2018 fahren.
Doch Technik und Bau brauchten länger als geplant.
Am Ende verzögerte sich die Eröffnung um rund vier Jahre.
Erst 2022 rollten die ersten Züge durch die neuen Tunnel.
Abschnitt für Abschnitt
Im Mai 2022 öffnete zuerst der zentrale Tunnelabschnitt.
Im November 2022 folgten die Außenäste nach Reading, Heathrow und Shenfield.
So entstand nach und nach eine durchgehende Linie.
Erst damit war der volle Nutzen der teuren Tunnel erreicht.
Die Züge
Auf der Strecke fahren neu entwickelte Züge der Baureihe 345.
Die neunteiligen Triebwagen sind 205 Meter lang.
Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 145 Kilometern pro Stunde.
Die Signaltechnik lieferte unter anderem Siemens.
Was die Strecke bringt
Die Elizabeth Line schafft viel neue Kapazität für London.
Fahrgäste kommen ohne Umsteigen quer durch die Stadt.
Das entlastet die überfüllte U-Bahn an vielen Stellen.
Schnell wurde die Linie zu einer der meistgenutzten des Landes.
Ein alter Traum
Die Idee einer solchen Querung ist alt.
Erste Konzepte reichen bis in die 1940er-Jahre zurück.
Der Name Crossrail tauchte erstmals 1974 in einem Bericht auf.
Gebaut wurde die Strecke aber erst Jahrzehnte später.
Wie sich das einordnet
Im Vergleich zur Schnellfahrstrecke HS2 wirkt Crossrail fast günstig.
HS2 soll am Ende ein Vielfaches kosten.
Beide zeigen aber, wie teuer Bahnbau in England geworden ist.
Tunnel unter einer Metropole treiben den Preis besonders stark.
Zum Vergleich mit Deutschland
Auch Stuttgart 21 wurde viel teurer als zunächst geplant.
Crossrail bewegt sich in einer ähnlichen Liga großer Milliardenprojekte.
Der Unterschied ist, dass Crossrail inzwischen fährt und genutzt wird.
Das macht die hohe Rechnung für viele leichter zu akzeptieren.
Was die Zahl bedeutet
18,3 Milliarden Pfund sind eine gewaltige Summe für eine Strecke.
Doch anders als bei manch anderem Projekt gibt es ein sichtbares Ergebnis.
Millionen Menschen nutzen die Linie heute jeden Tag.
Ob sich der Preis gelohnt hat, zeigt sich nun im Betrieb.
Eine Linie unter London
Von außen sieht man von der Crossrail nur die Bahnhöfe.
Das Teure steckt in den kilometerlangen Tunneln darunter.
Die Zahl, die bleibt, ist einfach: 18,3 statt 14,8 Milliarden Pfund.
So viel kostet es, eine Weltstadt zu untertunneln.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
