Zahlen, bitte!
„Die Lößnitzgrundbahn nach Radeburg steigt höchstens mit sechzehn Komma sechs Promille an.“
Wie steil ist die Lößnitzgrundbahn?
→ Eine Steigung in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Lößnitzgrundbahn überwindet Steigungen von höchstens 16,6 Promille. Damit gehört sie zu den flacheren sächsischen Schmalspurbahnen.
Die Lößnitzgrundbahn fährt von Radebeul Ost nach Radeburg.
Anders als viele Gebirgsbahnen verläuft sie recht flach.
Ihre größte Steigung beträgt nur 16,6 Promille.

Die wichtigsten Zahlen
16,6 ‰
NEIGUNG
größte Steigung
750 mm
SPURWEITE
sächsisches Maß
1884
ERÖFFNUNG
Eröffnungsjahr
Die größte Neigung von 16,6 Promille ist in der Infobox des Wikipedia-Artikels belegt.
Die Antwort in einer Zahl
Die Lößnitzgrundbahn überwindet eine größte Neigung von 16,6 Promille.
Dieser Wert steht so in der Infobox des Wikipedia-Artikels.
Promille beschreibt hier die Steigung der Strecke.
16,6 Promille heißt knapp 17 Meter Anstieg auf 1000 Meter Weg.
Für eine Schmalspurbahn ist das eher wenig.
Die Bahn verläuft also vergleichsweise flach.

Was Promille bei der Bahn bedeutet
Die Steigung einer Bahn wird in Promille gemessen.
Ein Promille ist ein Meter Höhe auf 1000 Meter Länge.
Hauptbahnen bleiben meist unter 20 Promille.
Viele Gebirgsbahnen liegen deutlich höher.
Je höher der Wert, desto steiler die Strecke.
Mit 16,6 Promille bleibt die Lößnitzgrundbahn moderat.
Gut zu wissen
Die größte Neigung von 16,6 Promille und die Spurweite von 750 Millimetern sind im Wikipedia-Artikel zur Lößnitzgrundbahn belegt.
Die Bahn verbindet Radebeul Ost über Moritzburg mit Radeburg.
Eine flache Strecke durch die Lößnitz
Die Bahn beginnt in Radebeul Ost nahe bei Dresden.
Von dort führt sie durch den namensgebenden Lößnitzgrund.
Weiter geht es zum Ort Moritzburg mit seinem Schloss.
Am Ende erreicht die Strecke die Stadt Radeburg.
Die Landschaft ist hier sanft und wenig bergig.
Deshalb bleibt die Steigung gering.
Warum die Bahn so flach bleibt
Der Lößnitzgrund ist kein schroffes Gebirge.
Die Höhenunterschiede fallen hier eher klein aus.
So braucht die Bahn keine starken Steigungen.
Das erleichtert den Betrieb und schont die Lokomotiven.
Auch längere Züge lassen sich leichter ziehen.
Die flache Trasse ist ein Vorteil der Strecke.
Die Rolle der schmalen Spur
Die Lößnitzgrundbahn fährt auf der Spur von 750 Millimetern.
Die schmale Spur erlaubt enge Kurven im Tal.
Zusammen mit der geringen Steigung ergibt das eine ruhige Fahrt.
Die Bahn schlängelt sich sanft durch die Landschaft.
Spur und Neigung passen gut zusammen.
Beide prägen den Charakter der Strecke.
Unterwegs seit 1884
Die Strecke wurde am 15. September 1884 eröffnet.
Schon damals war sie als flache Nebenbahn geplant.
Sie verband Radeburg endlich mit Dresden.
Seitdem rollt sie gemächlich durch den Lößnitzgrund.
Die geringe Steigung gehörte von Anfang an dazu.
Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Dampf vor sanfter Kulisse
Die Lößnitzgrundbahn wird im Dampfbetrieb geführt.
Historische Lokomotiven ziehen die Wagen durch das Tal.
Weil die Strecke flach ist, läuft die Fahrt ruhig.
Besonders beliebt ist der Weg zum Schloss Moritzburg.
Viele Gäste genießen die gemächliche Reise.
Die geringe Steigung macht sie angenehm.
Der Lößnitzdackel
Im Volksmund heißt die Bahn Lößnitzdackel.
Früher nannte man sie auch Grundwurm.
Die Namen spielen auf ihre lange, flache Gestalt an.
Sie zeigen die enge Bindung an die Region.
Bis heute ist die Bahn ein beliebtes Ausflugsziel.
Der freundliche Name passt zur ruhigen Fahrt.
Vergleich mit anderen Bahnen
Viele sächsische Schmalspurbahnen klettern ins Gebirge.
Die Weißeritztalbahn erreicht über 34 Promille.
Die Harzer Bahnen kommen auf 33 bis 40 Promille.
Die Lößnitzgrundbahn bleibt mit 16,6 Promille deutlich darunter.
Sie ist damit eine der flacheren Strecken.
Das macht sie zu einem ruhigen Gegenstück.
Warum die geringe Steigung wichtig ist
Eine flache Strecke spart Kraft und Kohle.
Die Lokomotiven müssen weniger schwer arbeiten.
Das senkt den Verschleiß über die Jahre.
Zugleich wird die Fahrt für Gäste besonders bequem.
Die sanfte Landschaft zieht ruhig vorbei.
So wird die geringe Steigung zum stillen Vorteil.
Was die Zahl 16,6 erzählt
Die 16,6 Promille sind die kurze Antwort auf die Frage nach der Steigung.
Sie stehen für eine ruhige, flache Nebenbahn.
Hinter der Zahl steckt die sanfte Lößnitzlandschaft.
Sie verbindet Technik, Natur und Geschichte bei Dresden.
Wer die Steigung kennt, versteht die Bahn ein Stück besser.
So steckt in der kleinen Zahl der ruhige Charakter der Strecke.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
