Zahlen, bitte!
„Bitte festhalten, hier geht es steil bergauf, bis zu einundsiebzig Promille über den Präbichl.“
Wie steil ist die Erzbergbahn?
→ Eine Steilstrecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Erzbergbahn überwindet auf dem Abschnitt Vordernberg–Eisenerz Steigungen von bis zu 71 Promille. Bis 1978 fuhr sie dort als Zahnradbahn.
In der Obersteiermark führt eine Bahn ungewöhnlich steil über einen Bergsattel.
Sie transportierte über Jahrzehnte das Eisenerz vom berühmten Erzberg.
Ihre Steigung lässt sich klar in Zahlen fassen.

Die Erzbergbahn in Zahlen
71 ‰
größte Steigung
Abschnitt Vordernberg–Eisenerz
1204 m
Scheitelpunkt
am Präbichl
bis 1978
Zahnradbetrieb
auf der steilen Bergstrecke
Quelle: Wikipedia „Erzbergbahn“, Stand 2026. Steigungsangabe nach dem Streckenprofil.
Die Antwort in einer Zahl
Die Erzbergbahn ist auf einem Abschnitt außergewöhnlich steil.
Zwischen Vordernberg und Eisenerz steigt sie bis zu 71 Promille an.
Das ist weit mehr, als normale Hauptbahnen bewältigen.
Deshalb fuhr sie dort lange als Zahnradbahn.
Auf diese Steigung beziehen sich alle weiteren Angaben in diesem Beitrag.

Was einundsiebzig Promille bedeuten
Eine Steigung von 71 Promille klingt abstrakt.
Sie bedeutet, dass die Strecke auf 1000 Metern um 71 Meter ansteigt.
Für eine Eisenbahn ist das sehr viel.
Normale Hauptbahnen bleiben meist deutlich unter 40 Promille.
Bei so steilen Rampen reicht die Reibung der Räder allein kaum aus.
Gut zu wissen
Promille bezeichnet bei Bahnen das Verhältnis von Höhenunterschied zu Streckenlänge; 71 Promille heißt 71 Meter Anstieg auf 1000 Meter.
Bei einer Zahnradbahn greift ein Zahnrad der Lokomotive in eine gezahnte Mittelschiene und ermöglicht so das Befahren sehr steiler Rampen.
Von Hieflau über den Präbichl
Die Erzbergbahn verbindet Hieflau im Ennstal mit Leoben im Murtal.
Dazwischen überquert sie den Pass Präbichl.
Dessen Scheitel liegt auf 1204 Metern Höhe.
Auf dem Weg dorthin sind die steilen Rampen nötig.
Die Bahn verläuft dabei durch das bergige Herz der Obersteiermark.
Die Bahn für das Eisenerz
Gebaut wurde die Strecke vor allem für das Eisenerz.
Am steirischen Erzberg wird der Rohstoff im Tagebau gewonnen.
Jährlich fallen dort nach den Angaben rund 3 Millionen Tonnen Erz an.
Die Bahn brachte das Erz zu den Stahlwerken.
Ziele waren unter anderem Linz und Donawitz.
Früher eine Zahnradbahn
Wegen der großen Steigung half lange ein Zahnrad.
Zwischen den Schienen lag eine gezahnte Stange.
In diese griff ein Zahnrad der Lokomotive ein.
So konnten die Züge auch die steilsten Rampen sicher bewältigen.
Dieser Zahnradbetrieb bestand bis zum Jahr 1978.
Vom Zahnrad zur Reibung
Mit der Zeit wurde die Technik leistungsfähiger.
Stärkere Lokomotiven schafften die Steigung auch ohne Zahnrad.
1978 endete deshalb der Zahnradbetrieb.
Seither fahren die Züge im reinen Reibungsbetrieb.
Die Zähne zwischen den Schienen wurden nicht mehr gebraucht.
Der Personenverkehr verschwand
Nicht nur das Erz nutzte die Bahn.
Lange fuhren auch Personenzüge über den Präbichl.
Zwischen 1988 und 2001 wurde dieser Verkehr abschnittsweise eingestellt.
Für die Orte am Berg war das ein Einschnitt.
Übrig blieb vor allem der Erztransport und der Museumsbetrieb.
Die Bergstrecke als Museum
Die steile Bergstrecke ist heute eine Museumsbahn.
Sie gehört dem Verein Erzbergbahn.
An bestimmten Tagen verkehren dort historische Züge.
Besucher erleben die steilen Rampen hautnah.
So bleibt ein Stück Technikgeschichte lebendig.
Wie steil andere Bahnen sind
Zum Vergleich lohnt der Blick auf andere Strecken.
Viele Hauptbahnen überwinden kaum mehr als 25 Promille.
Schon Steilstrecken gelten ab etwa 40 Promille als anspruchsvoll.
Mit 71 Promille gehört die Erzbergbahn zu den steilsten Reibungsbahnen.
Ohne besondere Technik wäre eine solche Rampe nicht zu befahren.
Elektrisch und in ÖBB-Hand
Teile der Erzbergbahn sind heute elektrifiziert.
Diese Abschnitte stehen im Eigentum der Österreichischen Bundesbahnen.
Über sie läuft weiter der Transport des Eisenerzes.
Die reine Bergstrecke dagegen dient dem Museum.
So teilen sich Güterverkehr und Nostalgie die alte Trasse.
Der Erzberg als Wahrzeichen
Der steirische Erzberg ist ein markanter Stufenberg.
Seine terrassenförmigen Abbauflächen prägen die Landschaft.
Seit Jahrhunderten wird hier Eisenerz gewonnen.
Die Erzbergbahn war lange sein wichtigster Transportweg.
Berg und Bahn gehören in der Region fest zusammen.
Die Zahl zum Mitnehmen
Die Erzbergbahn steigt auf dem Abschnitt Vordernberg–Eisenerz bis zu 71 Promille an.
Ihr Scheitel liegt am Präbichl auf 1204 Metern.
Bis 1978 half dort ein Zahnrad beim Anstieg.
Heute fahren die Züge im Reibungsbetrieb.
Die Bahn bleibt eine der steilsten ihrer Art.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
