Zahlen, bitte!
„Bergfahrt ab Jenbach: die Dampfzahnradbahn zum Achensee klettert mit bis zu 160 Promille Steigung.“
Wie steil ist die Achenseebahn?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Achenseebahn überwindet auf ihrem Zahnstangenabschnitt eine Steigung von bis zu 160 Promille. Das sind rund 16 Höhenmeter auf je 100 Meter Strecke.
Die Achenseebahn ist eine meterspurige Schmalspurbahn in Tirol.
Sie verbindet Jenbach im Inntal mit dem Achensee bei Maurach.
Die spannende Zahl steckt in ihrer Steigung im steilen Zahnstangenabschnitt.

Die wichtigsten Zahlen
160 ‰
Größte Steigung
Zahnstange, nach Wikipedia
6,76 km
Streckenlänge
Jenbach–Achensee
1000 mm
Spurweite
Meterspur
Im Zahnstangenabschnitt erreicht die Achenseebahn bis zu 160 Promille und gehört zu den ältesten Dampfzahnradbahnen Europas.
Die Antwort in einer Zahl
Die größte Steigung der Achenseebahn liegt nach Angaben in der Wikipedia bei 160 Promille.
Dieser Wert gilt für den Zahnstangenabschnitt der Strecke.
160 Promille bedeuten einen Anstieg von 160 Metern auf 1000 Meter Länge.
Das sind rund 16 Höhenmeter auf jeweils 100 Meter Weg.
Für eine Bahn ist das eine deutlich steile Rampe.

Zahnrad und Adhäsion
Die Achenseebahn fährt mit einem kombinierten Betrieb.
Im flacheren Teil rollt sie als normale Bahn allein auf den Rädern.
Dieser Adhäsionsabschnitt ist mit rund 25 Promille deutlich flacher.
Im steilen Teil kommt dann die Zahnstange hinzu.
Die große Zahl von 160 Promille gehört also zum Zahnstangenabschnitt.
Gut zu wissen
Die Achenseebahn verbindet einen flacheren Adhäsionsabschnitt mit einem steilen Zahnstangenabschnitt, auf dem die 160 Promille erreicht werden.
Promille gibt die Höhenänderung je 1000 Meter Strecke an und ist das übliche Maß für Bahnsteigungen.
Was 160 Promille bedeuten
Eine Eisenbahn in der Ebene hat oft nur wenige Promille Steigung.
Steile Hauptbahnen bleiben meist unter 40 Promille.
Mit 160 Promille liegt die Achenseebahn weit darüber.
Ein solcher Anstieg lässt sich mit glatten Rädern nicht sicher bewältigen.
Deshalb greift im steilen Teil ein Zahnrad in eine Zahnstange zwischen den Schienen.
Von Jenbach zum Achensee
Die Strecke ist rund 6,76 Kilometer lang.
Sie beginnt in Jenbach an der Bahnstrecke Kufstein–Innsbruck.
Von dort führt sie hinauf zum Achensee bei Maurach.
Die Spurweite beträgt 1000 Millimeter, also Meterspur.
Am See besteht Anschluss an die Schifffahrt auf dem Achensee.
Eine der ältesten Dampfzahnradbahnen
Die Achenseebahn fährt bis heute mit Dampf.
Damit gehört sie zu den ältesten noch betriebenen Dampfzahnradbahnen Europas.
Die Dampflokomotiven schieben die Wagen bergauf.
So bleibt der Blick nach vorn ins Gelände frei.
Dieser historische Betrieb macht einen großen Teil ihres Reizes aus.
Die Geschichte der Bahn
1886 wurde eine Konzession für eine Bahn von Jenbach zum Achensee beantragt.
1888 folgte die Konzession zum Bau und Betrieb einer schmalspurigen Bahn mit gemischtem Betrieb.
Im Juni 1889 fand die feierliche Eröffnung der Lokalbahn statt.
Schon damals diente die Strecke vor allem dem Ausflugsverkehr.
Der Güterverkehr spielte nur eine untergeordnete Rolle.
Eine Bahn für die Gäste
Von Anfang an war die Achenseebahn vor allem eine touristische Bahn.
Sie brachte Gäste vom Tal hinauf zum See.
Dort ging es oft mit dem Schiff weiter über den Achensee.
Diese Verbindung aus Bahn und Schiff ist bis heute beliebt.
Die steile Strecke ist dabei ein Erlebnis für sich.
Im Vergleich mit anderen Zahnradbahnen
160 Promille sind steil, aber kein Rekord.
Die steilste Zahnradbahn der Welt ist die Pilatusbahn mit bis zu 480 Promille.
Viele reine Bergzahnradbahnen liegen oberhalb der Achenseebahn.
Dafür verbindet die Achenseebahn ihre Steigung mit hohem Alter und Dampfbetrieb.
Gerade diese Mischung macht sie besonders.
Technik der Steilfahrt
Eine Steigung von 160 Promille verlangt sichere Bremsen.
Das Zahnrad gibt dem Zug auch bergab zusätzlichen Halt.
Gefahren wird langsam, damit alles sicher bleibt.
Das geringe Tempo passt gut zur ruhigen Fahrt durch die Landschaft.
Sicherheit steht hier klar vor Geschwindigkeit.
Warum die Zahl beeindruckt
Die 160 Promille zeigen, wie viel Höhe die Bahn im steilen Teil gewinnt.
Sie erklären, warum dort die Zahnstange nötig ist.
Zusammen mit dem Dampfbetrieb wird die Fahrt zu einem Blick in die Bahngeschichte.
Die Zahl macht aus der Ausflugsbahn eine technische Besonderheit.
Wer sie kennt, sieht die Dampfbahn mit anderen Augen.
Die Achenseebahn heute
Die Achenseebahn ist bis heute ein beliebtes Ausflugsziel in Tirol.
Sie verbindet Technikgeschichte mit einer schönen Landschaft.
Der kombinierte Betrieb aus Adhäsion und Zahnstange bleibt dabei ihr Markenzeichen.
Die 160 Promille sind das Herzstück dieser Technik.
So lebt ein Stück früher Bergbahngeschichte weiter.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
