Wie schnell fuhr der japanische Maglev L0 beim Testrekord?

Zahlen, bitte!

„Achtung auf der Teststrecke in Yamanashi, hier schwebt der Maglev L0 mit über sechshundert Kilometern pro Stunde vorbei.“

Wie schnell fuhr der japanische Maglev L0 beim Testrekord?

→ Ein Rekord in Zahlen.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!

Kurz gesagt

Der japanische Maglev L0 erreichte am 21. April 2015 ein Tempo von 603 Kilometern pro Stunde. Das ist bis heute Weltrekord für einen bemannten Zug.

Der schnellste bemannte Zug der Welt rollt nicht, er schwebt.

Er heißt Maglev L0 und stammt aus Japan.

Im Jahr 2015 stellte er einen Rekord auf, der bis heute Bestand hat.

Series L0
Foto: Saruno Hirobano, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

603 km/h

Rekord 2015

am 21. April auf der Teststrecke

581 km/h

alter Rekord

aufgestellt im Jahr 2003

49

Menschen an Bord

beim Rekordlauf

Das Spitzentempo von 603 Kilometern pro Stunde hielt der Zug rund elf Sekunden lang.

Der schnellste bemannte Zug

Am 21. April 2015 fuhr in Japan ein Zug mit 603 Kilometern pro Stunde.

Es war der Maglev L0, ein Zug, der auf einem Magnetfeld schwebt.

Dieses Tempo ist bis heute der Weltrekord für einen bemannten Zug.

Erreicht wurde es nicht im Alltag, sondern auf einer eigens gebauten Teststrecke.

JR Central SCMaglev L0 Series Shinkansen
Foto: Hisagi, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wie ein Zug schweben kann

Der L0 ist kein gewöhnlicher Zug auf Rädern.

Er nutzt die sogenannte Magnetschwebetechnik, auf Englisch Maglev genannt.

Starke Magnete heben den Zug einige Zentimeter über die Fahrbahn.

Weil er dabei den Boden nicht berührt, gibt es kaum Reibung.

Genau das macht die enorm hohen Geschwindigkeiten erst möglich.

Gut zu wissen

Der Rekord von 603 Kilometern pro Stunde wurde auf einer Teststrecke und nicht im normalen Fahrgastbetrieb erreicht.

Im späteren Linienbetrieb ist ein niedrigeres, aber immer noch sehr hohes Tempo geplant.

Der Rekordlauf im Detail

Beim Rekord bestand der Zug aus sieben Wagen.

An Bord saßen 49 Mitarbeiter der Betreibergesellschaft.

Das Spitzentempo von 603 Kilometern pro Stunde hielt der Zug etwa elf Sekunden lang.

Danach wurde wieder abgebremst.

Der Lauf fand auf der Teststrecke in der Präfektur Yamanashi statt.

Der alte Rekord fiel

Schon vor dem L0 hatte Japan einen Magnetschwebe-Rekord gehalten.

Im Dezember 2003 war ein Vorgängerzug 581 Kilometer pro Stunde schnell gewesen.

Diese Marke hielt mehr als elf Jahre.

Mit 603 Kilometern pro Stunde übertraf der L0 sie deutlich.

Wofür der L0 gebaut wird

Der L0 ist kein reines Versuchsfahrzeug für Rekorde.

Er ist der Prototyp für eine neue Strecke, die Chūō-Shinkansen.

Diese soll Tokio mit Nagoya und später mit Osaka verbinden.

Ein großer Teil der Strecke verläuft in langen Tunneln durch die Berge.

Dort soll der Zug Reisende mit höchstem Tempo befördern.

Wie schnell er im Betrieb fahren soll

Im späteren Linienbetrieb wird der L0 nicht ganz so schnell fahren wie beim Rekord.

Geplant ist ein Tempo von rund 500 Kilometern pro Stunde.

Auch das wäre noch deutlich schneller als jeder heutige Shinkansen.

Der Rekord zeigt also, welche Reserven in der Technik stecken.

Warum es so lange dauert

Der Bau der neuen Strecke ist aufwendig und teuer.

Viele Kilometer müssen tief durch Gebirge gebohrt werden.

Auch Umwelt- und Genehmigungsfragen kosten Zeit.

Deshalb verschiebt sich die Eröffnung immer wieder nach hinten.

Vergleich mit dem Flugzeug

Mit 500 Kilometern pro Stunde im Betrieb nähert sich der Zug dem Tempo eines startenden Flugzeugs.

Auf kurzen Strecken könnte er dem Flugzeug ernsthaft Konkurrenz machen.

Dabei fährt er von Stadtmitte zu Stadtmitte.

Lange Wege zu Flughäfen entfallen so.

Vergleich mit anderen Zügen

Ein moderner Shinkansen fährt bis zu 320 Kilometer pro Stunde.

Der französische TGV hält mit rund 574 Kilometern pro Stunde den Rekord für Züge auf Rädern.

Der Maglev L0 liegt mit 603 Kilometern pro Stunde noch darüber.

Zwischen schwebenden und rollenden Zügen verläuft damit eine klare Grenze.

Ein Blick in die Zukunft

Der L0 wird ständig weiterentwickelt.

Neuere Versionen sollen leichter und sparsamer werden.

Das Ziel bleibt ein zuverlässiger Betrieb bei sehr hohem Tempo.

Der Rekord von 2015 ist dabei nur ein Zwischenschritt.

Was die Zahlen bedeuten

603 Kilometer pro Stunde sind eine Zahl, die staunen lässt.

Sie zeigt, wie weit die Technik des schwebenden Zuges gereift ist.

Gleichzeitig erinnert der lange Weg zur fertigen Strecke an die Mühen solcher Projekte.

Der L0 steht damit für Rekord und Geduld zugleich.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wie schnell fuhr der Maglev L0 beim Rekord?
Am 21. April 2015 erreichte er 603 Kilometer pro Stunde.
Ist das ein Weltrekord?
Ja, es ist der Weltrekord für einen bemannten Zug.
Wie funktioniert der Zug?
Er schwebt mit Hilfe starker Magnete über der Fahrbahn und hat deshalb kaum Reibung.
Wofür wird der L0 gebaut?
Für die neue Chūō-Shinkansen zwischen Tokio, Nagoya und Osaka.
Wie schnell soll er im Betrieb fahren?
Geplant ist ein Tempo von rund 500 Kilometern pro Stunde.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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