Wie schnell fährt die Bahn Landquart–Davos?

Zahlen, bitte!

„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Zug fährt dort, wo es die Strecke erlaubt, bis zu neunzig Stundenkilometer.“

Wie schnell fährt die Bahn Landquart–Davos?

→ Eine Strecke in Zahlen.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!

Kurz gesagt

Die Bahnstrecke Landquart–Davos ist nach den Streckendaten für bis zu 90 Kilometer pro Stunde zugelassen. Im steilen Gebirge fahren die Züge aber meist deutlich langsamer.

Geschwindigkeit bedeutet bei einer Gebirgsbahn etwas anderes als im Flachland.

Neunzig Stundenkilometer sind hier ein Spitzenwert, kein Durchschnitt.

Die Zahl sagt, was die Strecke erlaubt, nicht was der Zug ständig fährt.

RhB Lok Kohle
Foto: Adrian Michael, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

90 km/h

zugelassenes Tempo

Höchstgeschwindigkeit nach den Streckendaten

1000 mm

Spurweite

Meterspur im RhB-Stammnetz

49,98 km

Streckenlänge

vom Rheintal hinauf nach Davos

Die 90 Kilometer pro Stunde gelten nur auf den dafür geeigneten Abschnitten der Strecke.

Was die Zahl genau sagt

Die Streckendaten nennen für die Bahn Landquart–Davos eine Höchstgeschwindigkeit von 90 Kilometern pro Stunde.

Das ist die zugelassene Obergrenze auf den dafür geeigneten Abschnitten.

Es ist nicht das Tempo, das der Zug über die ganze Strecke hält.

In engen Kurven und auf steilen Stücken fährt er deutlich langsamer.

Die Zahl beschreibt also das Mögliche, nicht das Übliche.

So liest man eine Höchstgeschwindigkeit bei jeder Gebirgsbahn.

RhB Eisenbahnbrücke über das Landwasser, Davos Platz GR jag9889
Foto: Jag9889, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Schnell für eine Schmalspurbahn

Neunzig Kilometer pro Stunde sind für eine meterspurige Bahn ein ordentlicher Wert.

Schmalspurbahnen gelten oft als gemächlich.

Auf geeigneten Abschnitten ist dieses Tempo aber möglich.

Die Technik der Rhätischen Bahn erlaubt zügiges Fahren.

Das zeigt, wie leistungsfähig moderne Schmalspurbahnen sind.

Die kleine Spur ist kein Hindernis für ordentliches Tempo.

Gut zu wissen

Höchstgeschwindigkeiten beziehen sich auf die zugelassene Streckengeschwindigkeit und können je nach Abschnitt stark abweichen.

Der genannte Wert stammt aus den Streckendaten zur Bahnstrecke Landquart–Davos Platz nach Wikipedia.

Warum nicht schneller

Die Strecke führt durch enges, steiles Gelände.

Viele Kurven verlangen langsames, sicheres Fahren.

Bei starker Steigung begrenzt auch das Bremsen das Tempo.

Sicherheit geht hier immer vor Geschwindigkeit.

Deshalb bleibt das zugelassene Maximum bei 90 Kilometern pro Stunde.

Höhere Werte wären im Prättigau kaum sinnvoll.

Tempo und Steigung

Je steiler eine Strecke, desto vorsichtiger muss gefahren werden.

Ein Zug, der bergab zu schnell wird, lässt sich schwerer kontrollieren.

Deshalb sind Höchstgeschwindigkeiten im Gebirge bewusst niedrig gewählt.

Die 90 Kilometer pro Stunde gelten dort, wo die Strecke flacher und gerader ist.

In den steilen Passagen gelten eigene, niedrigere Grenzen.

So passt sich das Tempo dem Gelände an.

Was das für die Fahrzeit heißt

Auf knapp fünfzig Kilometern dauert die Fahrt länger, als die Höchstgeschwindigkeit vermuten lässt.

Die Züge halten an mehreren Bahnhöfen.

Zwischen den Halten beschleunigen und bremsen sie immer wieder.

Dazu kommen die langsamen Abschnitte im steilen Gelände.

So ergibt sich eine Reisezeit, die über dem reinen Rechenwert liegt.

Die Höchstgeschwindigkeit ist nur ein Baustein der Fahrzeit.

Vergleich mit der großen Bahn

Fernzüge im Flachland fahren oft doppelt so schnell oder mehr.

Hochgeschwindigkeitszüge erreichen weit über zweihundert Kilometer pro Stunde.

Mit solchen Werten kann eine Gebirgsbahn nicht mithalten.

Das ist aber auch gar nicht ihr Ziel.

Ihre Stärke ist das sichere Fahren im steilen Gelände.

Neunzig Kilometer pro Stunde sind dafür mehr als genug.

Die Strecke gibt das Tempo vor

Jeder Abschnitt der Strecke hat seine eigene erlaubte Geschwindigkeit.

Signale und Streckendaten legen fest, wie schnell gefahren werden darf.

Der Lokführer richtet sich genau nach diesen Vorgaben.

So entsteht ein ständiger Wechsel zwischen schneller und langsamer Fahrt.

Die 90 Kilometer pro Stunde sind nur der höchste dieser Werte.

Die Strecke, nicht der Zug, bestimmt das Tempo.

Sicher durch das Prättigau

Das Prättigau ist ein enges Tal mit vielen Kurven.

Hier zählt vor allem die Sicherheit der Fahrgäste.

Ein gemäßigtes Tempo sorgt für ruhige, sichere Fahrten.

Die Bahn ist dafür bekannt, zuverlässig und sicher zu fahren.

Die zugelassenen 90 Kilometer pro Stunde fügen sich in dieses Bild.

Lieber sicher als rekordschnell lautet das Prinzip.

Eine Zahl richtig lesen

Eine Höchstgeschwindigkeit ist immer eine Obergrenze, kein Versprechen.

Sie sagt, was unter guten Bedingungen erlaubt ist.

Sie sagt nichts darüber, wie lange die ganze Fahrt dauert.

Wer das versteht, liest Fahrpläne und Streckendaten richtig.

Die 90 Kilometer pro Stunde sind so ein Grenzwert.

Mehr verrät die Zahl nicht, aber auch nicht weniger.

Tempo und Erlebnis

Eine langsamere Fahrt hat im Gebirge auch Vorteile.

Die Fahrgäste haben mehr Zeit für die Aussicht.

Berge, Täler und Dörfer ziehen in Ruhe vorbei.

Viele Reisende schätzen genau dieses gemächliche Erlebnis.

Das Tempo wird so zum Teil des Reisegenusses.

Schneller wäre hier nicht unbedingt besser.

Was man sich merken kann

Die Bahn Landquart–Davos ist für bis zu 90 Kilometer pro Stunde zugelassen.

Das ist ein Höchstwert, kein Durchschnitt.

In Kurven und auf Steigungen fährt der Zug langsamer.

Die Strecke ist knapp fünfzig Kilometer lang.

Sicherheit geht im Gebirge immer vor Tempo.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Häufige Fragen

Wie schnell fährt die Bahn Landquart–Davos?
Bis zu 90 Kilometer pro Stunde, dort wo die Strecke es erlaubt.
Fährt der Zug überall so schnell?
Nein, in Kurven und auf steilen Abschnitten ist er deutlich langsamer.
Ist das schnell für eine Schmalspurbahn?
Ja, 90 Kilometer pro Stunde sind für eine meterspurige Gebirgsbahn ein ordentlicher Wert.
Warum fährt die Bahn nicht schneller?
Weil das enge, steile Gelände aus Sicherheitsgründen gemäßigtes Fahren verlangt.
Wie lange dauert die Fahrt?
Länger als die Höchstgeschwindigkeit vermuten lässt, weil es Halte und langsame Abschnitte gibt.

Weiterfahrt

→ Alle Schalter – zurück zur Übersicht

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →