Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Zug fährt dort, wo es die Strecke erlaubt, bis zu neunzig Stundenkilometer.“
Wie schnell fährt die Bahn Landquart–Davos?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Bahnstrecke Landquart–Davos ist nach den Streckendaten für bis zu 90 Kilometer pro Stunde zugelassen. Im steilen Gebirge fahren die Züge aber meist deutlich langsamer.
Geschwindigkeit bedeutet bei einer Gebirgsbahn etwas anderes als im Flachland.
Neunzig Stundenkilometer sind hier ein Spitzenwert, kein Durchschnitt.
Die Zahl sagt, was die Strecke erlaubt, nicht was der Zug ständig fährt.

Die wichtigsten Zahlen
90 km/h
zugelassenes Tempo
Höchstgeschwindigkeit nach den Streckendaten
1000 mm
Spurweite
Meterspur im RhB-Stammnetz
49,98 km
Streckenlänge
vom Rheintal hinauf nach Davos
Die 90 Kilometer pro Stunde gelten nur auf den dafür geeigneten Abschnitten der Strecke.
Was die Zahl genau sagt
Die Streckendaten nennen für die Bahn Landquart–Davos eine Höchstgeschwindigkeit von 90 Kilometern pro Stunde.
Das ist die zugelassene Obergrenze auf den dafür geeigneten Abschnitten.
Es ist nicht das Tempo, das der Zug über die ganze Strecke hält.
In engen Kurven und auf steilen Stücken fährt er deutlich langsamer.
Die Zahl beschreibt also das Mögliche, nicht das Übliche.
So liest man eine Höchstgeschwindigkeit bei jeder Gebirgsbahn.

Schnell für eine Schmalspurbahn
Neunzig Kilometer pro Stunde sind für eine meterspurige Bahn ein ordentlicher Wert.
Schmalspurbahnen gelten oft als gemächlich.
Auf geeigneten Abschnitten ist dieses Tempo aber möglich.
Die Technik der Rhätischen Bahn erlaubt zügiges Fahren.
Das zeigt, wie leistungsfähig moderne Schmalspurbahnen sind.
Die kleine Spur ist kein Hindernis für ordentliches Tempo.
Gut zu wissen
Höchstgeschwindigkeiten beziehen sich auf die zugelassene Streckengeschwindigkeit und können je nach Abschnitt stark abweichen.
Der genannte Wert stammt aus den Streckendaten zur Bahnstrecke Landquart–Davos Platz nach Wikipedia.
Warum nicht schneller
Die Strecke führt durch enges, steiles Gelände.
Viele Kurven verlangen langsames, sicheres Fahren.
Bei starker Steigung begrenzt auch das Bremsen das Tempo.
Sicherheit geht hier immer vor Geschwindigkeit.
Deshalb bleibt das zugelassene Maximum bei 90 Kilometern pro Stunde.
Höhere Werte wären im Prättigau kaum sinnvoll.
Tempo und Steigung
Je steiler eine Strecke, desto vorsichtiger muss gefahren werden.
Ein Zug, der bergab zu schnell wird, lässt sich schwerer kontrollieren.
Deshalb sind Höchstgeschwindigkeiten im Gebirge bewusst niedrig gewählt.
Die 90 Kilometer pro Stunde gelten dort, wo die Strecke flacher und gerader ist.
In den steilen Passagen gelten eigene, niedrigere Grenzen.
So passt sich das Tempo dem Gelände an.
Was das für die Fahrzeit heißt
Auf knapp fünfzig Kilometern dauert die Fahrt länger, als die Höchstgeschwindigkeit vermuten lässt.
Die Züge halten an mehreren Bahnhöfen.
Zwischen den Halten beschleunigen und bremsen sie immer wieder.
Dazu kommen die langsamen Abschnitte im steilen Gelände.
So ergibt sich eine Reisezeit, die über dem reinen Rechenwert liegt.
Die Höchstgeschwindigkeit ist nur ein Baustein der Fahrzeit.
Vergleich mit der großen Bahn
Fernzüge im Flachland fahren oft doppelt so schnell oder mehr.
Hochgeschwindigkeitszüge erreichen weit über zweihundert Kilometer pro Stunde.
Mit solchen Werten kann eine Gebirgsbahn nicht mithalten.
Das ist aber auch gar nicht ihr Ziel.
Ihre Stärke ist das sichere Fahren im steilen Gelände.
Neunzig Kilometer pro Stunde sind dafür mehr als genug.
Die Strecke gibt das Tempo vor
Jeder Abschnitt der Strecke hat seine eigene erlaubte Geschwindigkeit.
Signale und Streckendaten legen fest, wie schnell gefahren werden darf.
Der Lokführer richtet sich genau nach diesen Vorgaben.
So entsteht ein ständiger Wechsel zwischen schneller und langsamer Fahrt.
Die 90 Kilometer pro Stunde sind nur der höchste dieser Werte.
Die Strecke, nicht der Zug, bestimmt das Tempo.
Sicher durch das Prättigau
Das Prättigau ist ein enges Tal mit vielen Kurven.
Hier zählt vor allem die Sicherheit der Fahrgäste.
Ein gemäßigtes Tempo sorgt für ruhige, sichere Fahrten.
Die Bahn ist dafür bekannt, zuverlässig und sicher zu fahren.
Die zugelassenen 90 Kilometer pro Stunde fügen sich in dieses Bild.
Lieber sicher als rekordschnell lautet das Prinzip.
Eine Zahl richtig lesen
Eine Höchstgeschwindigkeit ist immer eine Obergrenze, kein Versprechen.
Sie sagt, was unter guten Bedingungen erlaubt ist.
Sie sagt nichts darüber, wie lange die ganze Fahrt dauert.
Wer das versteht, liest Fahrpläne und Streckendaten richtig.
Die 90 Kilometer pro Stunde sind so ein Grenzwert.
Mehr verrät die Zahl nicht, aber auch nicht weniger.
Tempo und Erlebnis
Eine langsamere Fahrt hat im Gebirge auch Vorteile.
Die Fahrgäste haben mehr Zeit für die Aussicht.
Berge, Täler und Dörfer ziehen in Ruhe vorbei.
Viele Reisende schätzen genau dieses gemächliche Erlebnis.
Das Tempo wird so zum Teil des Reisegenusses.
Schneller wäre hier nicht unbedingt besser.
Was man sich merken kann
Die Bahn Landquart–Davos ist für bis zu 90 Kilometer pro Stunde zugelassen.
Das ist ein Höchstwert, kein Durchschnitt.
In Kurven und auf Steigungen fährt der Zug langsamer.
Die Strecke ist knapp fünfzig Kilometer lang.
Sicherheit geht im Gebirge immer vor Tempo.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
