Zahlen, bitte!
„Gentili viaggiatori, willkommen an Bord des Italo, dieser Hochgeschwindigkeitszug beschleunigt auf bis zu 300 Kilometer pro Stunde.“
Wie schnell fährt der italienische Italo?
→ Ein Zug in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der italienische Italo fährt mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde. So schnell sind die Züge der Baureihe AGV, mit der der private Anbieter 2012 startete. Ein neuerer Zugtyp, der Italo EVO, erreicht bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Italo war der erste private Konkurrent der staatlichen Bahn im italienischen Hochgeschwindigkeitsverkehr.
In Italien rollen die schnellen Züge nicht nur unter einer einzigen Marke.
Neben der staatlichen Bahn fährt dort seit einigen Jahren ein privater Anbieter.
Sein Name ist Italo, und seine wichtigste Zahl ist ein hohes Tempo.

Die wichtigsten Zahlen
300 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Baureihe AGV (ETR 575)
250 km/h
Italo EVO
neuere Baureihe ETR 675
seit 2012
erster privater Betrieb
in Konkurrenz zur staatlichen Trenitalia
Quelle: Wikipedia-Artikel „Italo“. Stand 2026.
Die große Zahl
Der schnellste Italo fährt mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde.
Damit gehört er zu den schnellen Zügen Europas.
Dieses Tempo erreichen vor allem die Züge der Baureihe AGV.
Sie sind das ursprüngliche Aushängeschild des Anbieters.
Auf den großen Schnellfahrstrecken Italiens kommen sie voll zur Geltung.
Dort verbinden sie die großen Städte des Landes in wenigen Stunden.

Zwei Baureihen, zwei Tempi
Italo fährt heute mit zwei verschiedenen Zugtypen.
Der ältere und schnellere ist der AGV mit 300 Kilometern pro Stunde.
Der neuere trägt den Namen Italo EVO.
Dieser Zug erreicht bis zu 250 Kilometer pro Stunde.
Beide Typen fahren unter derselben Marke Italo.
Welcher Zug eingesetzt wird, hängt vor allem von der Strecke ab.
Gut zu wissen
Italo ist die Marke des privaten italienischen Eisenbahnunternehmens Nuovo Trasporto Viaggiatori, das seit April 2012 in Konkurrenz zur staatlichen Trenitalia Hochgeschwindigkeitsverkehr anbietet; die Züge der Baureihe AGV (ETR 575) erreichen bis zu 300 Kilometer pro Stunde.
Ein neuerer Zugtyp, der Italo EVO der Baureihe ETR 675 aus der Pendolino-Familie, fährt bis zu 250 Kilometer pro Stunde; ab 2028 will Italo auch in Deutschland Hochgeschwindigkeitsverkehr anbieten.
Der AGV von Alstom
Der AGV stammt vom französischen Hersteller Alstom.
In Italien läuft er unter der Bezeichnung ETR 575.
Italo bestellte 25 dieser Züge, der Vertrag stammt aus dem Jahr 2008.
Der AGV gilt als moderner Nachfolger des berühmten französischen TGV.
Anders als beim TGV verteilt sich der Antrieb über den ganzen Zug.
Das spart Platz und schafft mehr Raum für Sitzplätze.
462 Plätze auf 200 Metern
Ein AGV von Italo ist rund 200 Meter lang.
Er besteht aus elf fest verbundenen Wagen.
In diesen Wagen finden 462 Reisende Platz.
Die Wagen sind dauerhaft miteinander gekuppelt.
Dadurch wirkt der Zug innen wie ein langer, durchgehender Raum.
Seine volle Geschwindigkeit erreicht er unter der üblichen Wechselstrom-Oberleitung.
Ein privater Herausforderer
Italo ist kein staatliches Unternehmen.
Es ist ein privater Anbieter von Hochgeschwindigkeitsverkehr.
Seit April 2012 fährt Italo in Konkurrenz zur staatlichen Bahn.
Diese staatliche Bahn heißt Trenitalia und gehört zur italienischen Staatsbahn.
Zum ersten Mal hatten Reisende in Italien damit eine echte Wahl.
Auf denselben Strecken fuhren plötzlich zwei verschiedene schnelle Anbieter.
Wer Italo gründete
Hinter Italo steht die Gesellschaft Nuovo Trasporto Viaggiatori.
Sie wurde bereits im Jahr 2006 gegründet.
Zu den Gründern gehörten vier italienische Unternehmer.
Einer von ihnen war Luca Cordero di Montezemolo.
Er war zu dieser Zeit Verwaltungsratsvorsitzender von Ferrari.
Auch deshalb gilt Italo vielen als besonders schicker Zug.
Wettbewerb auf der Schiene
Lange galt der schnelle Zugverkehr als Sache des Staates.
Italien öffnete seine Schnellfahrstrecken früh für private Anbieter.
So konnte Italo überhaupt erst auf die Gleise rollen.
Der Wettbewerb brachte den Reisenden neue Angebote und Preise.
Zwei Anbieter werben seitdem um dieselben Fahrgäste.
Italien gilt damit als Vorreiter für offenen Wettbewerb auf der Schiene.
Der Italo EVO
Nach den ersten Jahren kam ein zweiter Zugtyp hinzu.
Er trägt den Namen Italo EVO und läuft unter der Bezeichnung ETR 675.
Dieser Zug ist eine Weiterentwicklung aus der Pendolino-Familie.
Auch er stammt vom Hersteller Alstom.
Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 Kilometern pro Stunde.
Mit ihm konnte Italo auch mehr und andere Strecken bedienen.
Wo Italo fährt
Italo verbindet vor allem die großen Städte Italiens.
Dazu gehören Turin, Mailand, Bologna, Florenz, Rom und Neapel.
Diese Städte liegen an den modernen Schnellfahrstrecken des Landes.
Dort darf der Zug sein hohes Tempo wirklich ausfahren.
Zwischen den Großstädten spart er den Reisenden viel Zeit.
So wurde Italo rasch zu einem vertrauten Bild auf Italiens Gleisen.
Was 300 km/h bedeuten
Bei 300 Kilometern pro Stunde schrumpfen die Entfernungen.
Eine Fahrt zwischen zwei Großstädten dauert oft nur wenige Stunden.
Viele Reisende lassen dafür das Auto oder das Flugzeug stehen.
Im Zug können sie arbeiten, lesen oder die Landschaft betrachten.
Gerade im Berufsverkehr zwischen den Städten ist das ein Vorteil.
Das hohe Tempo ist deshalb das wichtigste Verkaufsargument von Italo.
Bald auch in Deutschland
Italo will künftig nicht nur in Italien fahren.
Das Unternehmen plant, ab 2028 auch in Deutschland anzutreten.
Dann sollen schnelle Italo-Züge über die Alpen hinaus rollen.
Damit käme erstmals ein italienischer Anbieter auf deutsche Gleise.
Für Reisende könnte das neue Verbindungen bedeuten.
Noch sind diese Pläne aber Zukunftsmusik.
Italo und der TGV
Der schnelle AGV von Italo hat eine berühmte Verwandtschaft.
Er gilt als technischer Nachfolger des französischen TGV.
Der TGV hat über Jahrzehnte den Hochgeschwindigkeitsverkehr geprägt.
Beim AGV steckt der Antrieb nicht mehr nur in zwei Köpfen.
Stattdessen ist er über den ganzen Zug verteilt.
So führt Italo eine lange europäische Tradition schneller Züge fort.
Ein Name wie ein Versprechen
Der Name Italo klingt nach Italien selbst.
Das ist kein Zufall, denn die Marke setzt bewusst auf dieses Gefühl.
Der Zug soll modern, elegant und typisch italienisch wirken.
Diese Mischung aus Tempo und Stil gehört zum Auftritt von Italo.
So wurde aus einem Zug auch eine bekannte Marke.
Viele Reisende wählen ihn nicht nur wegen der Geschwindigkeit.
Was die Zahl bedeutet
Die 300 Kilometer pro Stunde von Italo sind mehr als eine technische Angabe.
Sie stehen für den Moment, in dem private Anbieter in den schnellen Zugverkehr kamen.
Reisende in Italien haben seitdem auf vielen Strecken die Wahl.
Tempo, Komfort und Wettbewerb gehören bei Italo zusammen.
Aus einem einzelnen Zug ist so ein fester Teil des Bahnlandes Italien geworden.
Und bald könnte dieses Tempo auch auf deutschen Gleisen zu sehen sein.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
