Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, auf Gleis 4 fährt ein ICE 4 ein, das ruhige Arbeitstier des modernen Fernverkehrs.“
Wie schnell fährt der ICE 4?
→ Ein Hochgeschwindigkeitszug in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der ICE 4 fährt in seinen langen Einheiten bis zu 265 km/h. Siebenteilige Züge sind auf 250 km/h begrenzt.
Der ICE 4 ist das neue Rückgrat des deutschen Fernverkehrs.
Er ist größer und schwerer als seine Vorgänger und soll vor allem viele Menschen zuverlässig befördern.
Doch wie schnell fährt dieser moderne Hochgeschwindigkeitszug eigentlich?

Die wichtigsten Zahlen
265 km/h
Höchstgeschwindigkeit der langen Einheiten
im Fahrgastbetrieb seit August 2021
250 km/h
Höchstgeschwindigkeit siebenteiliger Züge
diese kurzen Einheiten bleiben langsamer
seit 2017
im Regelbetrieb
zwölfteilige Einheiten ab Dezember 2017
Der ICE 4 wird aus angetriebenen Mittelwagen der Baureihe 412 und antriebslosen Wagen der Baureihe 812 gebildet.
Die kurze Antwort
Der ICE 4 fährt in seinen langen Ausführungen bis zu 265 Stundenkilometer.
Die kürzeren, siebenteiligen Einheiten sind auf 250 km/h begrenzt.
Damit ist er schnell, aber kein reiner Rekordjäger.
Sein Schwerpunkt liegt woanders als beim Spitzentempo.

265 oder 250 Stundenkilometer
Nicht jeder ICE 4 ist gleich schnell.
Die zwölf- und dreizehnteiligen Einheiten dürfen 265 km/h fahren.
Die siebenteiligen Einheiten bleiben bei 250 km/h.
Welches Tempo gilt, hängt also von der Länge des Zuges ab.
Gut zu wissen
Ein Zug kann sein Höchsttempo nur dort ausfahren, wo die Strecke dafür gebaut ist, also auf eigenen Schnellfahrstrecken.
Auf vielen Abschnitten des Netzes fährt auch der ICE 4 deshalb langsamer, als es seine Technik erlauben würde.
Was 265 km/h bedeuten
Bei 265 km/h legt der Zug in jeder Sekunde rund 74 Meter zurück.
Ein Kilometer ist damit in etwa 14 Sekunden geschafft.
Auf freier Schnellfahrstrecke fühlt sich das sehr ruhig an.
Moderne Technik hält den Zug auch bei diesem Tempo leise und stabil.
Vom Plan 250 zur Anhebung auf 265
In der Ausschreibung war zunächst eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h vorgesehen.
Später wurde eine Anhebung auf 265 km/h erwogen und 2020 angekündigt.
Im August 2021 fuhr der erste Zug mit diesem Tempo im Fahrgastbetrieb.
Möglich wurde das durch neue Software und den vorhandenen technischen Ausbau.
Warum nicht noch schneller
Der ICE 4 ist nicht auf das höchste Tempo getrimmt.
Er soll vor allem viele Sitzplätze bieten und wirtschaftlich fahren.
Zuverlässigkeit und Kapazität standen bei seiner Entwicklung im Vordergrund.
Für die meisten Strecken in Deutschland reichen 250 bis 265 km/h völlig aus.
Der Vergleich mit dem ICE 3
Der ICE 3 fährt mit bis zu 300 km/h deutlich schneller.
Er ist dafür leichter und stärker motorisiert gebaut.
Der ICE 4 setzt dagegen auf Länge, Platz und Robustheit.
Beide Züge ergänzen sich im Netz der Deutschen Bahn.
Wie der Antrieb verteilt ist
Der ICE 4 hat keine klassische Lok an der Spitze.
Stattdessen sind einzelne Mittelwagen angetrieben.
Diese angetriebenen Wagen gehören zur Baureihe 412.
Je nach Länge des Zuges sind mehr oder weniger davon eingebaut.
Die verschiedenen Längen
Den ICE 4 gibt es in mehreren Zuglängen.
Zwölfteilige Einheiten fahren seit Dezember 2017.
Siebenteilige kamen im Dezember 2020 dazu.
Im Februar 2021 fuhr erstmals eine dreizehnteilige Einheit mit Fahrgästen.
Seit wann der ICE 4 fährt
Der ICE 4 ist seit 2017 im Einsatz.
Er löst nach und nach ältere Fahrzeuge im Fernverkehr ab.
Die Bahn bestellte über die Jahre immer neue Einheiten nach.
So wächst die Flotte stetig weiter.
Das Rückgrat des Fernverkehrs
Der ICE 4 übernimmt heute viele der wichtigsten Fernverbindungen.
Er fährt auf den großen Achsen quer durch Deutschland.
Mit seiner Länge ersetzt ein Zug oft zwei kürzere.
Damit ist er ein Schlüsselfahrzeug für die Verkehrswende.
Komfort statt reinem Tempo
Im ICE 4 steckt viel Platz für Reisende und Gepäck.
Breite Gänge und ruhige Wagen prägen das Fahrgefühl.
Die gemächlichere Beschleunigung spart Energie.
So wird aus etwas weniger Tempo mehr Wirtschaftlichkeit.
Zugelassen für mehrere Länder
Ein Teil der Flotte wird auch im Ausland eingesetzt.
Die Züge der zweiten Serie sollen für Deutschland, Österreich und die Schweiz zugelassen werden.
Grenzüberschreitende Fahrten werden damit einfacher.
Der ICE 4 ist so auch ein europäischer Zug.
Wie die 265 km/h möglich wurden
Das höhere Tempo steckte technisch bereits im Zug.
Es musste nur freigegeben und zugelassen werden.
265 km/h gelten als das Höchste, was der bisherige Ausbaustand erlaubt.
Eine neue Software öffnete diese Reserve für den Alltag.
Was die Zahl verrät
Die Geschwindigkeit des ICE 4 zeigt einen Strategiewechsel.
Nicht mehr der Rekord zählt, sondern der zuverlässige Takt.
Viele Plätze und pünktliche Fahrten sind wichtiger geworden.
So erzählt die Zahl 265 von einer neuen Art, Fernverkehr zu denken.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
