Zahlen, bitte!
„Rückblick auf die Ybbstalbahn: einst 70,9 Kilometer auf schmaler Spur durch das Mostviertel.“
Wie lang war die Ybbstalbahn?
→ Eine Schmalspurbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Ybbstalbahn im niederösterreichischen Mostviertel war mit ihrer Stammstrecke 70,9 Kilometer lang. 70,9 Kilometer führten von Waidhofen an der Ybbs bis Lunz am See, dazu kam eine Stichstrecke von 5,7 Kilometern.
Durch das Tal der Ybbs im niederösterreichischen Mostviertel führte lange eine schmale Bahn.
Sie verband Waidhofen an der Ybbs mit den Orten im Gebirge.
Heute ist von der einst langen Ybbstalbahn nur noch ein Teil in Betrieb.

Die wichtigsten Zahlen
70,9 km
Stammstrecke
Waidhofen an der Ybbs–Lunz am See
5,7 km
Stichstrecke
Abzweig nach Ybbsitz
760 mm
Spurweite
Bosnische Spurweite
Der durchgehende Betrieb der ÖBB endete am 11. Dezember 2010, seither fahren nur noch einzelne Teilstücke.
Einst über siebzig Kilometer
Die Stammstrecke der Ybbstalbahn war 70,9 Kilometer lang.
Sie führte von Waidhofen an der Ybbs bis nach Lunz am See.
Dort begann die Bergstrecke in Richtung Kienberg-Gaming.
Damit zog sich die Bahn weit durch das Mostviertel.

Die Stichstrecke nach Ybbsitz
Zur Bahn gehörte auch eine kurze Stichstrecke.
Sie war 5,7 Kilometer lang und führte nach Ybbsitz.
Der Abzweig lag beim Bahnhof Gstadt.
So band die Bahn auch diesen Ort an das Netz an.
Gut zu wissen
Viele schmale Lokalbahnen in Österreich verloren ihren durchgehenden Betrieb, nachdem Straßen und Busse den Verkehr übernommen hatten.
Museumsvereine und örtliche Bahnen bewahren einzelne Abschnitte, sodass wenigstens Teile der alten Strecken befahrbar bleiben.
Schmale Spur von 760 Millimetern
Die Ybbstalbahn war eine Schmalspurbahn mit 760 Millimetern Spurweite.
Diese enge Spur wird oft Bosnische Spurweite genannt.
Sie war günstiger im Bau als eine breite Hauptbahn.
Für ein enges Gebirgstal war sie gut geeignet.
Von Waidhofen nach Lunz am See
Ausgangspunkt der Bahn war Waidhofen an der Ybbs.
Von dort folgte sie dem Tal der Ybbs flussaufwärts.
Sie erreichte schließlich den Ort Lunz am See.
Daran schloss die steile Bergstrecke nach Kienberg-Gaming an.
Der einzige Tunnel bei Opponitz
Auf ihrem Weg hatte die Bahn nur einen einzigen Tunnel.
Dieser lag beim Ort Opponitz.
Ansonsten verlief die Strecke weitgehend offen durch das Tal.
Der Tunnel war damit eine Besonderheit der Strecke.
Stationen im Tal
Nach 5,5 Kilometern erreichte die Bahn den Bahnhof Gstadt.
Dort zweigte die Nebenlinie nach Ybbsitz ab.
Nach rund 25 Kilometern folgte Hollenstein an der Ybbs.
Weiter oben lagen vor allem kleine Haltestellen für Wanderer.
Das Ende des durchgehenden Betriebs
Am 11. Dezember 2010 endete der Betrieb der ÖBB auf der Bahn.
Einen Tag später übernahm das Land Niederösterreich die Anlagen.
Der durchgehende Verkehr auf der langen Strecke war damit vorbei.
Große Teile der Bahn wurden nicht mehr befahren.
Warum die Bahn aufgegeben wurde
Schon im Frühsommer 2009 hatten Unwetter Teile der Strecke beschädigt.
Diese Abschnitte blieben danach gesperrt.
Mit der Übernahme durch das Land wurden sie endgültig eingestellt.
So schrumpfte die einst lange Bahn auf wenige Reste.
Was heute noch fährt
Erhalten blieb der kurze Abschnitt in Waidhofen.
Dort verkehrt heute die Citybahn Waidhofen im Nahverkehr.
Im Gebirge blieb die Bergstrecke als Museumsbahn bestehen.
Beide Teile sind nur ein Bruchteil der früheren Strecke.
Der Ötscherland-Express
Auf der Bergstrecke fährt heute der Ötscherland-Express.
Er verkehrt zwischen Kienberg-Gaming und Lunz am See.
Als Museumsbahn bringt er vor allem Ausflügler ins Tal.
So bleibt ein Stück der alten Ybbstalbahn erlebbar.
Die Citybahn Waidhofen
In Waidhofen blieb ein kurzes Stück der Schmalspur erhalten.
Auf ihm fährt die Citybahn als örtliche Verbindung.
Sie bedient Stationen im Stadtgebiet von Waidhofen.
Damit lebt ein Teil der Bahn als moderner Nahverkehr weiter.
Ein Netz in Bosnischer Spur
Im Mostviertel gab es einst mehrere schmale Bahnen.
Sie erschlossen die Täler rund um die Ybbs.
Die Ybbstalbahn war dabei die längste dieser Strecken.
Heute erinnern nur noch Reste an dieses einstige Netz.
Das Fazit
Die Ybbstalbahn war mit ihrer Stammstrecke 70,9 Kilometer lang, dazu kam eine Stichstrecke von 5,7 Kilometern.
Der durchgehende Betrieb endete 2010, heute fahren nur noch die Citybahn Waidhofen und eine Museumsbahn im Gebirge.
So bleibt von der langen Talbahn vor allem die Erinnerung und ein kleiner Rest in Betrieb.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
