Zahlen, bitte!
„Die Rasende Emma fährt von Westerland in Richtung Hörnum, bitte einsteigen in die Sylter Inselbahn.“
Wie lang war die Sylter Inselbahn?
→ Ein Bahnnetz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Sylter Inselbahn war eine meterspurige Schmalspurbahn und ihr Netz maß in der größten Ausdehnung 35,7 Kilometer. Sie fuhr von 1888 bis 1970 über die Insel Sylt und hieß im Volksmund Rasende Emma.
Über die nordfriesische Insel Sylt fuhr fast ein Jahrhundert lang eine eigene Bahn.
Die Sylter Inselbahn hieß im Volksmund liebevoll Rasende Emma.
Ihr Streckennetz erreichte mit der Zeit eine beachtliche Länge.

Die Sylter Inselbahn in Zahlen
35,7 km
größtes Netz
gesamte Ausdehnung
4,2 km
erste Strecke
Westerland–Munkmarsch
14,5 km
Südbahn
Hörnum–Westerland
1888–1970
Betriebszeit
auf Sylt
Die Schmalspurbahn hatte eine Spurweite von 1000 Millimetern und verband die wichtigsten Orte der Insel.
Die wichtigste Zahl
Das Netz der Sylter Inselbahn maß in seiner größten Ausdehnung 35,7 Kilometer.
Damit zog sich die Bahn über weite Teile der langen Insel.
Sie verband die wichtigsten Orte von Sylt miteinander.
Diese Länge wuchs über mehrere Jahrzehnte.

Die Rasende Emma
Im Volksmund hieß die Bahn Rasende Emma.
Der Name war liebevoll und leicht spöttisch zugleich.
Denn besonders schnell war die kleine Schmalspurbahn nicht.
Trotzdem war sie für die Insel lange unverzichtbar.
Gut zu wissen
An die Sylter Inselbahn erinnern heute Straßennamen und einzelne erhaltene Fahrzeuge.
Der Spitzname Rasende Emma ist bis heute vielen Insel-Besuchern ein Begriff.
Die erste Strecke von 1888
Den Anfang machte 1888 eine kurze Strecke.
Sie war 4,2 Kilometer lang und führte von Westerland nach Munkmarsch.
Westerland war der Hauptort und das wichtigste Seebad der Insel.
Munkmarsch war damals ein Fährhafen an der Ostküste.
Schmalspur in Meterspur
Die Sylter Inselbahn war eine Schmalspurbahn.
Ihre Spurweite betrug 1000 Millimeter, also einen Meter.
Diese schmale Spur war günstig im Bau.
Sie passte gut zu einer Bahn auf einer Insel.
Die Ostbahn
Ein Teil des Netzes war die sogenannte Ostbahn.
Sie führte vom Fährhafen Munkmarsch nach Westerland.
So war die Insel früh mit dem Festland über die Fähre verbunden.
Viele Badegäste kamen auf diesem Weg nach Sylt.
Die Nordbahn nach List
Nach Norden führte die Nordbahn aus Westerland hinaus.
Wichtige Orte an der Strecke waren Wenningstedt und Kampen.
Endpunkt war der Ort List im Norden der Insel.
Der Bahnhof List lag bei Streckenkilometer 16,2.
Die Südbahn der HAPAG
Im Jahr 1901 kam eine weitere Strecke hinzu.
Die Reederei HAPAG eröffnete die 14,5 Kilometer lange Südbahn.
Sie führte von der Landungsbrücke Hörnum nach Westerland.
In Westerland entstand dafür ein eigener Südbahnhof.
Ein wachsendes Netz
Aus einzelnen Strecken wurde mit der Zeit ein ganzes Netz.
In der größten Ausdehnung waren es 35,7 Kilometer.
Damit reichte die Bahn vom Süden bis in den Norden der Insel.
Sylt hatte so ein eigenes kleines Eisenbahnland.
Enge Kurven am Anfang
Die erste Strecke von 1888 war technisch einfach gehalten.
Auf ihren 4,2 Kilometern gab es nur sieben Kurven.
Die schärfste davon hatte einen Radius von 100 Metern.
Für eine Schmalspurbahn waren das überschaubare Werte.
Der Hindenburgdamm von 1927
1927 wurde der Hindenburgdamm zum Festland eröffnet.
Darüber bekam Sylt Anschluss an das Netz der Deutschen Reichsbahn.
Große Teile des Bäderverkehrs liefen nun über diesen Weg.
Die alte Fährverbindung über Munkmarsch verlor an Bedeutung.
Eine Bahn für das Seebad
Sylt lebte schon früh vom Tourismus.
Die Inselbahn brachte die Badegäste zu den Orten und Stränden.
Ohne sie wäre der Ausflugsverkehr kaum zu bewältigen gewesen.
So gehörte die Rasende Emma zum Urlaub auf Sylt dazu.
Erweiterungen durch das Militär
In beiden Weltkriegen baute das Militär das Netz aus.
So wurden abgelegene Lager und Stellungen an die Bahn angebunden.
Dadurch kamen zeitweise viele weitere Kilometer hinzu.
Nach den Kriegen verschwanden diese Strecken wieder.
Das Ende 1970
Mit der Zeit übernahmen Busse und Autos den Verkehr.
1970 wurde die Sylter Inselbahn schließlich eingestellt.
Auf einem Teil der alten Trasse verläuft heute eine Straße.
Diese trägt zur Erinnerung den Namen Bahnweg.
Zahlen zum Mitnehmen
Das Netz der Sylter Inselbahn maß in der größten Ausdehnung 35,7 Kilometer.
Die erste Strecke von 1888 war 4,2 Kilometer lang.
Die Südbahn der HAPAG kam 1901 mit 14,5 Kilometern hinzu.
Die Bahn fuhr von 1888 bis 1970 und hieß Rasende Emma.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
