Zahlen, bitte!
„Bitte einsteigen ins Wälderbähnle, einst rund fünfunddreißig Kilometer von Bregenz hinauf nach Bezau.“
Wie lang war die Bregenzerwaldbahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Bregenzerwaldbahn verband von 1902 bis 1980 Bregenz mit Bezau. Die Schmalspurbahn war 35,501 Kilometer lang; heute fährt nur noch ein kurzes Museumsstück.
In Vorarlberg schlängelte sich einst eine schmale Bahn vom Bodensee in die Berge.
Die Einheimischen nannten sie liebevoll das Wälderbähnle.
Ihre einstige Länge ist in den Streckendaten genau überliefert.

Die Bregenzerwaldbahn in Zahlen
35,501 km
frühere Länge
von Bregenz bis Bezau
760 mm
Spurweite
die sogenannte Bosnische Spur
5,01 km
heute
erhaltenes Museumsstück
Quelle: Wikipedia „Bregenzerwaldbahn“, Stand 2026. Längenangaben nach den Streckendaten.
Die Antwort in einer Zahl
Die Bregenzerwaldbahn war einst 35,501 Kilometer lang.
Sie verband Bregenz am Bodensee mit dem Ort Bezau.
Betrieben wurde sie als Schmalspurbahn von 1902 bis 1980.
Heute ist nur noch ein kurzes Stück als Museumsbahn in Betrieb.
Auf die historische Länge beziehen sich die meisten Angaben in diesem Beitrag.

Von Bregenz nach Bezau
Die Strecke begann im Bahnhof der Landeshauptstadt Bregenz.
Zunächst folgte sie knapp einen Kilometer der Hauptbahn nach Bludenz.
Dann wandte sie sich nach Süden in den Bregenzerwald.
Über Kennelbach und Egg erreichte sie schließlich Bezau.
Damit erschloss sie eine abgelegene Region Vorarlbergs.
Für die Dörfer des Waldes war sie lange die wichtigste Verbindung.
Gut zu wissen
Die Bosnische Spurweite von 760 Millimetern geht auf Bahnen in Bosnien zurück und war in der einstigen österreichisch-ungarischen Monarchie weit verbreitet.
Weil Güter zwischen Schmalspur- und Normalspurbahnen umgeladen werden müssen, galten viele schmale Bahnen auf Dauer als unwirtschaftlich.
Die Bosnische Spurweite
Die Bregenzerwaldbahn war keine normale Bahn.
Ihre Gleise standen nur 760 Millimeter auseinander.
Diese Spurweite nennt man die Bosnische Spur.
Sie war schmaler als die übliche Normalspur von 1435 Millimetern.
Schmale Gleise erlaubten engere Kurven und sparten beim Bau Kosten.
244 Höhenmeter bergauf
Von Bregenz bis Bezau ging es spürbar bergauf.
Insgesamt überwand die Bahn 244 Höhenmeter.
Für eine Schmalspurbahn war das eine ordentliche Steigung.
Die Lokomotiven mussten dafür kräftig arbeiten.
Die Fahrt hinauf in den Wald war entsprechend gemächlich.
Eine Trasse voller Gefahren
Der Weg durch den Bregenzerwald war nicht ungefährlich.
Die Trasse war Erdrutschen und Felsstürzen ausgesetzt.
Auch Hochwasser bedrohte die Strecke immer wieder.
Besonders heikel war der Abschnitt bei Rieden.
Der Unterhalt der Bahn war deshalb aufwendig und teuer.
Eröffnung im Jahr 1902
Im Jahr 1902 ging die Bregenzerwaldbahn in Betrieb.
Sie brachte der Region einen deutlichen Aufschwung.
Menschen und Güter gelangten nun leichter in den Wald und hinaus.
Die Bahn verband das abgelegene Tal mit dem Bodensee.
Für viele Dörfer begann damit eine neue Zeit.
Das Ende im Jahr 1980
Mit den Jahren verlor die schmale Bahn an Bedeutung.
Der Autoverkehr übernahm immer mehr Fahrten.
Der aufwendige Unterhalt der gefährdeten Trasse kam hinzu.
1980 wurde der reguläre Betrieb eingestellt.
Große Teile der Strecke wurden anschließend abgebaut.
Das Wälderbähnle heute
Ganz verschwunden ist die Bregenzerwaldbahn nicht.
Ein 5,01 Kilometer langes Teilstück ist erhalten geblieben.
Es wird saisonal als Museumsbahn betrieben.
Damit ist es die einzige nicht elektrifizierte Bahn Vorarlbergs.
Für Ausflügler ist das Wälderbähnle ein beliebtes Ziel.
Viele Namen für eine Bahn
Kaum eine Bahn hat so viele Spitznamen.
Man nannte sie Wälderbähnle oder Bregenzerwaldbähnle.
Auch Wälderbahn, Waldbahn oder Waldbähnle waren gebräuchlich.
Alle Namen zeugen von der Zuneigung der Menschen.
Die kleine Bahn war fest im Leben der Region verankert.
Was Schmalspur bedeutet
Mit 35,5 Kilometern war die Bahn für eine Schmalspurstrecke recht lang.
Schmalspurbahnen sind meist kürzer und langsamer als Hauptstrecken.
Dafür können sie engen Tälern besser folgen.
Der Nachteil ist, dass Güter an den Enden umgeladen werden müssen.
Genau das machte solche Bahnen auf Dauer unwirtschaftlich.
Der Bregenzerwald als Kulisse
Der Bregenzerwald ist eine Region mit grünen Hügeln und Holzhäusern.
Die Bahn führte mitten durch diese Landschaft.
Heute erinnert das Museumsstück an die alte Zeit.
Dampflokomotiven ziehen dort an schönen Tagen die Wagen.
So bleibt ein Stück Vorarlberger Bahngeschichte lebendig.
Die Zahl zum Mitnehmen
Die Bregenzerwaldbahn war 35,501 Kilometer lang.
Sie verband Bregenz mit Bezau und hatte die Bosnische Spur von 760 Millimetern.
Betrieben wurde sie von 1902 bis 1980.
Heute fährt nur noch ein 5,01 Kilometer langes Museumsstück.
Als Wälderbähnle lebt ihre Erinnerung weiter.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
