Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, auf der autofreien Insel Wangerooge bringt Sie diese Schmalspurbahn rund 5,9 Kilometer vom Anleger ins Dorf.“
Wie lang ist die Wangerooger Inselbahn?
→ Eine Inselbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Wangerooger Inselbahn ist rund 5,9 Kilometer lang und in Meterspur gebaut. Sie verbindet die Fähranlegestelle mit dem Dorf auf der autofreien Insel Wangerooge. Eröffnet wurde sie 1897, gebaut in nur drei Monaten. Sie ist heute die letzte von der Deutschen Bahn betriebene Schmalspurbahn.
Es gibt eine Bahn, die gehört zur Deutschen Bahn und fährt doch ganz anders als jeder ICE.
Sie rollt auf schmaler Spur über eine kleine Nordseeinsel.
Und sie ist dabei nur rund sechs Kilometer lang.

Die wichtigsten Zahlen
5,9 km
Streckenlänge
meterspurig, auf Wangerooge
1000 mm
Spurweite
Meterspur
1897
Eröffnung
in nur drei Monaten gebaut
≈ 20 min
frühe Fahrzeit
1897 für 3½ Kilometer bei 30 km/h
Die Längenangabe gilt für die meterspurige Strecke der Inselbahn auf Wangerooge; 1897 war die erste Strecke 3½ Kilometer lang.
Die Bahn der autofreien Insel
Die Wangerooger Inselbahn fährt auf der Nordseeinsel Wangerooge.
Die Insel ist autofrei, Autos gibt es dort für Gäste nicht.
Die meterspurige Bahn ist rund 5,9 Kilometer lang.
Sie verbindet die Fähranlegestelle mit dem Dorf.
Damit ist sie das wichtigste Verkehrsmittel der Insel.

Wie die Zahl zustande kommt
Die Länge misst die heute befahrene meterspurige Strecke.
Sie führt vom Anleger quer über die Insel bis in den Ort.
1897 war die erste Strecke erst 3½ Kilometer lang.
Später kamen weitere Abschnitte hinzu.
Heute ergibt sich daraus ein kleines Netz von rund sechs Kilometern.
Gut zu wissen
Die Wangerooger Inselbahn ist die letzte von der Deutschen Bahn betriebene Schmalspurbahn und das wichtigste Verkehrsmittel der autofreien Insel.
Weil Wangerooge in der Nordsee liegt, richtet sich der Fahrplan nach den Gezeiten und den Fährzeiten.
Die letzte Schmalspurbahn der DB
Die Inselbahn gehört zur Deutschen Bahn.
Zuständig ist eine eigene Einheit namens SIW.
Sie ist die letzte von der DB betriebene Schmalspurbahn.
Alle anderen schmalen Bahnen der DB sind längst Geschichte.
Das macht die kleine Strecke zu einer echten Rarität.
Vom Anleger ins Dorf
Die Fähren legen am Westanleger der Insel an.
Von dort bringt die Bahn die Gäste in den Ort.
Oben wartet das Schiff, am Ende der Fahrt das Dorf.
So entsteht eine durchgehende Reise aus Fähre und Bahn.
Dieser Zweck bestimmt die Strecke seit Anfang an.
Gebaut 1897
Im März 1897 genehmigte die Regierung des Großherzogtums Oldenburg den Bau.
Die oldenburgische Staatsbahn errichtete die Strecke in nur drei Monaten.
Im Juli 1897 wurde die Inselbahn eröffnet.
Für die ersten 3½ Kilometer brauchte ein Zug etwa 20 Minuten.
Die Höchstgeschwindigkeit lag damals bei 30 Kilometern pro Stunde.
Warum Meterspur
Die Inselbahn ist in Meterspur mit 1000 Millimetern gebaut.
Diese Spur war günstig und reichte für die kurze Verbindung.
Leichte Gleise ließen sich gut im sandigen Boden verlegen.
Für eine Insel ohne Schnellverkehr war das ideal.
So blieb die Bahn über viele Jahrzehnte bezahlbar.
Gezeiten bestimmen den Takt
Wangerooge liegt in der Nordsee, wo Ebbe und Flut herrschen.
Die Fähren können nur bei passendem Wasserstand fahren.
Deshalb richtet sich der Fahrplan der Bahn nach den Gezeiten.
Mal fährt sie früh, mal spät, je nach Flut.
Das macht die kleine Bahn einzigartig im Betrieb.
Das wichtigste Verkehrsmittel
Auf der autofreien Insel gibt es keine Autos für Gäste.
Umso wichtiger ist die Inselbahn.
Sie bringt Menschen, Gepäck und Waren über die Insel.
Ohne sie käme kaum jemand bequem vom Anleger ins Dorf.
So trägt die kleine Bahn den ganzen Inselverkehr.
Kein Auto weit und breit
Wangerooge verzichtet bewusst auf den Autoverkehr der Gäste.
Das sorgt für Ruhe und saubere Luft.
Die Bahn und kleine Fahrzeuge übernehmen den Transport.
Für viele Urlauber ist gerade das der Reiz der Insel.
Die Inselbahn passt perfekt zu diesem Konzept.
Von der Oldenburger Staatsbahn zur DB
Erbaut wurde die Bahn von der oldenburgischen Staatsbahn.
Über die Jahrzehnte ging sie in größere Bahnen über.
Heute gehört sie zur Deutschen Bahn.
Trotz aller Veränderungen blieb der schmale Spurbetrieb erhalten.
So überlebte ein Stück alter Eisenbahngeschichte.
Güter, Gepäck und Gäste
Die Inselbahn fährt nicht nur Menschen.
Auch Koffer, Pakete und Versorgungsgüter rollen mit.
Auf einer autofreien Insel ist das besonders wichtig.
Die Bahn ersetzt hier den Lieferverkehr per Lkw.
So hält sie die Insel am Laufen.
Eine Insel in der Nordsee
Wangerooge ist eine der ostfriesischen Inseln.
Sie ist klein, flach und vom Meer geprägt.
Jedes Jahr kommen viele Gäste zur Erholung.
Fast alle von ihnen nutzen die Inselbahn.
Die kurze Strecke trägt so den Tourismus der Insel.
Warum die Bahn unverzichtbar ist
Andere Inseln haben ihre Bahnen längst aufgegeben.
Wangerooge hält an seiner Schmalspurbahn fest.
Der Grund ist die Lage des Anlegers weit vor dem Ort.
Solange die Fähren dort landen, wird die Bahn gebraucht.
Diese Aufgabe sichert ihr das Überleben.
Was knapp sechs Kilometer bedeuten
Rund 5,9 Kilometer sind an Land eine Kleinigkeit.
Auf Wangerooge sind sie die Verbindung zur Außenwelt.
Die Strecke knüpft das Dorf an die Fähre und damit ans Festland.
Jeder Kilometer ist für die Insel lebenswichtig.
Deshalb ist diese kleine Zahl so bedeutend.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
