Zahlen, bitte!
„Bergfahrt durch die Rebberge, nächster Halt Prêles oben auf dem Tessenberg.“
Wie lang ist die vinifuni-Standseilbahn am Bielersee?
→ Eine Weinberg-Bahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die vinifuni-Standseilbahn von Ligerz nach Prêles am Bielersee ist rund 1198 Meter lang. Dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von 382,65 Metern.
Am Westufer des Bielersees liegt das Winzerdorf Ligerz.
Hoch darüber, auf dem Tessenberg, liegt das Dorf Prêles.
Zwischen beiden fährt eine Standseilbahn, doch wie lang ist ihre Strecke?

Die wichtigsten Zahlen
1198 m
effektive Streckenlänge
schräge Länge entlang des Hangs
382,65 m
Höhendifferenz
von Ligerz hinauf nach Prêles
23–40 %
Steigung
Meterspur, bis 50 Plätze
1912
Betriebsaufnahme
seit 2004 als vinifuni
Alle Werte nach der deutschsprachigen Wikipedia zur Standseilbahn Ligerz–Prêles.
Durch die Reben auf den Tessenberg
Die vinifuni-Standseilbahn ist rund 1198 Meter lang.
Sie führt von Ligerz am Bielersee hinauf nach Prêles.
Prêles liegt am Südrand der Hochfläche des Tessenbergs.
Unterwegs fährt die Bahn mitten durch die Rebberge.
So verbindet sie Seeufer und Hochfläche auf kurzem Weg.

Schräge Länge und waagerechte Distanz
Die effektive, also schräge Länge der Strecke beträgt 1198 Meter.
Die reine waagerechte Distanz misst dagegen nur 1135 Meter.
Der Unterschied entsteht durch den steilen Anstieg.
Je steiler eine Bahn, desto größer wird dieser Abstand.
Die schräge Länge ist der Weg, den die Fahrgäste wirklich zurücklegen.
Gut zu wissen
Bei steilen Bahnen unterscheidet man schräge Länge und waagerechte Distanz.
Die schräge Länge ist der tatsächliche Weg entlang der Schienen.
Bei der vinifuni sind das 1198 Meter, waagerecht gemessen nur 1135 Meter.
383 Höhenmeter
Die Bahn überwindet eine Höhendifferenz von 382,65 Metern.
Das ist ein kräftiger Anstieg für eine so kurze Strecke.
Von unten am See geht es steil in die Höhe.
Oben liegt Prêles gut geschützt auf dem Tessenberg.
Für Wanderer wäre dieser Aufstieg ein langer Weg.
Zwischen 23 und 40 Prozent steil
Die Steigung der Bahn liegt zwischen 23 und 40 Prozent.
An der steilsten Stelle gewinnt sie auf 100 Metern 40 Meter Höhe.
Damit ist sie deutlich steiler als viele andere Zubringerbahnen.
Dennoch bleibt sie weit von den steilsten Bahnen entfernt.
Die wechselnde Steigung macht die Fahrt abwechslungsreich.
Ligerz am See, Prêles auf der Höhe
Ligerz ist ein kleines Winzerdorf direkt am Bielersee.
Prêles trägt auf Deutsch den Namen Prägelz.
Es liegt auf der Hochfläche des Tessenbergs, der Montagne de Diesse.
Die Bahn verbindet diese beiden sehr unterschiedlichen Welten.
Unten der See, oben die weite Hochebene.
Eine Bahn mit Kurve
Die meisten Standseilbahnen fahren schnurgerade den Hang hinauf.
Die Bahn von Ligerz nach Prêles hat dagegen eine Kurve.
Ihr kleinster Kurvenradius beträgt 200 Meter.
Das ist für eine Standseilbahn eine Besonderheit.
Die Trasse musste sich dem schwierigen Gelände anpassen.
Seit 1912 in Betrieb
Die Bahn nahm im Juni 1912 den Betrieb auf.
Bis zum Jahresende beförderte sie 29.950 Reisende.
Die Konzession dafür stammte bereits aus dem Jahr 1906.
Seitdem gehört die Bahn fest zum Bielersee.
Sie ist damit über hundert Jahre alt.
Von der LTB zur vinifuni
Früher hieß die Bahn Ligerz-Tessenberg-Bahn, kurz LTB.
Auf Französisch trug sie den Namen Funiculaire Gléresse-Montagne de Diesse.
Seit dem 18. Mai 2004 verkehrt sie unter dem Namen vinifuni.
Der neue Name ist ein touristischer Markenname.
Die Bahn selbst blieb dieselbe Verbindung wie zuvor.
Was eine Windenbahn ist
Seit 2004 fährt die Bahn als sogenannte Windenbahn.
Eine Windenbahn wird von einer Seilwinde gezogen.
Das Seil wird an der Station auf eine große Trommel gewickelt.
So lässt sich auch eine Bahn mit Kurve zuverlässig bewegen.
Die Technik ist auf die besondere Trasse abgestimmt.
Warum sie vinifuni heißt
Der Name vinifuni verbindet zwei Wörter.
Vin steht für den Wein, funiculaire für die Standseilbahn.
Rund um Ligerz wachsen bekannte Rebberge am Seehang.
Die Bahn fährt mitten durch dieses Weinbaugebiet.
Der Name bringt diese Besonderheit auf den Punkt.
Das Rekordjahr 1947
In ihrer Geschichte hatte die Bahn Höhen und Tiefen.
1915 fuhren mit 7518 Fahrgästen besonders wenige Menschen mit.
1929 wurden erstmals über 70.000 Reisende gezählt.
1947 erreichte die Bahn mit 178.042 Passagieren ihr Maximum.
Die Zahlen zeigen, wie sehr die Bahn mit der Zeit wuchs.
Standseilbahnen am Bielersee
Der Bielersee ist von steilen Rebhängen umgeben.
Mehrere Bahnen erschließen die Höhen über dem See.
Die vinifuni ist eine der bekanntesten unter ihnen.
Sie verbindet Weinbau, Tourismus und Alltag.
Für viele Gäste ist die Fahrt selbst schon ein Erlebnis.
1198 Meter im Vergleich
Mit rund 1198 Metern liegt die vinifuni im Mittelfeld.
Die Gurtenbahn in Bern misst 1059 Meter.
Die Standseilbahn von Cossonay kommt auf 1228 Meter.
Die Biel-Magglingen-Bahn ist mit 1693 Metern deutlich länger.
Beim Höhenunterschied aber gehört die vinifuni zur Spitzengruppe.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
