Zahlen, bitte!
„Linie vier nach Bad Tabarz steht am Hauptbahnhof Gotha bereit, bitte einsteigen in die Thüringerwaldbahn.“
Wie lang ist die Thüringerwaldbahn?
→ Eine Überlandstraßenbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Thüringerwaldbahn ist eine meterspurige Überlandstraßenbahn und führt auf 21,7 Kilometern von Gotha nach Bad Tabarz. Dazu kommt eine 2,4 Kilometer lange Zweigstrecke nach Waltershausen.
Am Nordrand des Thüringer Waldes fährt eine Straßenbahn weit über die Stadtgrenze hinaus.
Die Thüringerwaldbahn verbindet Gotha mit dem Kurort Bad Tabarz.
Ihre Länge macht sie zu einer der auffälligsten Überlandstraßenbahnen in Deutschland.

Die Thüringerwaldbahn in Zahlen
21,7 km
Hauptstrecke
Gotha–Bad Tabarz
2,4 km
Zweigstrecke
nach Waltershausen Bahnhof
1929
Eröffnung
Einweihung im Juli
1000 mm
Spurweite
Meterspur
Die Strecke wird von der Thüringer Waldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH als Linie vier betrieben.
Die wichtigste Zahl
Die Hauptstrecke der Thüringerwaldbahn ist 21,7 Kilometer lang.
Sie beginnt am Hauptbahnhof Gotha und endet in Bad Tabarz.
Bad Tabarz liegt am Fuße des Thüringer Waldes.
Damit reicht die Straßenbahn weit in das Umland hinaus.

Was eine Überlandstraßenbahn ist
Eine Überlandstraßenbahn ist eine Straßenbahn, die zwei Orte über Land verbindet.
Sie fährt also nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch durch freie Landschaft.
Solche Bahnen waren früher häufiger als heute.
Die Thüringerwaldbahn ist ein bekanntes erhaltenes Beispiel dafür.
Gut zu wissen
Die Thüringerwaldbahn ist bei Ausflüglern beliebt, weil sie direkt an den Rand des Thüringer Waldes führt.
Mit Haltestellen wie Marienglashöhle oder Reinhardsbrunn verbindet sie Stadt und Natur in einer Fahrt.
Von Gotha nach Bad Tabarz
Die Fahrt beginnt am Bahnhof Gotha, von der Gesellschaft als Hauptbahnhof bezeichnet.
Von dort geht es in Richtung Süden an den Nordrand des Thüringer Waldes.
Ziel ist das 21,7 Kilometer entfernte Bad Tabarz.
Unterwegs verändert sich die Landschaft von der Stadt zum Mittelgebirge.
Die Zweigstrecke nach Waltershausen
An der Zwischenstation Waltershausen Gleisdreieck zweigt eine weitere Strecke ab.
Diese Zweigstrecke ist 2,4 Kilometer lang und führt zum Bahnhof Waltershausen.
An ihr liegen weitere vier Stationen.
So entsteht aus Haupt- und Zweigstrecke ein kleines Netz.
Meterspur auf der Schiene
Die Thüringerwaldbahn ist meterspurig und hat 1000 Millimeter Spurweite.
Diese Spurweite ist bei vielen Straßenbahnen üblich.
Sie erlaubt enge Kurven und passt gut in Straßen und enge Täler.
Damit unterscheidet sich die Bahn vom normalspurigen Eisenbahnnetz.
Stationen entlang der Strecke
Zu den Haltestellen gehören unter anderem Inselsbergstraße und Boxberg.
In Boxberg gibt es eine Wendeschleife für die Wagen.
Weitere Stationen sind Reinhardsbrunn Bahnhof und Marienglashöhle.
Die Namen spiegeln die Orte und Ziele am Thüringer Wald wider.
Eingleisig mit Ausweichen
Ein Teil der Strecke ist nur eingleisig ausgebaut.
An mehreren Haltestellen bestehen deshalb Ausweichmöglichkeiten.
Dort können sich entgegenkommende Bahnen begegnen.
In Bad Tabarz sorgt eine Wendeschleife für das Drehen der Wagen.
Vorgeschichte und AEG-Vertrag
Im November 1911 schlossen das damalige Herzogtum und die AEG einen Vertrag.
Darin ging es um ein Elektrizitätswerk und zugleich um den Bau der Thüringerwaldbahn.
1912 übernahm eine Tochtergesellschaft der AEG die Aufgabe.
So war die neue Bahn von Anfang an mit der Stromversorgung verbunden.
Bau mit Unterbrechung
Im Juni 1914 begannen die eigentlichen Bauarbeiten.
Der Erste Weltkrieg unterbrach das Vorhaben für viele Jahre.
Erst im Juni 1928 wurde der Bau fortgesetzt.
Bis zur Fertigstellung vergingen also mehr als anderthalb Jahrzehnte.
Die Eröffnung 1929
Im Juli 1929 wurde die Strecke feierlich eingeweiht.
Damit konnte der Betrieb zwischen Gotha und dem Thüringer Wald beginnen.
Durchgehend befahrbar war die Strecke erst kurz darauf vollständig.
Seitdem prägt die Bahn den Verkehr am Nordrand des Gebirges.
Die Fahrzeuge zur Eröffnung
Zum Einweihungstag 1929 gehörten zehn Triebwagen zum Bestand.
Dazu kamen sieben Beiwagen und ein Gepäckwagen.
Diese Zahlen zeigen, wie groß der Betrieb von Beginn an angelegt war.
Beiwagen erlauben es, mehr Fahrgäste an einen Triebwagen anzuhängen.
Der Betreiber heute
Betrieben wird die Bahn von der Thüringer Waldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH.
Diese Gesellschaft kürzt man mit TWSB ab.
Im Liniennetz trägt die Thüringerwaldbahn die Nummer vier.
Sie ist damit fest in das Gothaer Straßenbahnnetz eingebunden.
Eine seltene Bahnform
Echte Überlandstraßenbahnen sind in Deutschland selten geworden.
Viele vergleichbare Strecken wurden im Lauf der Zeit eingestellt.
Die Thüringerwaldbahn blieb dagegen erhalten.
Ihre Länge von über 21 Kilometern macht sie besonders auffällig.
Zahlen zum Mitnehmen
Die Thüringerwaldbahn fährt 21,7 Kilometer von Gotha nach Bad Tabarz.
Eine 2,4 Kilometer lange Zweigstrecke führt zum Bahnhof Waltershausen.
Eröffnet wurde die meterspurige Strecke im Juli 1929.
Betrieben wird sie heute als Linie vier der TWSB.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
