Zahlen, bitte!
„Der Dampfzug der Selfkantbahn steht abfahrbereit, bitte zusteigen und auf das Pfeifen der Lok achten.“
Wie lang ist die Selfkantbahn?
→ Eine Museumsbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Selfkantbahn ist eine meterspurige Museumsbahn und fährt heute auf 5,5 Kilometern zwischen Gillrath und Schierwaldenrath. Ihre Vorgängerin, die Geilenkirchener Kreisbahn, war einst 37,7 Kilometer lang.
Im äußersten Westen Deutschlands hat eine kleine Schmalspurbahn das Ende des Alltagsverkehrs überlebt.
Die Selfkantbahn fährt heute als Museumsbahn mit Dampfloks durch das Grenzland bei Geilenkirchen.
Ihre Länge erzählt von einer früher viel größeren Kreisbahn und von einem frühen Neuanfang als Museum.

Die Selfkantbahn in Zahlen
5,5 km
heutige Museumsstrecke
Gillrath–Schierwaldenrath
37,7 km
ursprüngliche Kreisbahn
Geilenkirchener Kreisbahn
1000 mm
Spurweite
Meterspur
1969
erster Museumsverkehr
seit 1973 regelmäßig
Die ursprüngliche Bahn bestand aus zwei Ästen und verband das Aachener Steinkohlenrevier mit dem ländlichen Selfkant.
Die wichtigste Zahl
Die Selfkantbahn wird heute auf einer Museumsstrecke von 5,5 Kilometern Länge betrieben.
Sie verbindet Gillrath bei Geilenkirchen mit Schierwaldenrath.
Gefahren wird mit historischen Fahrzeugen, oft mit Dampflokomotiven.
Damit ist nur ein kleiner Teil der früheren Strecke erhalten geblieben.

Von der Kreisbahn zur Museumsbahn
Die heutige Selfkantbahn ist der Rest einer viel längeren Bahn.
Ihre Vorgängerin war die Geilenkirchener Kreisbahn.
Diese verlor nach und nach ihre Bedeutung und wurde stillgelegt.
Ehrenamtliche bewahrten ein Teilstück und machten daraus eine Museumsbahn.
Gut zu wissen
Die Selfkantbahn verkehrt vor allem an Wochenenden und zu besonderen Anlässen in der Saison.
Dampffahrten durch den Selfkant sind ein beliebtes Ausflugsziel im Grenzland bei Geilenkirchen.
Die Geilenkirchener Kreisbahn
Die Geilenkirchener Kreisbahn war insgesamt 37,7 Kilometer lang.
Sie war eine meterspurige Kleinbahn im Westen des heutigen Nordrhein-Westfalen.
Ihr betrieblicher Mittelpunkt lag am Geilenkirchener Kreisbahnhof.
Von dort gingen zwei Streckenäste in unterschiedliche Richtungen.
Zwei Streckenäste
Ein Ast führte rund 17 Kilometer von Geilenkirchen nach Puffendorf im Jülicher Land.
Der andere Ast erschloss auf etwa 22 Kilometern den Selfkant bis Tüddern.
Dieser zweite Ast verlief über Gillrath, Schierwaldenrath und Gangelt.
Genau auf diesem Abschnitt fährt heute die Museumsbahn.
Meterspur im Rheinland
Die Bahn ist eine Schmalspurbahn in Meterspur mit 1000 Millimetern Spurweite.
Um 1900 war im Rheinland sogar ein ganzes Netz solcher Meterspurbahnen geplant.
Verwirklicht wurden davon nur einige Strecken, darunter auch die Brohltalbahn.
Die Geilenkirchener Kreisbahn gehörte zu diesen umgesetzten Bahnen.
Bau und Betreibergesellschaften
Der Kreis finanzierte den Bau der Bahn selbst.
Mit Bau und Betrieb war zunächst die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft beauftragt.
Ab 1928 übernahm deren Nachfolgerin, die Vereinigte Kleinbahnen AG.
Ab 1951 führte der Eigentümer den Betrieb über die Kreiswerke Geilenkirchen-Heinsberg selbst.
Niedergang und Stilllegung
Nach dem Zweiten Weltkrieg sanken die Fahrgastzahlen rasch.
Der Betrieb der Bahn wurde ab 1953 schrittweise aufgegeben.
Abschnitt für Abschnitt verschwand in den folgenden Jahren.
Im Jahr 1973 war der reguläre Betrieb schließlich ganz eingestellt.
Der erste historische Verkehr 1969
Schon 1969 begann auf dem Abschnitt bei Gillrath und Schierwaldenrath ein erster historischer Schienenverkehr.
Aus diesem Angebot ging die heutige Selfkantbahn hervor.
Ein Plan, die Strecke zu elektrifizieren, scheiterte an den hohen Kosten.
So blieb es beim Betrieb mit historischen Fahrzeugen.
Museumsbetrieb seit 1973
Seit 1973 fährt auf dem erhaltenen Teilstück ein regelmäßiger Museumsbetrieb.
Dabei kommen immer wieder Dampflokomotiven zum Einsatz.
Die Fahrten richten sich vor allem an Ausflügler und Bahnfreunde.
So wurde aus dem Rest einer Kleinbahn ein lebendiges Stück Verkehrsgeschichte.
Die heutige Museumsstrecke
Heute umfasst die befahrene Strecke 5,5 Kilometer.
Sie liegt zwischen Geilenkirchen-Gillrath und Gangelt-Schierwaldenrath.
Damit ist die Museumsbahn deutlich kürzer als die einstige Kreisbahn.
Die kurze Länge passt gut zum ruhigen Ausflugsverkehr.
Wer die Bahn heute betreibt
Betrieben wird die Selfkantbahn von der Touristenbahnen im Rheinland GmbH.
Diese Gesellschaft gehört dem Verein Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr.
Seit 2012 ist das Unternehmen auch für die Infrastruktur zuständig.
So bleiben Fahrzeuge und Gleise in ehrenamtlicher Hand.
Woher der Name kommt
Der Selfkant ist eine Landschaft im äußersten Westen Deutschlands.
Die alte Kreisbahn erschloss genau diese ländliche Region.
Daher trägt die Museumsbahn heute den Namen Selfkantbahn.
Der Name verweist also auf das Grenzland nahe den Niederlanden.
Museumsbahn als lebendige Geschichte
Viele kleine Bahnen wurden nach ihrer Stilllegung komplett abgebaut.
Die Selfkantbahn zeigt, wie ein Rest erhalten bleiben kann.
Dampf, Gleis und historische Wagen machen die alte Technik erlebbar.
So wird die Länge der Strecke zu einem Stück gepflegter Erinnerung.
Zahlen zum Mitnehmen
Die Selfkantbahn fährt heute auf 5,5 Kilometern als Museumsbahn.
Ihre Vorgängerin, die Geilenkirchener Kreisbahn, war 37,7 Kilometer lang.
Der erste historische Verkehr begann 1969, der regelmäßige Museumsbetrieb seit 1973.
Die Spurweite beträgt wie bei vielen rheinischen Kleinbahnen 1000 Millimeter.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
