Zahlen, bitte!
„Die Selketalbahn dampft als meterspurige Harzbahn durch ein stilles Flusstal im Unterharz.“
Wie lang ist die Selketalbahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Selketalbahn von Gernrode nach Hasselfelde ist nach den Streckendaten 40,38 Kilometer lang. Sie ist Teil des rund 140 Kilometer langen Netzes der Harzer Schmalspurbahnen.
Die Selketalbahn ist eine meterspurige Schmalspurbahn im Unterharz in Sachsen-Anhalt.
Ihr Kern ist die Strecke von Gernrode über Alexisbad nach Hasselfelde mit einem Abzweig nach Harzgerode.
Sie gehört heute zu den Harzer Schmalspurbahnen und ist ganzjährig in Betrieb.

Die wichtigsten Zahlen
40,38 km
Strecke Gernrode–Hasselfelde
Kern der Selketalbahn
1000 mm
Spurweite
Meterspur
140,4 km
HSB-Netz gesamt
mit Harzquer- und Brockenbahn
Die größte Neigung der Strecke beträgt rund 40 Promille.
Die kurze Antwort
Der Kern der Selketalbahn, die Strecke von Gernrode nach Hasselfelde, ist nach den Streckendaten 40,38 Kilometer lang.
Dazu gehört ein kurzer Abzweig nach Harzgerode.
Die Bahn ist meterspurig, ihre Schienen liegen also 1000 Millimeter auseinander.
Sie bildet einen Teil des rund 140 Kilometer langen Netzes der Harzer Schmalspurbahnen.

Durch das Tal der Selke
Die Bahn verläuft durch den Unterharz, eine waldreiche Mittelgebirgslandschaft.
Auf einem langen Abschnitt folgt sie dem Flüsschen Selke.
Diesem Verlauf zwischen Mägdesprung und Albrechtshaus verdankt sie ihren Namen.
Von Gernrode auf 204 Metern steigt sie stetig ins Gebirge.
Gut zu wissen
In Alexisbad zweigt die kurze Stichstrecke nach Harzgerode von der Hauptstrecke ab.
Die Harzer Schmalspurbahnen betreiben mit der Brockenbahn auch die bekannte Fahrt auf den Brocken.
40,38 Kilometer durch den Unterharz
Die Streckendaten weisen für Gernrode–Hasselfelde eine Länge von 40,38 Kilometern aus.
Damit ist die Selketalbahn eine der längeren Schmalspurstrecken im Harz.
Unterwegs liegen Orte wie Alexisbad und Mägdesprung.
In Alexisbad zweigt die kurze Stichstrecke nach Harzgerode ab.
Die Meterspur im Harz
Die Selketalbahn hat eine Spurweite von 1000 Millimetern.
Diese Meterspur war im Gebirge günstiger und wendiger als die normale Spur.
Alle drei Harzer Schmalspurstrecken nutzen dieselbe Spurweite.
So können die Fahrzeuge im ganzen Netz eingesetzt werden.
Steigung bis 40 Promille
Auf ihrem Weg ins Gebirge überwindet die Bahn deutliche Höhenunterschiede.
Die größte Neigung beträgt rund 40 Promille.
Sie kommt dabei ohne Zahnstange aus und fährt allein über die Reibung der Räder.
Solche Reibungsbahnen brauchen viele Kurven, um die Steigung zu verteilen.
Die GHE baut von 1888 bis 1892
Erbaut wurde die Strecke von der Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn, kurz GHE.
In mehreren Teilstücken ging sie von 1888 bis 1892 in Betrieb.
Zum Netz der GHE gehörten Gernrode, Harzgerode, Hasselfelde und Eisfelder Talmühle.
Damit erschloss die Bahn eine abgelegene Bergregion.
Woher der Name Selketalbahn kommt
Früher trug die Strecke auch den Namen Anhaltische Harzbahn.
Der Name Selketalbahn setzte sich erst Ende der 1940er Jahre durch.
Er verweist auf den langen Abschnitt im Tal der Selke.
Heute wird fast nur noch diese Bezeichnung verwendet.
Krieg und Wiederaufbau
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Strecke 1946 zum großen Teil demontiert.
Grund war die Reparationsforderung der sowjetischen Besatzungsmacht.
Kurz darauf baute man die Gleise fast vollständig wieder auf.
1949 kam die Bahn zur Deutschen Reichsbahn.
Seit 1993 bei den Harzer Schmalspurbahnen
Seit 1993 gehört die Strecke den Harzer Schmalspurbahnen.
Diese Gesellschaft übernahm damals auch die Harzquerbahn und die Brockenbahn.
So entstand ein zusammenhängendes Schmalspurnetz.
Die Selketalbahn ist darin die östliche Linie.
Teil eines 140-Kilometer-Netzes
Das meterspurige Netz der Harzer Schmalspurbahnen misst insgesamt 140,4 Kilometer.
Es besteht aus Harzquer-, Selketal- und Brockenbahn.
An drei Endbahnhöfen besteht Anschluss an das normalspurige Netz der Deutschen Bahn.
Das Netz ist ganzjährig in Betrieb.
Dampf und Alltag heute
Auf der Selketalbahn verkehren vor allem Dampfzüge, aber auch Triebwagen.
Sie bringt Ausflügler ebenso wie Wanderer in den Harz.
Der kurze Abschnitt nach Harzgerode ist seit dem Frühjahr 2025 betrieblich gesperrt.
Der übrige Teil der Strecke bleibt in Betrieb.
Die Zahlen im Vergleich
Mit gut 40 Kilometern ist die Selketalbahn ein großes Teilstück des Harznetzes.
Zusammen mit den anderen Strecken ergibt sich das 140-Kilometer-Netz.
Die Meterspur verbindet die Linien zu einem Verbund.
So steht eine einzelne Zahl immer auch für das ganze Netz.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
