Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieses Bauwerk über dem Scherkondetal gilt als Vorreiter einer besonders fugenarmen Bauweise.“
Wie lang ist die Scherkondetalbrücke?
→ Eine Talbrücke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Scherkondetalbrücke ist 576,5 Meter lang und überführt die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle über das Scherkondetal in Thüringen. Sie ist als Rahmenbrücke nahezu ohne Fugen und Lager ausgebildet. Eine so lange Spannbetonbrücke dieser Bauart gab es in Deutschland zuvor nicht.
Im Thüringer Land überquert eine schnelle Bahnlinie das stille Scherkondetal.
Die Brücke dort sieht auf den ersten Blick wie viele andere aus.
Ihre Besonderheit liegt weniger in der Länge als in ihrer Bauweise.

Die wichtigsten Zahlen
576,5 m
Länge der Brücke
über das Scherkondetal
34 m
größte Höhe
über dem Talgrund
13,9 m
Breite
für zwei Gleise
2008–2011
Bauzeit
Baubeginn bis Fertigstellung
Rahmenbrücke
Bauart
nahezu fugen- und lagerlos
erste ihrer Art
in Deutschland
als lange Spannbeton-Rahmenbrücke
Quellen: deutschsprachige Wikipedia „Scherkondetalbrücke“. Die Länge von 576,5 Metern stammt aus dem Artikel, weitere Angaben sind gerundet.
Die große Zahl
Die Scherkondetalbrücke ist 576,5 Meter lang.
Damit zählt sie zu den mittelgroßen Talbrücken der Neubaustrecke.
Über dem Talgrund erreicht sie eine Höhe von rund 34 Metern.
Ihre eigentliche Bedeutung liegt jedoch in der Art ihrer Konstruktion.

Eine Brücke fast ohne Fugen
Üblicherweise lagern Brücken auf beweglichen Lagern.
Diese fangen die Längenänderungen bei Wärme und Kälte auf.
Die Scherkondetalbrücke kommt jedoch nahezu ohne solche Lager aus.
Sie ist als steifer Rahmen gebaut, der mit seinen Pfeilern fest verbunden ist.
Gut zu wissen
Die Scherkondetalbrücke ist 576,5 Meter lang, rund 34 Meter hoch und führt die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle über das Scherkondetal in Thüringen.
Sie ist als Rahmenbrücke nahezu ohne Fugen und Lager ausgebildet und gilt als erste lange Spannbeton-Eisenbahnbrücke dieser Bauart in Deutschland.
Warum das besonders ist
Eine lange Brücke ohne Lager zu bauen, ist technisch anspruchsvoll.
Der Beton muss die Kräfte aus Wärme und Verkehr selbst ausgleichen.
Bei einer Spannbetonbrücke dieser Länge war das in Deutschland neu.
Die Scherkondetalbrücke wurde damit zum Vorreiter dieser Bauweise.
Weniger Verschleiß im Betrieb
Lager und Dehnfugen sind Teile, die regelmäßig gewartet werden müssen.
Sie nutzen sich ab und müssen nach Jahren ersetzt werden.
Eine fugenarme Brücke spart genau diesen Aufwand ein.
Das macht das Bauwerk über seine lange Lebensdauer günstiger.
Teil einer schnellen Linie
Die Brücke gehört zur Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle.
Diese Linie verbindet den Süden Deutschlands schnell mit dem Osten.
Sie ging Mitte der 2010er Jahre in Betrieb.
Über das Scherkondetal fahren seither schnelle Fernzüge.
Zwei Gleise über dem Tal
Mit 13,9 Metern Breite trägt die Brücke zwei Gleise.
Züge können so gleichzeitig in beide Richtungen verkehren.
Der durchgehende Überbau sorgt für eine ruhige Fahrt.
Reisende bemerken von der Querung oft kaum etwas.
Gebaut in drei Jahren
Die Bauarbeiten begannen im Februar 2008.
Im Jahr 2011 war die Brücke fertiggestellt.
Für ein Bauwerk mit neuer Bauart ist das eine zügige Bauzeit.
Die Erfahrungen flossen später in weitere Brücken der Strecke ein.
Ein stilles Tal
Das Scherkondetal liegt abseits der großen Städte.
Felder, Wiesen und Wald prägen die Landschaft ringsum.
Die Brücke fügt sich mit schlanken Pfeilern in dieses Bild ein.
Technik und Natur begegnen sich hier auf ruhige Weise.
Vorbild für andere Brücken
Die fugenarme Bauweise gilt als wegweisend.
Auf derselben Strecke entstanden weitere Brücken nach diesem Prinzip.
So wurde aus einem Einzelstück eine ganze Familie von Bauwerken.
Die Scherkondetalbrücke steht am Anfang dieser Entwicklung.
Was die Zahl bedeutet
576,5 Meter sind für sich genommen kein Rekord.
Erst die Bauart macht diese Länge bemerkenswert.
Eine so lange Brücke ohne Lager zu halten, ist eine stille Meisterleistung.
Die Zahl, die bleibt, ist einfach: gut 576 Meter fugenarme Brücke.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
