Zahlen, bitte!
„Auf Gleis eins die Pinzgauer Lokalbahn nach Krimml, bitte einsteigen, es geht in den Oberpinzgau.“
Wie lang ist die Pinzgauer Lokalbahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Pinzgauer Lokalbahn von Zell am See nach Vorderkrimml ist 52,6 Kilometer lang. Sie ist eine Schmalspurbahn mit 760 Millimeter Spurweite und erschließt den gesamten Oberpinzgau.
Der Pinzgau im Salzburger Land ist eine echte Hochgebirgsregion.
Mitten hindurch fährt die Pinzgauer Lokalbahn von Zell am See bis nach Krimml.
Wie lang diese kleine Schmalspurbahn ist, zeigt ein Blick auf ihre Streckendaten.

Die wichtigsten Zahlen
52,6 km
Zell am See–Vorderkrimml
Schmalspurbahn
760 mm
Spurweite
bosnische Schmalspur
2010
Wiedereröffnung nach Hochwasser
am 11. September
Von Zell am See bis Vorderkrimml sind es knapp 53 Kilometer auf schmaler Spur von 760 Millimetern.
Knapp 53 Kilometer durch den Pinzgau
Die Pinzgauer Lokalbahn ist 52,6 Kilometer lang.
Sie führt von Zell am See bis nach Vorderkrimml.
Damit durchquert sie fast den gesamten Oberpinzgau.
Die Strecke ist eine Schmalspurbahn mit 760 Millimeter Spurweite.
Für eine kleine Lokalbahn ist das eine beachtliche Länge.

Im Tal der Salzach
Die Bahn folgt über weite Strecken dem Lauf der jungen Salzach.
Rechts und links türmen sich die hohen Berge des Pinzgaus auf.
Im Süden grenzt die Region an den Alpenhauptkamm.
So fährt die Bahn mitten durch eine echte Hochgebirgslandschaft.
Zell am See am Anfang der Strecke ist ein bekannter Urlaubsort.
Gut zu wissen
Die Pinzgauer Lokalbahn teilt ihre Spurweite von 760 Millimetern mit anderen österreichischen Schmalspurbahnen wie der Zillertalbahn und der Murtalbahn.
Ihren Beinamen Krimmler Bahn verdankt sie dem Endpunkt Krimml, dem Ausgangspunkt zu den berühmten Wasserfällen.
Schmale Spur von 760 Millimetern
Die Pinzgauer Lokalbahn fährt auf der bosnischen Schmalspur von 760 Millimetern.
Diese Spur war einst in der ganzen Donaumonarchie verbreitet.
Sie ist deutlich schmaler als die Normalspur der großen Bahn.
Dadurch passt die Trasse auch in enge Abschnitte des Tals.
Dieselbe Spurweite nutzt zum Beispiel die Zillertalbahn im benachbarten Tirol.
Pläne seit 1889
Schon 1889 gab es erste Pläne für eine Bahn in den Oberpinzgau.
Das abgelegene Tal sollte endlich besser erreichbar werden.
Nach einigen Jahren wurde die Urkunde für den Bau erteilt.
Sie erlaubte eine schmalspurige Lokalbahn von Zell am See über Mittersill nach Krimml.
Damit war der Weg für die kleine Bahn frei.
Eröffnung im Jahr 1898
Eröffnet wurde die Strecke Anfang 1898 als Pinzgauer Localbahn.
Von Beginn an verband sie Zell am See mit dem oberen Tal.
Für die Menschen im Pinzgau war das eine kleine Revolution.
Waren und Reisende kamen nun viel schneller voran als auf der Straße.
Bis heute ist die Bahn ein wichtiger Teil des Tals.
Vom Bund zum Land Salzburg
Lange gehörte die Strecke zu den Österreichischen Bundesbahnen.
Seit dem 1. Juli 2008 ist sie Eigentum des Landes Salzburg.
Betrieben wird sie seither von der Salzburg AG.
Diese führt die Bahn unter dem Namen SLB Pinzgauer Lokalbahn.
So blieb die kleine Bahn trotz aller Wechsel erhalten.
Das Hochwasser von 2005
Im Jahr 2005 traf ein schweres Hochwasser das Tal.
Besonders der Abschnitt zwischen Mittersill und Wald wurde stark beschädigt.
Dieser Teil der Strecke war danach lange nicht mehr befahrbar.
Die Fluten hatten Gleise und Dämme vielerorts weggerissen.
Für die Bahn war das ein schwerer Rückschlag.
Wiederaufbau bis 2010
Nach der Übernahme durch das Land Salzburg begann der Wiederaufbau.
Der beschädigte Abschnitt wurde in zwei Etappen erneuert.
Am 11. September 2010 fuhr wieder ein Zug über die ganze Strecke.
Das war genau zwei Jahre nach dem Eigentümerwechsel.
Seither ist die Verbindung bis Krimml wieder durchgehend befahrbar.
Tor zu den Krimmler Wasserfällen
Am oberen Ende der Strecke liegt der Ort Krimml.
Deshalb trägt die Bahn auch den Namen Krimmler Bahn.
Krimml ist vor allem für seine mächtigen Wasserfälle bekannt.
Schon früh gab es Pläne für eine kleine Bahn direkt zu den Fällen.
So bringt die Lokalbahn bis heute viele Ausflügler in die Berge.
Sanfte Steigung, enge Kurven
Die größte Steigung der Strecke beträgt 23,7 Promille.
Damit klettert die Bahn stetig, aber nicht allzu steil.
Enge Kurven führen die Gleise um Felsen und Höfe herum.
Das Tempo bleibt daher gemächlich und ruhig.
Gerade das macht die Fahrt für Gäste so angenehm.
Eine Bahn für Tal und Gäste
Die Pinzgauer Lokalbahn dient zugleich den Einheimischen und den Touristen.
Schüler und Berufstätige nutzen sie im Alltag.
Wanderer und Skifahrer steigen an den vielen Haltestellen zu.
Im Sommer locken Täler und Wasserfälle, im Winter die Pisten.
So ist die Bahn das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Oberpinzgau.
Was die 53 Kilometer bedeuten
Knapp 53 Kilometer klingen nach einer kurzen Strecke.
Doch sie erschließen ein ganzes Hochtal bis nahe an den Alpenhauptkamm.
Nach dem Hochwasser mussten viele dieser Kilometer neu gebaut werden.
Dass die Bahn heute wieder fährt, ist daher keine Selbstverständlichkeit.
Gerade das macht die kleine Zahl so wertvoll.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
