Zahlen, bitte!
„Dieser kleine Zug nach Matheran schafft 719 Höhenmeter auf nur rund 20 Kilometern, und das ganz ohne Zahnstange.“
Wie lang ist die Matheran Hill Railway?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Matheran Hill Railway ist rund 20 Kilometer lang. Auf dieser kurzen Strecke steigt sie um 719 Meter in die Berge.
Die Länge einer Bergbahn sagt wenig über ihre Mühe aus.
Die Matheran Hill Railway in Westindien ist dafür ein gutes Beispiel.
Auf nur rund 20 Kilometern klettert sie steil in die Höhe.

Die wichtigsten Zahlen
~20 km
Streckenlänge
Neral bis Matheran
719 m
Höhenunterschied
ohne Zahnstange
610 mm
Spurweite
Schmalspur
Eine kurze Schmalspurbahn mit erstaunlicher Steigleistung.
Von Neral hinauf nach Matheran
Die Matheran Hill Railway liegt im indischen Bundesstaat Maharashtra.
Sie beginnt in Neral in der Ebene.
Neral liegt zwischen Mumbai und Pune.
Von dort klettert die Bahn hinauf nach Matheran.
Matheran ist ein beliebter Bergort auf einem Tafelberg.
Die Bahn ist der bequemste Weg nach oben.

Rund 20 Kilometer kurze Strecke
Die Strecke ist nach Wikipedia etwa 20 Kilometer lang.
Für eine Bahnlinie ist das sehr kurz.
Doch die kurze Länge täuscht über die Mühe hinweg.
Denn jeder Abschnitt führt steil bergauf.
Die Bahn windet sich dabei um den Tafelberg.
Die Fahrt dauert deutlich länger, als die Länge vermuten lässt.
Gut zu wissen
Die Matheran Hill Railway überwindet auf rund 20 Kilometern einen Höhenunterschied von 719 Metern, und das nach Wikipedia als einzige indische Bahn ohne Zahnstange auf so kurzer Distanz.
Sie fährt auf einer schmalen Spur von 610 Millimetern und hält an einem autofreien Bergort.
719 Meter ohne Zahnstange
Auf den rund 20 Kilometern steigt die Bahn um 719 Meter.
Das ist eine große Höhe auf kurzer Distanz.
Das Besondere: Die Bahn fährt ohne Zahnstange.
Sie klettert allein mit der Reibung ihrer Räder.
Nach Wikipedia schafft kein anderer indischer Zug das auf so kurzer Strecke.
Das macht die Leistung der Bahn besonders bemerkenswert.
Gebaut zwischen 1904 und 1907
Die Strecke entstand zwischen 1904 und 1907.
Der erste Zug fuhr im März 1907.
Erbaut wurde sie als private Bahn.
Hinter dem Bau stand der Millionär Abdul Hussein Adamjee Peerbhoy.
Später ging die Bahn an den Staat über.
Seitdem ist sie fester Teil der Region.
Eine Spur von 610 Millimetern
Die Bahn fährt auf einer Spur von 610 Millimetern.
Das entspricht zwei Fuß.
Es ist eine sehr schmale Spur.
Sie passt gut zu den engen Kurven am Berg.
Kleine Wagen rollen auf diesen schmalen Gleisen.
Die Spur ist typisch für solche Bergbähnchen.
Langsam den Berg hinauf
Die durchschnittliche Geschwindigkeit liegt bei 10 Kilometern pro Stunde.
Das gilt bergauf wie bergab.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 16 Kilometer pro Stunde.
Schneller fährt die Bahn nicht.
Die steile Strecke lässt kein höheres Tempo zu.
Dafür bleibt viel Zeit für die Aussicht.
Der One Kiss Tunnel
Auf der Strecke gibt es nur einen Tunnel.
Er ist 40 Meter lang.
Scherzhaft trägt er den Namen One Kiss Tunnel.
Der Name spielt auf die kurze Dunkelheit an.
Reisende merken sich diesen Tunnel gern.
Er gehört zu den kleinen Besonderheiten der Fahrt.
Ein Tafelberg als Ziel
Matheran liegt auf einem flachen Bergrücken.
Der Ort ist für seine Ruhe bekannt.
Autos sind in Matheran nicht erlaubt.
Darum ist die Bahn besonders wichtig.
Sie bringt Besucher und Waren nach oben.
Ohne sie wäre der Aufstieg mühsam zu Fuß.
Eine beliebte Ausflugsbahn
Die kleine Bahn ist bei Ausflüglern sehr beliebt.
Viele Reisende kommen aus Mumbai.
Die Fahrt gilt als entspanntes Erlebnis.
Die Ausblicke auf die Ebene sind weit.
Die langsame Fahrt passt zum ruhigen Ziel.
Die Bahn selbst ist Teil des Ausflugs.
Warum die kurze Länge täuscht
Rund 20 Kilometer klingen nach wenig.
Doch die 719 Höhenmeter machen die Strecke anspruchsvoll.
Die enge Spur und die Kurven bremsen das Tempo.
Länge und Fahrzeit passen nicht zusammen.
Gerade das macht die Bahn so reizvoll.
Sie misst ihre Größe in Höhenmetern, nicht in Kilometern.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
