Zahlen, bitte!
„Von Freiburg durch das Höllental: Die Höllentalbahn klettert als steilste Hauptbahn Deutschlands bis hinauf nach Hinterzarten.“
Wie lang ist die Höllentalbahn im Schwarzwald?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Höllentalbahn im Schwarzwald ist 76,2 Kilometer lang und führt von Freiburg nach Donaueschingen. Mit bis zu 57,8 Promille ist sie die steilste Hauptbahn Deutschlands.
Die Höllentalbahn ist eine der bekanntesten Steilstrecken Deutschlands.
Sie führt von Freiburg im Breisgau durch das Höllental bis nach Donaueschingen.
Dabei klettert sie weit hinauf in den Hochschwarzwald.

Die wichtigsten Zahlen
76,2 km
Streckenlänge
Freiburg–Donaueschingen
57,8 ‰
größte Steigung
steilste Hauptbahn Deutschlands
885 m
höchster Punkt
über Normalnull bei Hinterzarten
Allein auf den ersten 25,5 Kilometern von Freiburg bis Hinterzarten gewinnt die Strecke enorm an Höhe.
76 Kilometer durch den Schwarzwald
Die Höllentalbahn ist 76,2 Kilometer lang.
Sie verläuft von Freiburg im Breisgau nach Donaueschingen.
Unterwegs durchquert sie das wilde Höllental.
Damit verbindet sie die Rheinebene mit dem Hochschwarzwald und der Baar.

Die steilste Hauptbahn Deutschlands
Im Abschnitt zwischen Himmelreich und Hinterzarten steigt die Strecke bis zu 57,8 Promille an.
Das sind fast sechs Meter Anstieg auf hundert Meter Strecke.
Keine andere Hauptbahn in Deutschland ist so steil.
Damit hält die Höllentalbahn einen echten Rekord.
Gut zu wissen
In Deutschland gibt es zwei Höllentalbahnen; die bekanntere liegt im Schwarzwald, eine weitere in Niederösterreich.
Die 57,8 Promille der Schwarzwälder Höllentalbahn werden heute ohne Zahnstange bewältigt, allein durch die Reibung zwischen Rad und Schiene.
Hinauf auf 885 Meter
Der höchste Punkt der Strecke liegt bei Hinterzarten.
Dort erreicht die Bahn 885 Meter über Normalnull.
Von Freiburg aus geht es also stetig bergauf.
Der Hochschwarzwald liegt deutlich höher als die Rheinebene.
Der steile Kern: 25,5 Kilometer
Besonders anstrengend ist der Abschnitt von Freiburg bis Hinterzarten.
Auf diesen 25,5 Kilometern gewinnt die Bahn den größten Teil ihrer Höhe.
Hier liegt auch die steilste Rampe der ganzen Strecke.
Danach wird das Gelände bis Donaueschingen flacher.
Allein über die Reibung
Heute fährt die Höllentalbahn ohne Zahnstange.
Sie überwindet die steile Rampe allein über die Reibung der Räder.
Das nennt man Adhäsionsbetrieb.
Gerade deshalb ist der Rekord von 57,8 Promille so bemerkenswert.
Was Promille bei der Bahn bedeuten
Steigungen werden bei der Bahn in Promille angegeben.
Ein Promille bedeutet einen Meter Anstieg auf tausend Meter Strecke.
57,8 Promille sind also 57,8 Meter Höhengewinn je Kilometer.
Für eine normale Eisenbahn ist das außergewöhnlich viel.
Durch das Höllental
Ihren Namen hat die Bahn vom Höllental.
Diese enge Schlucht gab der Strecke die größten Hindernisse.
Felsen, Kurven und Brücken prägen den Weg.
Die Fahrt durch das Tal gilt als landschaftlich reizvoll.
Elektrisch seit 1936
Der Abschnitt von Freiburg nach Neustadt im Schwarzwald wird seit dem 18. Juni 1936 elektrisch betrieben.
Die steile Rampe verlangte früh nach kräftigem Antrieb.
Die Elektrifizierung machte den Betrieb leistungsfähiger.
Der hintere Teil der Strecke blieb zunächst ohne Fahrdraht.
Durchgehend elektrisch seit 2019
Im Rahmen des Projekts Breisgau-S-Bahn 2020 wurde der fehlende Abschnitt elektrifiziert.
Bis zum Jahr 2019 war die ganze Strecke mit Fahrdraht versehen.
Seither können durchgehende Züge ohne Lokwechsel fahren.
Das verband die Region neu mit Freiburg.
Eine Hauptbahn, meist eingleisig
Die Höllentalbahn ist als Hauptbahn klassifiziert.
Dennoch ist sie größtenteils nur eingleisig.
Auf einem Gleis müssen sich die Züge an Bahnhöfen begegnen.
Das macht einen klugen Fahrplan nötig.
Von Freiburg an die große Bahn
Freiburg wurde 1845 an die Badische Hauptbahn angebunden.
Danach wuchs der Wunsch, auch das Höllental zu erschließen.
Zunächst zweifelte man, ob so steile Rampen machbar seien.
Später gelang der Bau doch.
Der Kleber-Express
Lange gab es eine durchgehende Verbindung von Freiburg bis Donaueschingen.
Ende 2003 wurde der Kleber-Express eingestellt.
Damit endete zunächst die umsteigefreie Fahrt über die ganze Strecke.
Erst später kehrten durchgehende Züge zurück.
Wieder durchgehende Züge
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 fahren wieder durchgehende Züge.
Sie verbinden Breisach über Freiburg und Neustadt bis nach Villingen.
Betrieben wird die Strecke von der DB Regio.
So ist die lange Fahrt über das Höllental wieder möglich.
Eine Strecke der Rekorde
Mit 76 Kilometern Länge ist die Höllentalbahn eine stattliche Strecke.
Ihr eigentlicher Ruhm liegt aber in ihrer Steilheit.
Als steilste Hauptbahn Deutschlands ist sie einmalig.
Technik und Landschaft machen sie zu einem Erlebnis.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
