Zahlen, bitte!
„Der Pendelzug durchs Murgtal fährt von Frauenfeld nach Wil, Kreuzung in Matzingen.“
Wie lang ist die Frauenfeld-Wil-Bahn?
→ Eine Meterspurbahn in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Frauenfeld-Wil-Bahn im Kanton Thurgau misst 17,42 Kilometer. Sie verbindet seit 1887 die Städte Frauenfeld und Wil durch das Murgtal.
Durch das Murgtal im Kanton Thurgau zieht sich eine schmalspurige Bahn, die zwei Städte miteinander verknüpft.
Die Frauenfeld-Wil-Bahn ist seit über hundert Jahren ein fester Teil des Nahverkehrs in der Region.
Ihre Länge lässt sich genau beziffern.

Die wichtigsten Zahlen
17,42 km
Streckenlänge
nach Wikipedia-Infobox
1000 mm
Spurweite
Meterspur
1887
Eröffnung
am 1. September
Die Zahl beschreibt die durchgehende Meterspurstrecke zwischen Frauenfeld und Wil.
Die Strecke in einer Zahl
Die Frauenfeld-Wil-Bahn ist nach der Wikipedia-Infobox 17,42 Kilometer lang.
Im Fließtext wird die Strecke mit knapp 17,5 Kilometern angegeben.
Beide Angaben meinen dasselbe, nur unterschiedlich genau gerundet.
Wir nennen hier den genaueren Infobox-Wert von 17,42 Kilometern.

Wo die Bahn fährt
Die Bahn verbindet die Kantonshauptstadt Frauenfeld mit der Stadt Wil.
Dazwischen folgt sie dem Murgtal mit seinen Dörfern und Feldern.
Wichtige Kreuzungspunkte liegen in Matzingen und am Schweizerhof.
So reiht die Strecke mehrere Gemeinden an einer Perlenschnur auf.
Gut zu wissen
Der Tarifverbund Ostwind bündelt den öffentlichen Verkehr in mehreren Ostschweizer Kantonen.
Die Appenzeller Bahnen betreiben ein ausgedehntes Schmalspurnetz in der Ostschweiz.
Seit 1887 im Betrieb
Die Betriebseröffnung erfolgte am 1. September 1887.
Damit gehört die Bahn zu den älteren Schmalspurstrecken der Schweiz.
Über die Jahrzehnte wurde sie laufend modernisiert.
Die Grundidee einer Talbahn zwischen zwei Städten blieb dabei erhalten.
Elektrisch seit 1921
Am 20. November 1921 wurde der elektrische Betrieb aufgenommen.
Die Fahrleitung führt Gleichspannung mit 1200 Volt.
Vorher waren andere Antriebsarten im Einsatz.
Mit der Elektrifizierung wurde der Betrieb leiser und zuverlässiger.
Meterspur im Murgtal
Die Bahn ist meterspurig, hat also eine Schienenweite von 1000 Millimetern.
Diese schmale Spur erlaubt engere Kurven als die Normalspur der großen Bahnen.
Im Murgtal mit seinen Ortsdurchfahrten ist das von Vorteil.
So konnte die Strecke nahe an die Dörfer herangeführt werden.
Woher die 51 Promille kommen
Die Infobox nennt eine größte Neigung von 51 Promille.
Diese steile Stelle liegt am sogenannten Schlosskreisel in Frauenfeld.
Auf tausend Metern gewinnt die Bahn dort 51 Höhenmeter.
Für eine reine Reibungsbahn ist das eine beachtliche Rampe.
Heute bei den Appenzeller Bahnen
Seit dem 1. Januar 2021 gehört die Frauenfeld-Wil-Bahn zu den Appenzeller Bahnen.
Für die operative Führung waren die Appenzeller Bahnen schon seit 2003 verantwortlich.
Damit ist die kleine Talbahn Teil eines größeren Schmalspurverbunds.
Die Übernahme sicherte den Fortbestand der Strecke.
Was 17,42 Kilometer bedeuten
Für Pendler und Schüler ist die Bahn eine verlässliche Verbindung zwischen Frauenfeld und Wil.
Es verkehren mehrere Pendelzüge im Halbstundentakt.
Die überschaubare Länge macht einen solchen dichten Takt überhaupt erst möglich.
Eingebunden ist die Bahn in den Tarifverbund Ostwind.
Eine Bahn mit stabilen Zahlen
Im Jahr 2019 beförderte die Bahn rund 1,3 Millionen Personen.
Das entsprach etwa 13 Millionen Personenkilometern.
Solche Zahlen zeigen, dass die kurze Strecke gut ausgelastet ist.
Die Länge von 17,42 Kilometern trägt also einen regen Verkehr.
Teil eines Ostschweizer Netzes
Die Frauenfeld-Wil-Bahn steht nicht allein, sondern ist mit anderen Linien verknüpft.
In Wil und Frauenfeld bestehen Anschlüsse an das Normalspurnetz.
So wird aus der Talbahn ein Baustein im regionalen Verkehr.
Umsteigen zwischen Schmalspur und Hauptbahn ist dadurch bequem möglich.
Ehrlich bleiben bei der Zahl
Die 17,42 Kilometer stammen aus der Wikipedia-Infobox, der Fließtext rundet auf knapp 17,5 Kilometer.
Ein solcher kleiner Unterschied ist bei gerundeten Angaben normal.
Wir nennen den genaueren Wert und weisen auf die Rundung hin.
Den Nachweis findet man im verlinkten Artikel.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
